18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

degewo sieht sich der nachhaltigen Entwicklung, Pflege und Stabilisierung ihrer Quartiere verpflichtet. Das Unternehmen folgt im Quartiersmanagement einem integrierten Ansatz, der Gebäude, Wohnumfeld, Infrastruktur, die sozialen Gegebenheiten vor Ort und die Bedürfnisse der Anwohner ganzheitlich und systematisch in den Blick nimmt. degewo ist es damit an vielen Stellen in Berlin gelungen, ihre Quartiere zu revitalisieren und die Lebensqualität der Bewohner zu steigern.

degewo unterstützt in allen Quartieren Schul- und Bildungsprojekte. Dabei wird die Zusammenarbeit von Schulen und Kitas wird gefördert, um den Übergang von der Kita zur Grundschule zu erleichtern und frühzeitig einen guten Kontakt zu den Elternhäusern zu schaffen.

Bei der Bereitstellung von Wohnraum für nach Berlin geflüchtete Menschen arbeitet degewo auf der Basis des Kooperationsvertrages „Wohnen für Flüchtlinge“ (WfF) eng mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) und dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) zusammen. Im Berichtszeitraum 2018 gab es 181 Vermietungen an Geflüchtete, davon 57 im Rahmen des Kooperationsvertrages Wohnungen für Flüchtlinge (KoopV WfF).

Mit dem Modellprojekt „NeNa“ – Neue Nachbarn“ unterstützt degewo seit 2017 geflüchtete Menschen bei der Integration in den regulären Wohnungsmarkt. Die Geflüchteten werden bei der Anmietung einer Wohnung im Bezirk Marzahn durch Dolmetscher unterstützt und beim Ankommen in der neuen Wohnumgebung begleitet. Dies umfasst bei Bedarf die Begleitung der neuen Mieter zu Behörden oder Vermittlung an geeignete Unterstützungsangebote im Wohnquartier. 
 
Im Rahmen des Projektes „ToM – Tolerantes Miteinander“ hat degewo 2016 an der Schönefelder Chaussee im Köpenicker Ortsteil Altglienicke den Grundstein für rund 170 Wohnungen gelegt, die je zur Hälfte für geflüchtete Menschen mit Bleiberecht sowie für Berlinerinnen und Berliner mit Wohnberechtigungsschein vorgesehen sind. Das Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen unterstützt das Unternehmen vor Ort unter anderem durch Kooperation mit dem Sozialträger „Internationaler Bund“, durch Einrichtung eines Anwohnercafés sowie eines Mieterbeirats. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Ende 2020 geplant.

Gemeinsam mit STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick hat degewo ferner ein Patenschaftsprojekt zur Integration Geflüchteter initiiert. Bei diesen Wohngebietspatenschaften unterstützen Freiwillige geflüchtete Menschen in ihrer Nachbarschaft beim Ankommen im Alltag. Sie begleiten bei Ämtergängen und Einkäufen, sind erste Ansprechpartner in einer für die Neu-Berliner noch fremden Kultur und geben ihnen damit Orientierung. Das Projekt hat degewo im Sommer 2016 ins Leben gerufen. Im Dezember 2018 wurde es verstetigt und wird künftig durch den Träger mit öffentlichen Mitteln fortgeführt. 12 Mieterinnen und Mieter unterstützten es im Berichtszeitraum ehrenamtlich.
 
Dies sind nur einige Beispiele, die das Engagement von degewo verdeutlichen. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für das soziale Quartiersmanagement bei degewo im Jahr 2018 auf rund 1,2 Mio. Euro, für die Förderung von Kunst und Kultur auf rund 75.000 Euro. In die Unterstützung von Jugend, Familie, Sport und Bildung investierte das Unternehmen 428.000 Euro.