19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Als öffentliches Unternehmen steht die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) auch im Rampenlicht der Öffentlichkeit und lebt unter den Regeln des politischen Geschehens. Die HMC möchte ihr gutes Image bewahren und fördern. Das unternehmerische Geschehen orientiert sich an den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, an Regeln des Zusammenlebens und an ethischen Normen, die dem Unternehmen und seinen Beschäftigten vielfältige Pflichten auferlegen.

Demnach wirkt die HMC im Rahmen ihres öffentlichen Auftrages an der Umsetzung der politischen Ziele des Senats mit. Folglich zählt zu den aktuell wichtigsten Richtlinien die Umsetzung des Klimaschutzgesetzes / Klimaschutzplans und des Hamburg Corporate Governance Kodex (HCGK). Deshalb verschreibt die HMC sich weiterhin entschlossen der Nachhaltigkeit und der Reduktion von CO2-Emissionen.

Des Weiteren sind ebenfalls die Regelungen der 2017 novellierten Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) von Relevanz im Hinblick auf die Pflicht zur Getrenntsammlung, Recycling und Vorbehandlung im gewerblichen Bereich. Dem zugrunde liegt die Verbesserung der Verwertung von Abfallaufkommen im Rahmen von Veranstaltungen. Weitere besonders relevante gesetzliche Vorgaben entnimmt die HMC dem Mindestlohngesetz (MiLoG) und der Vergabeordnung (HmbVgG).

Um auch künftig die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Entwicklung der HMC zu gewährleisten, steht die HMC im aktiven Austausch mit der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) und deren Behörden. Die HMC ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein kooperatives, offenes Verhältnis herzustellen und zu erhalten.

Generell unterliegt die HMC als öffentliches Unternehmen einer Null-Spenden-Policy. Ein politischer Einfluss durch etwaige Parteispenden ist damit ausgeschlossen. Dies ist im Corporate-Compliance-Programm festgeschrieben.

Die Interessen der HMC als Messegesellschaft werden vor allem durch den AUMA (Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V.) vertreten. Dieser ist einer der wichtigsten Repräsentanten im politischen Umfeld.

Weitere relevante Mitgliedschaften bestehen durch:
  • Handelskammer Hamburg (HK)
  • Gesellschaft zur freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM)
  • Interessengemeinschaft Deutscher Fachmessen und Ausstellungsstädte (IDFA)
  • UFI The Global Association of the Exhibition Industry
  • Society of Independent Show Organizers (SISO)
  • Association of Event Venues (AEV)
  • Industrieverband Hamburg (IVH)
  • Luftgütepartnerschaft
  • UmweltPartnerschaft
  • Klima-Partner-Vereinbarung

Siehe auch: „Unser Beitrag zu den 17 UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung
  • SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele