18. Gemeinwohl

Die Hochschule legt dar, welchen Beitrag sie zum Gemeinwohl im Sinne der UN SDG in den Regionen (regional, national, international) leistet, in denen sie wesentliche Tätigkeiten ausübt.

Gemeinwesen und Transfer

Die Entwicklung der Stadt Eberswalde und unserer Hochschule sind eng miteinander verbunden, so sind z. B. die öffentlichen Veranstaltungskalender aufeinander abgestimmt. Gemeinsame Aufrufe für ein tolerantes Eberswalde, Zusammenarbeit am Konzept Fairtrade Town Eberswalde, zahlreiche Studierendenprojekte und thematisch verbundene Abschlussarbeiten und Arbeitsverhältnisse zeugen von einer engen Verbundenheit unter den Studierenden mit der Stadt. Die Zusammenarbeit im Klimaschutz ist eng, beide Klimaschutzmanager sind Absolventen der HNEE. Mit der Neugestaltung des Museums über der Adlerapotheke im Mai 2014 wurde das „Zukunftslabor“ im Dachgeschoss mit zahlreichen Exponaten rund um die Forschung und Lehre an unserer Hochschule ausgestattet. Die Ökofilmtour findet alljährlich mit zahlreichen Filmveranstaltungen und Podiumsdiskussionen an der HNEE statt und ist sowohl bei den Hochschulangehörigen als auch bei den Eberswalder*innen sehr beliebt.

Im Rahmen der Projektwerkstatt “Gemeinsam anders wirtschaften“  erarbeitet die HNEE derzeit eine Gemeinwohlbilanz. Die Gemeinwohlbilanz wirkt als verbindendes Element zwischen den verschiedenen Aktivitäten und Initiativen der Hochschule mit dem Bestreben, das Gemeinwohl zu fördern (Klimaneutralität, Forschung und Lehre für nachhaltige Entwicklung, Förderung neuer Lehrformen, Erstellung des integrierten Nachhaltigkeitsberichts usw.). Die Bilanzierung zeigt das Bestreben der Hochschule mit Blick auf Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie demokratische Mitbestimmung und Transparenz auf und hilft, eigene Strukturen nachhaltig weiterzuentwickeln. Da unsere Hochschule grundsätzlich um gemeinwohlorientiertes Handeln bemüht ist, kann die Gemeinwohlbilanzierung ein geeignetes Werkzeug sein, die Bemühungen der Hochschule um nachhaltige Entwicklung unter diesem Aspekt gebündelt und transparent darzustellen.

Ausgehend von einem Selbstbericht entwickelt die HNEE eine Transferstrategie. Diese freiwillige Form der Berichterstattung soll aufzeigen, wie wir an unserer Hochschule wechselseitigen und partnerschaftlichen Austausch von Wissen, Dienstleistungen, Technologien und Erfahrungen organisieren. Wir verstehen unter Transfer alle Formen von Kooperationsbeziehungen als partizipative Prozesse in den Bereichen der Forschung, Lehre und Betrieb zwischen Hochschulen und externen Partner*innen. Transfer an der HNEE geht über den Wissens- und Technologietransfer mit Wissenschaft und Wirtschaft hinaus und befördert die nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft. Seit 2015 befindet sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde im Prozess eines Transferaudits, unterstützt vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und finanziert vom Brandenburgischen Wissenschaftsministerium.

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 in Kap. 6 „Kommunikation und Beteiligung“ im Abschnitt „Die HNEE und die Stadt Eberswalde“  und in Kap. 10 „Ausblick“ zu finden.