18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als größter privater Arbeitgeber mit Hauptsitz in Koblenz pflegt die Debeka eine langjährige Bindung zur Region Mittelrhein. Es ist der Unternehmensführung daher ein wichtiges Anliegen, Koblenz als einen führenden Dienstleistungsstandort zu stärken und das Gemeinwesen der Region über das Kerngeschäft hinaus zu fördern. Sie verfolgt dieses Ziel durch vielfältiges Engagement in Vereinen, Verbänden, Gremien und Initiativen. Ein entsprechendes Konzept wurde erstellt und fungiert als interne Leitlinie.  

So ist die Debeka Mitglied der im Jahr 2019 gegründeten Initiative Region56+, mit der das Ziel verfolgt wird, Gründer, Fach­- und Führungskräfte in der Region zu halten und für sie zu gewinnen. Die Kombination aus wirtschaftlich starken und entscheidungsfreudigen Unternehmen innerhalb der Initiative Region 56+ bietet die Chance, relevanten Einfluss auf die Entwicklung der Region zu nehmen. 

Im Koblenzer Bündnis für Familie setzt sich die Debeka aktiv dafür ein, Koblenz als familienfreundliche Kommune weiterzuentwickeln. Bereits seit einigen Jahren bietet sie in Kooperation mit dem Bündnis u. a. Ferienfreizeiten für Kinder an. So wird auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt. Auch in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz nimmt die Debeka an lokalen Vereinen und Netzwerken teil. Darüber hinaus engagiert sich der Vorstandsvorsitzende der Debeka, Thomas Brahm, im Beirat der Industrie­ und Handelskammer (IHK) Koblenz für die Zukunftsaufgaben des Wirtschaftsstandortes.  

Finanzielles Engagement
Seit dem Gründungsjahr 1905 ist die Debeka mit ihrem Hauptsitz in Koblenz ansässig. Dem Gedanken des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit folgend, verwaltet die Debeka die Beiträge ihrer Mitglieder und Kunden verantwortungsvoll. Sponsoring betreibt sie daher nur in kleinem Rahmen. Grundsätzlich fördert sie gemäß ihrer Grundsätze Maßnahmen, die einen Bezug zur Stadt Koblenz, zu ausgewählten kulturellen Initiativen in der Region (Rheinische Philharmonie, Bundesgartenschau 2011) und Bildung (Kooperationen mit Schulen/Hochschulen) aufweisen. Darüber hinaus unterstützt sie regelmäßig Initiativen und Organisationen der Bereiche Gesundheit und Soziales. Ein fester jährlicher Spendenetat besteht nicht, ebenso wenig ein Anspruch auf Förderung. Wesentliche Spendenaktivitäten ergeben sich i. d. R. aus dem Wirkungskreis der Debeka und folgen einer langjährigen Praxis. Die Auswahl der zu fördernden Maßnahmen erfolgt stets nach einer gewissenhaften, vorgelagerten Prüfung. So übernimmt die Debeka zum Beispiel seit 2005 regelmäßig die Patenschaft einer in unmittelbarer Nähe zur Hauptverwaltung gelegenen Grundschule beim Projekt „Klasse 2000“. Dieses  Projekt bietet ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. Es ist das am weitesten verbreitete Projekt seiner Art in Deutschland. 

Ideelles Engagement
Über die Jahre haben Vertreter des Unternehmens zu verschiedenen Initiativen der Region beigetragen. Dazu zählen z. B. Kooperationen mit Hoch­- und Berufsschulen sowie Projekte zur Förderung von Kultur und Stadtentwicklung. Die Debeka stellt Dozenten an Berufsschulen, in Prüfungsausschüssen der IHK und Ansprechpartner für Arbeitsagenturen. Viele Mitarbeiter engagieren sich neben dem Beruf ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen. Die Debeka unterstützt diesen Einsatz, indem sie sie für ehrenamtliche Tätigkeiten, beispielsweise im Katastrophenschutz und Rettungsdienst, freistellt.  

Die Debeka unterstützt seit einigen Jahren die Koblenzer Bürgerstiftung. Im letzten Jahr wurde vereinbart, Auszubildende der Debeka und das Lernpatenprojekt der Koblenzer Bürgerstiftung zusammenzubringen. Lernpaten gehen in die Grundschulen, bilden und begleiten Schüler aus benachteiligten Lebenssituationen. Hieran beteiligen sich Auszubildende. Der Beitrag der Debeka zum Gemeinwohl ist für die Debeka als genossenschaftlich geprägte Versicherungsgruppe von großer Bedeutung. Im Jahr 2020 erschien der „Gemeinwohlatlas“. Untersucht wurden die 137 wichtigsten und bekanntesten Institutionen aus den verschiedensten Bereichen und Branchen. Die wesentlichen Fragen waren dabei: Leistet die Organisation im Kerngeschäft gute Arbeit? Trägt sie zum Zusammenhalt und zur Lebensqualität bei? Verhält sie sich anständig? Je mehr Zustimmung zu diesen Fragen, die auch auf die Nachhaltigkeit zielen, von den Teilnehmern kam, desto höher wurde auch der Beitrag der Organisation zum Gemeinwohl bewertet. Die Debeka erreicht Platz 73 im Gesamtranking und liegt damit deutlich vor allen anderen Versicherungsunternehmen, die in die Wertung kamen. Sie ist damit der Versicherer mit dem höchsten Beitrag zum Gemeinwohl in Deutschland.  

Mit der Geschäftstätigkeit der Debeka (Versicherung und Finanzierung) sind keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Sozialbelange verknüpft.