18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Unsere Geschäftstätigkeit trägt erheblich zur wirtschaftlichen Entwicklung im Rhein-Sieg-Kreis bei. Durch unsere Gewerbesteuern stärken wir die kommunalen Finanzen, durch die Zahlung von Löhnen und Gehältern erhöhen wir die Kaufkraft im Kreis. Aufträge vergeben wir – soweit es vergaberechtlich möglich ist – gerne regional und fördern damit Betriebe aus dem Rhein-Sieg-Kreis und der Region Köln/Bonn, die wiederum Arbeitsplätze schaffen und zur Kaufkraft vor Ort beitragen. Wir beschäftigen auch viele Angestellte ohne formalen Bildungsabschluss.  

Gesellschaftliches Engagement bedeutet für uns in erster Linie, unser Wissen rund um die Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und die Schonung von Ressourcen weiterzugeben. Einen Schwerpunkt legen wir auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wir bieten Projektarbeiten, Unterrichtsbesuche und Exkursionen für Schulen und Kindergärten an. In Kooperation mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband nutzen wir den außerschulischen Lernort :metabolon in Lindlar (Oberbergischer Kreis). Dort schaffen wir auf spielerische Weise von klein auf ein Bewusstsein für Abfallvermeidung und den Umgang mit Wertstoffen. Schon seit Jahren bringen unsere Umweltberaterinnen und -berater Kindern, Schülerinnen und Schülern das Papierrecycling näher und bieten Führungen auf unseren Entsorgungsanlagen an. Zusammen mit den 19 Städten und Gemeinden des Kreises organisieren wir jährlich den größten Frühjahrsputz der Region unter dem Motto „Wir räumen den Kreis auf“. Im Rahmen der Aktionswoche helfen uns Freiwillige – vor allem aus Kindergärten, Schulen und Vereinen – das Kreisgebiet auf Hochglanz zu bringen, indem sie Grünflächen, öffentliche Plätze, Gehwege und Gewässer von achtlos weggeworfenem Abfall befreien. Die Aufräumaktion ist Teil der EU-weiten Kampagne „Let’s Clean Up Europe“, die in Deutschland vom Bundesumweltministerium begleitet wird. Um auf das Problem der Plastik- und „Bioplastik“-Tüten aufmerksam zu machen und die Trennung von Bioabfall zu verbessern, beteiligt sich die RSAG seit 2017 jährlich an der „Aktion Biotonne Deutschland“. Die bundesweite Kampagne wurde vom Handelskonzern REWE, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Bundesumweltministerium initiiert. Im Rahmen der Aktion informieren unsere RSAG-Umweltberater in Supermärkten Verbraucherinnen und Verbraucher darüber, was in die Biotonne gehört und was nicht.  

Auch mit Hochschulen arbeiten wir zusammen, was wir künftig weiter ausbauen möchten. In einem Kooperationsprojekt mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg erarbeiten Studierende aus verschiedenen Fachbereichen im Sinne eines Planspiels gemeinsam mit unseren Expertinnen und Experten Möglichkeiten für die Nachnutzung einer Altdeponie. Im Rahmen eines Lehrauftrags an der RWTH Aachen unterrichten wir Studierende im Sommersemester 2020 zum Thema Oberirdische Ablagerung von Abfällen. Studierenden bieten wir zudem die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit in unserem Unternehmen zu verfassen.  

Mit unserer Online-Nachhaltigkeitskarte unterstützen wir die zahlreichen Engagierten aus unserer Region, die sich für Abfallvermeidung einsetzen. In der Nachhaltigkeitskarte stellen wir interessante Spots rund um das Thema Nachhaltiger Lebensstil in der Region zusammen: Wo kann ich in meiner Nähe Werkzeug leihen? Wo bekomme ich günstige Möbel, Bücher oder Klamotten aus zweiter Hand? Wo ist das nächste Repair-Café? Die Karte lässt sich nach verschiedenen Kategorien filtern, zeigt weitere Informationen über die Geschäfte und Initiativen sowie ihren Standort an. In unserem Tausch- & Verschenkmarkt auf unserer Webseite können Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mehr benötigte Möbel, Haushaltsgegenstände oder Kleidungsstücke unkompliziert und kostenfrei inserieren. So bekommen die ausgedienten Sachen ein zweites Leben, anstatt auf dem Müll zu landen.  

Bei all diesen Maßnahmen stehen wir im Kontakt mit den zahlreichen Menschen, die durch unsere Tätigkeit betroffen sind: Einwohnerinnen und Einwohner unseres Entsorgungsgebiets, unsere Beschäftigten, Geschäftspartnerinnen und -partner, regionale Politik und weitere. Wie wir diesen Austausch führen, ist in Kriterium 9 erläutert.