Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Beitragseinnahmen  
Die gebuchten Bruttobeiträge des Konzerns erhöhten sich von 604,0 Mio. € auf 620,1 Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft stiegen dabei um 13,8 % auf 177,6 Mio. € nach 156,0 Mio. € im Vorjahr. Da die Konzernmutter im Wesentlichen kein Neugeschäft mehr zeichnet, sanken die gebuchten Bruttobeiträge im Lebensversicherungsgeschäft insgesamt um 5,5 Mio. € auf 442,5 Mio. €. Die Einmalbeiträge sanken dabei um 16,5 Mio. € auf 208,7 Mio. €, wohingegen die laufenden Beiträge einen Anstieg von 11,0 Mio. € auf 233,8 Mio. € verzeichneten. Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. € auf 506,5 Mio. €. Die abgegebenen Rückversicherungsbeiträge betrugen 113,3 Mio. € (im Vj. 96,3 Mio. €), die Veränderung der Beitragsüberträge belief sich auf -0,2 Mio. € (im Vj. -2,7 Mio. €).

Versicherungsleistungen
Im Schaden- und Unfallsversicherungsgeschäft betrug der Brutto-Schadenaufwand für Geschäftsjahresschäden 112,3 Mio. € und lag um 4,6 % über dem Vorjahr. Der Netto-Schadenaufwand für Geschäftsjahresschäden, d.h. der Schadenaufwand nach Abzug der Rückversicherungsanteile, verringerte sich um 1,6 % auf 82,0 Mio. €. Die Geschäftsjahresschadenquote im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr brutto von 70,1 % auf 64,0 % und fiel netto von 70,1 % auf 64,2 %. Bei der Abwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Vorjahre war sowohl brutto als auch netto (= für eigene Rechnung) ein Gewinn zu verzeichnen. Der Abwicklungsgewinn brutto ist rückläufig. Die gesamten Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich brutto um 10,6 % auf 111,6 Mio. € und verringerten sich für eigene Rechnung um 1,2 % auf 76,3 Mio. €. Die bilanzielle Schadenquote fiel brutto von 65,9 % auf 63,6 % und netto von 65,0 % auf 59,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Lebensversicherungsgeschäft wurden den Versicherungsnehmern bzw. den Bezugsberechtigten 461,3 Mio. € (im Vj. 497,5 Mio. €) für Versicherungsfälle, für vorzeitige Leistungen und als Überschussanteile unmittelbar gutgebracht.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb nahmen im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft um 8,8 % auf 62,5 Mio. € zu. Der Kostensatz im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen fiel brutto von 37,5 % auf 35,6 % und erhöhte sich netto von 37,3 % auf 39,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschlussaufwendungen im Lebensversicherungsgeschäft beliefen sich auf 48,2 Mio. € (im Vj. 43,3 Mio. €). Die Verwaltungsaufwendungen betrugen 12,0 Mio. € (im Vj. 11,9 Mio. €). Der Abschlusskostensatz lag bei 4,3% (im Vj. 3,7 %). Der Verwaltungskostensatz lag unverändert zum Vorjahr bei 2,7 %. 

Arbeitnehmer und Personalaufwand
Die Bayerische ist wie die Mehrzahl der in Deutschland tätigen Versicherungsunternehmen an die Tarifverträge für die private Versicherungswirtschaft gebunden. Zusätzlich zur tariflichen Vergütung bietet die Bayerische übertarifliche Gehaltskomponenten, zielbezogene Vergütung ihrer Führungs- und Fachkräfte und eine Erfolgsbeteiligung, die vom nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens abhängig ist. Über die Vergütung hinaus gewährt die Bayerische viele attraktive Benefits. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 449 Mitarbeiter (ohne Auzubildende, Werkstudierende, Aushilfen, etc.) angestellt. Der Personalaufwand betrug 55,1 Mio. €. Davon entfielen 39,8 Mio. € auf Löhne und Gehälter, 6,1 Mio. € auf Kosten der sozialen Sicherheit und 9,2 Mio. € auf Kosten der Altersversorgung.

Kapitalanlagenergebnis  
Das Kapitalanlageergebnis betrug 221,3 Mio. € (im Vj. 226,7 Mio. €). Davon entfielen auf den der Schaden- und Unfallversicherung zugeordneten technischen Zins 0,2 Mio. € (im Vj. 0,2 Mio. €). Auf den der Lebensversicherung zugeordneten Zins entfielen 214,2 Mio. € nach 233,7 Mio. € im Vorjahr. Das sonstige Ergebnis aus Kapitalanlagen belief sich auf 6,9 Mio. € (im Vj. -7,1 Mio. €).   Die Kapitalanlagepolitik ist gemäß den Anlagegrundsätzen auf die Erzielung einer attraktiven nachhaltigen (d.h. laufenden, konstanten, ESG-konformen) Verzinsung ausgerichtet. Die Gesellschaft hat bereits 2017 die UNPRI unterzeichnet und sich damit verpflichtet, Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte (ESG) bei ihren Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen. Der Anlagegrundsatz der Sicherheit jeder einzelnen Vermögensanlage ist dabei von herausragender Bedeutung bei der Anlageentscheidung: Es ist stets darauf zu achten, dass es während der Laufzeit zu keiner dauerhaften Wertminderung kommt und dass die eingesetzten Mittel am Ende zurückgezahlt werden.

Ergebnis des Geschäftsjahres

Der Konzernjahresüberschuss von 11,5 Mio. € (im Vj. 1,3 Mio. €) wurden den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.