18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Für die Umwelt ist der beste Müll solcher, der gar nicht erst anfällt. Wenn er doch aufkommt, dann sollte er möglichst sortenrein sein. Deshalb informieren und motivieren wir Duisburgerinnen und Duisburger jeden Alters zu besserer Mülltrennung und konsequenter Abfallvermeidung. Um bereits den Kleinsten spielerisch die Abfallverwertung zu erklären, haben wir auf unserem Recyclinghof Nord in Duisburg-Röttgersbach einen Abfalllernpfad eingerichtet. Hier können Kinder und Jugendliche die verschiedenen Abfallsorten kennenlernen und die Sortierung und Verwertung nachvollziehen. Des Weiteren stellen wir Schulen und Kindergärten eine Materialsammlung für den Unterricht zur Verfügung. Neben den Bildungsmaßnahmen bieten wir Abfallberatungen, Publikationen und diverse Projekte je nach Alters- oder auch Berufsgruppe an. Im Jahr 2016 haben wir so mit verschiedensten Aktionen in und um Duisburg durchgeführt, mit denen wir knapp 2000 Personen erreicht haben. Davon waren etwa 33 Prozent Kleinkinder, 15 Prozent Grundschulkinder, 18 Prozent Jugendliche aus weiterführenden Schulen bis zur 10. Klasse und 7 Prozent Jugendliche und junge Erwachsene aus Berufsschulen und ähnlichen Einrichtungen. 27 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Erwachsene. Darüber hinaus spenden wir regelmäßig einen größeren Betrag – im Berichtsjahr waren es 133.000 Euro – an die Verbraucherzentrale, um deren Arbeit in der Abfallbildung zu unterstützen.

Damit weniger brauchbare Dinge weggeworfen werden, haben wir auf unseren Recyclinghöfen separate Tonnen aufgestellt, in denen wir ausrangiertes Spielzeug sammeln und im Rahmen von so genannten „Plünderfesten“ im Duisburger Zoo weiterverschenken. Allein auf den Recyclinghöfen der Wirtschaftsbetriebe werden so rund 10.000 Liter Volumen wöchentlich gesammelt. Im Berichtsjahr haben wir auch vier Bücherschränke auf unseren Recyclinghöfen aufgestellt, bei denen unsere Besucher eingeladen sind, alte Bücher abzugeben und sich am Bestand zu bedienen. Acht weitere solche Schränke – von der WBD-Tochter Werkstatt Duisburg umgebaute Telefonzellen – sind im Stadtgebiet verteilt. Die Schränke werden von der Bürgerstiftung Duisburg betreut.

In der Vergangenheit haben wir außerdem in einigen Schulen Duisburgs eine Sammelaktion zum Thema Elektroschrott durchgeführt: Alles, was die Schülerinnen und Schüler an Elektroschrott gesammelt haben, wurde von uns mit einem Beitrag in die Klassenkasse „aufgewogen“. Parallel dazu konnten Lehrerinnen und Lehrer der Schule die Thematik Abfallentsorgung in ihrem Unterricht behandeln.  

Einen überregionalen Fokus bekommen unsere Maßnahmen, wenn wir etwa Reinigungsaktionen an den Flussufern von Rhein und Ruhr durchführen. Über die Flüsse gelangt insbesondere Plastikmüll über kurz oder lang ins Meer und damit von Duisburg in die Welt. Im Jahr 2016 haben wir gemeinsam mit verschiedenen Organisationen bei Reinigungsaktionen 60 Tonnen Abfälle im Rheinufervorland eingesammelt und der Beseitigung zugeführt – so konnten diese der Nordsee erspart bleiben. Auch die Kinder in Kitas und Schulen konnten wir auf dieses Problem aufmerksam machen: Während der Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2016 luden wir fast 200 Duisburger Kitas dazu ein, sich an der Abfalloffensive „Damit der Wal kein Bauchweh kriegt“ zu beteiligen. Anhand der Geschichte eines Walfisches, der versehentlich Abfälle im Meer frisst und diese nicht verträgt, wollen wir bereits Kleinkinder dafür sensibilisieren, sorgsam mit unseren Rohstoffen umzugehen und diese umweltgerecht zu entsorgen. Aufgrund des großen Anklangs fand 2017 eine Ausdehnung der Aktion auf Duisburger Grundschulen statt.

Als regional tätiges Unternehmen ist es darüber hinaus unser Anliegen, die Wirtschaftskraft unseres Standortes zu stärken. Deshalb haben wir es uns zum Ziel gesetzt, so viele Produkte und Dienstleistungen wie möglich von regionalen Zulieferern zu beschaffen. Für die wichtigsten Produkte und Dienstleistungen (Fahrzeuge, Betriebsmittel, Behälter, Entsorgungsleistungen) kamen im Jahr 2016 – gemessen am Auftragsvolumen – etwa 80 Prozent unserer Zulieferer und Auftragnehmer aus der Region (PLZ-Bereiche 40xxx bis 47xxx).