19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die oberste Compliance-Regel der igefa lautet: Wir agieren im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften und grundsätzlich nach dem Vorsorgeprinzip. Dies beinhaltet zugleich die rechtzeitige Einhaltung von Gesetzesänderungen.
Grundsätzlich sind alle laufenden Gesetzgebungsverfahren in den Bereichen Umweltrecht, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz, Energie, produktbezogene Verordnungen, Markenrecht, gefährliche Stoffe, Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie zur Zeit besonders die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für die igefa relevant.

Die Einhaltung rechtlicher Vorgaben stellen wir durch unseren Verhaltenskodex sowie unser integriertes Managementsystem sicher, das nach den Normen ISO 9001:2015 für Qualitätsmanagement und ISO 14001:2015 für Umweltmanagement zertifiziert ist und in das die Geschäftsführung nicht nur nach Maßgabe der genannten Normen zwingend involviert ist (vgl. Ausführungen unter Kriterium 20).
Wesentlicher Bestandteil des genannten Managementsystems ist die Ermittlung und Bewertung von Prozessrisiken. Durch sich verändernde rechtliche Bestimmungen besteht immer das Risiko der Nichtkonformität. Aus diesem Grund ist u.a. ein Informationsdienst beauftragt, gesetzliche Änderungen zu melden. Interne Beauftragtenfunktionen bewerten die Änderungen für uns und formulieren ggf. die notwendigen Maßnahmen als Anforderung an den jeweiligen Prozess.
Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der Rechtskonformität mindestens jährlich im Rahmen von Audits und Überprüfungen durch interne Beauftragtenfunktionen, externe Berater und Auditoren sowie durch behördliche Stellen, wodurch das Risiko von Nichtkonformität weiter minimiert werden kann.

Eine politische Einflussnahme im Hinblick auf die Interessen des Großhandels allgemein erfolgt indirekt durch die Mitgliedschaft sämtlicher igefa Niederlassungen in den jeweiligen Industrie- und Handelskammern.
Kein Eintrag in Lobbylisten, keinerlei Mitgliedsbeiträge, Spenden oder Zuwendungen an politische oder Regierungsinstitutionen. Dies entspricht dem igefa Verhaltenskodex, in dem es heißt "Wir leisten grundsätzlich keine Spenden an politische Institutionen, Einzelpersonen oder an Organisationen, deren Ziele unseren Grundsätzen nicht entsprechen bzw. dem Ansehen der igefa schaden könnten. Unsere Spendenaktivitäten sind immer transparent; der Empfänger und die Verwendung einer Spende sind jeweils rechtlich vertretbar und dokumentiert."

Es bestehen Mitgliedschaften im UN Global Compact (Signatory) mit einer jährlichen Gebühr von $ 5.000, im Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (€ 690 p.a.), in der Pro-S-Pack (€ 3.200 p.a.) sowie in diversen Kundenverbänden mit Gebühren von jährlich insgesamt ca. € 37.800.