18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als Dienstleister der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und internationalen Bildungsarbeit engagieren wir uns weltweit für eine lebenswerte Zukunft. Wir haben mehr als 50 Jahre Erfahrung in unterschiedlichsten Feldern, von der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung über Energie- und Umweltthemen bis hin zur Förderung von Frieden und Sicherheit. Das vielfältige Know-how des Bundesunternehmens GIZ wird rund um den Globus nachgefragt – von der deutschen Bundesregierung, Institutionen der Europäischen Union, den Vereinten Nationen, der Privatwirtschaft und Regierungen anderer Länder. Wir kooperieren mit Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Akteuren und wissenschaftlichen Institutionen und tragen so zu einem erfolgreichen Zusammenspiel von Entwicklungspolitik und weiteren Politik- und Handlungsfeldern bei. Unser Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).  

Alle Auftraggeber und Kooperationspartner schenken der GIZ ihr Vertrauen, Ideen für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen mit ihnen gemeinsam zu entwickeln, konkret zu planen und umzusetzen. Als gemeinnütziges Bundesunternehmen stehen wir für deutsche und europäische Werte. Gemeinsam mit unseren Partnern in den nationalen Regierungen weltweit sowie mit Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft arbeiten wir flexibel an wirksamen Lösungen, die Menschen Perspektiven bieten und deren Lebensbedingungen dauerhaft verbessern. 

Die Stärkung des Gemeinwesens weltweit ist somit zentraler Teil unserer Leistungserbringung und integraler Bestandteil des auf die GIZ übertragenen Mandats. Sie ist somit in jedem Auftrag, der von der GIZ umgesetzt wird, mitenthalten. Aus diesem Grund verfügt die GIZ nicht über ein übergreifendes Managementkonzept, das daraus abzielt, gesonderte Maßnahmen neben der Projektarbeit zur Stärkung des Gemeinwesens umzusetzen.  

Neben unserem Kerngeschäft setzen wir uns auf vielfältige Weise für Nachhaltigkeit ein, etwa indem wir den Dialog mit anderen Organisationen und unseren Partnern vor Ort suchen und unsere Mitarbeiter*innen in ihrem Engagement unterstützen:  

Netzwerke und Kooperationen
Die GIZ baut gezielt strategische Allianzen und Kooperationen mit anderen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, der Zivilgesellschaft sowie mit privatwirtschaftlichen Akteuren aus. Zusätzlich beteiligen wir uns an Netzwerken in Deutschland und weltweit und sind Mitglied in zahlreichen relevanten Organisationen. Wir pflegen einen intensiven Dialog zu Themen der Nachhaltigkeit auf globaler, nationaler, regionaler sowie lokaler Ebene. Ein Beispiel sind die Veranstaltungsreihen „Gespräche zur Internationalen Zusammenarbeit“ sowie „Innovations for Future“ der GIZ-Repräsentanz Berlin. Darüber hinaus sind wir eine Reihe von Selbstverpflichtungen eingegangen. Beispiele hierfür finden sich unter DNK-Kriterium 19 „Politische Einflussnahme".

Persönliches Engagement für Nachhaltigkeit
Die Mitarbeitenden der GIZ engagieren sich weltweit für mehr Nachhaltigkeit, was durch die Orientierung zum Mitarbeiterengagement unterstützt wird (Details unter DNK-Kriterium 14 „Arbeitnehmerrechte“). In Deutschland und in den Einsatzländern organisieren Kolleginnen und Kollegen eine Vielzahl sozialer und ökologischer Initiativen und Aktionen. Die GIZ hat verschiedene Formate entwickelt, um sie dabei zu unterstützen. Neben dem bereits erwähnten Nachhaltigkeitswettbewerb hat sie unter anderem einen Nachhaltigkeitsfonds aufgelegt, mit dem sie beispielhafte Projekte finanziell fördert. 2021 wurden insgesamt 14 nachhaltige Aktionen in zehn verschiedenen Ländern berücksichtigt.
 


In Marokko etwa erhielten Mitarbeitende Mittel aus dem Fonds, um Obst- und Gemüsegärten an GIZ-Standorten anzulegen. In Guatemala wurde eine Initiative unterstützt, die Workshops veranstaltet, in denen Kolleginnen und Kollegen unter anderem erfahren, wie sie Düngemittel aus organischen Abfällen herstellen können. In anderen Ländern nutzten Mitarbeitende die Förderung unter anderem, um Ratgeber zur Müllvermeidung zu erstellen oder Müllsammel- und Recyclingaktionen zu organisieren.  

Auch an den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit (DAN) beteiligten sich 2021 wieder viele Mitarbeitende der GIZ im In- und Ausland. An den Standorten Bonn und Berlin etwa konnten Kolleginnen und Kollegen – wie schon in den vergangenen Jahren – ihre Fahrräder unter fachkundiger Anleitung reparieren. Insgesamt fanden unternehmensweit etwa 20 Aktionen im Rahmen der DAN 2021 statt. 

Zentrale Chancen und Risiken der GIZ finden sich unter Kriterium 2 „Wesentlichkeit“. Auf Projekt-Ebene greift das Safeguards+Gender Managementsystem zur Prüfung möglicher Risiken. Informationen dazu finden sich unter Kriterium 6 „Regeln und Prozesse“.

Weitere Informationen dazu, wie unsere Arbeit wirkt, finden sich unter Kriterium 10 „Innovations- und Produktmanagement“.  

Weitere Informationen zum Corporate Sustainability Handprint – unserem Instrument für mehr Nachhaltigkeit in den Auslandsbüros – finden sich unter Kriterium 12 „Ressourcenmanagement“.