18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Wie schon in Kriterium 2 beschrieben, könnten viele Filme und Serien – gerade im Nischenbereich – ohne Fördermittel nicht realisiert werden. Wir als Filmförderung stellen somit sicher, dass die Zuschauer*innen im Kino und in den eigenen vier Wänden ein breitgefächertes und diverses Angebot an Bewegtbildinhalten bekommen. Darüber hinaus werden Arthauskinos unterstützt, die dem Kinopublikum durch ihr kuratiertes Programm einen kulturellen Mehrwert bieten. Geförderte, lokale Kulturinstitutionen und -initiativen wie etwa die „Altonale“ in Hamburg oder das Event „Eine Stadt sieht einen Film“ treten mit filmbegeistertem Publikum in Kontakt und schaffen eine Plattform für den Austausch untereinander.

Eine der Kernaufgaben der Filmförderung ist es, Werbung für die Förderregion zu machen, so dass möglichst viele Filme, Serien und innovative Formate hier entstehen. Durch Produktionsfirmen, die bei uns drehen, wird die Wirtschaft in der Region gestärkt (es arbeiten sehr viele Menschen am Set und hinter den Kulissen). Außerdem wird das Image des Standorts sowohl national als auch international gestärkt – was wiederum auch anderen Branchen wie etwa dem Tourismus zugutekommt.

Mit der Einführung der Initiative „Grüner Drehpass“ 2011 hat die MOIN Filmförderung einen wesentlichen Impuls für die Branche gesetzt und in Pionierarbeit das Thema Ökologie und Nachhaltigkeit in das Bewusstsein der Filmbranche gebracht. Durch regelmäßige Workshopangebote zum Thema „Green Filming“ hat über die Jahre eine Sensibilisierung für das Thema stattgefunden. Durch Einladungen zu diversen Veranstaltungen konnte diese Leuchtturm-Initiative bundesweit für Aufmerksamkeit sorgen und hat andere regionale und internationale Filmförderungen zu eigenen Initiativen inspiriert.

Mit der Teilnahme an diversen Initiativen zum Thema Nachhaltigkeit in der Film- und Medienproduktion betonen wir unsere Haltung, dass die Branche eine große Verantwortung trägt und regionale Filmförderungen im Besonderen, weil öffentliche Gelder verteilt werden. Aus einer Arbeitsgruppe mit Vertreter*innen der öffentlichen Sender, Privatsender, Produktionsunternehmen, Institutionen, Dienstleistern und Verbänden haben wir aktiv an der Gestaltung von nachhaltigen Kriterien mitgewirkt und für die Verfassung von Mindeststandards in der Film- und Medienbranche gesorgt. Auch die großen Filmförderungsanstalten BKM und FFA haben die Signale erkannt und das Thema mit auf die Agenda gesetzt. Mit der Initiative „100 grüne Produktionen“ werden seit letztem Jahr Produktionen wissenschaftlich begleitet, um belastbare Daten für die Auswertung zu erhalten. Das Thema nachhaltige und ökologische Produktion gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Branche und erfährt durch die wachsende Zahl an Initiativen eine immer größer werdende Aufmerksamkeit. Zu Hilfe kommt uns die kontinuierliche Arbeit an diesem Thema von fast 10 Jahren, die die Glaubwürdigkeit und die Verlässlichkeit unterstreicht.

Im Filmnachwuchsbereich arbeiten wir mit Hamburger Hochschulen zusammen, fördern Abschlussarbeiten und bieten gezielt Netzwerkveranstaltungen an. Kostenlose Veranstaltungen wie „Filmberufe im Gespräch“ sind sehr niedrigschwellig und richten sich an Schüler*innen und Umlerner*innen.