18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

In unserem Kerngeschäft – vorrangig die Bereitstellung von Versicherungsschutz – fördern wir soziale Aspekte wie Vorsorgeuntersuchungen, Präventionsmaßnahmen zur Schadenverhütung, Altersvorsorge oder finanzielle Absicherungen bei Naturereignissen wie Sturm und Hagel. Doch auch über das Kerngeschäft hinaus engagieren wir uns seit Jahren für soziale Projekte.

Im Berichtsjahr wurden die Nachhaltigkeitsaktivitäten der ALH Gruppe auf die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs) ausgerichtet und dies in der Spendenrichtlinie für die ALH Gruppe festgeschrieben. Dabei sind folgende Ziele von hervorgehobener Bedeutung:
- SDG 1: keine Armut
- SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen
- SDG 8: Wirtschaftswachstum und Wohlergehen
- SDG 13: Umweltschutz

Jede Spende muss einen thematischen Bezug zu mindestens einem der vier genannten nachhaltigen Entwicklungsziele haben.  

Die Gesellschaften der ALH Gruppe können im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements Vorhaben aus folgenden Bereichen fördern: 1. Bildung 2. Kinder 3. Regionalität 4. Menschen mit Behinderung 5. Umwelt 6. Flüchtlinge 7. Kultur/Wissenschaft. Die Nummerierung spiegelt die Präferenz der ALH Gruppe wider, wobei der Fokus bei der Spendenvergabe auf dem Thema Bildung liegt.

Seit 1948 befindet sich der Sitz der Hallesche am Standort Stuttgart, wo wir uns gerne auch in der Gemeinschaft einbringen. Im Jahr 2020 spendete die Hallesche insgesamt 17.803 Euro an gemeinnützige Institutionen überwiegend aus der Region. So erhielt zum Beispiel die Stiftung Hänsel+Gretel, welche Kinder vor Gewalt und Missbrauch schützt, eine Spende in Höhe von 5.000 Euro. Des Weiteren unterstützten wir "Die Arche" Kinderstiftung in Düsseldorf mit insgesamt 5.000 Euro, wobei die Hälfte durch unsere Mitarbeiter gespendet wurde.

Einen Teil der Spendensummen bringen unsere Mitarbeiter auf. Seit vielen Jahren spenden sie im Rahmen der unternehmensinternen Aktion „Cents lindern Not“ Geld für wohltätige Zwecke. Hierbei werden die Monatsgehälter auf glatte Euro-Beträge abgerundet. Die Differenz wird durch die Vorstände der ALH Gruppe verdoppelt und auf ein Spendenkonto überwiesen. Seit der Initiierung dieser Aktion im Jahr 1991 wurden auf diesem Wege über 550.000 Euro an Institutionen verteilt, die Menschen mit Behinderungen oder hilfebedürftigen Kindern helfen, sie betreuen oder fördern. Die Vorschläge zu den Spendenempfängern kommen regelmäßig aus der Belegschaft.


Da aufgrund der Corona-Pandemie die sonst üblichen Weihnachtsfeiern für die Mitarbeiter und leitenden Angestellten ausfallen mussten, entschied sich der Vorstand der ALH Gruppe, den Betrag für eine Weihnachtsspendenaktion zur Verfügung zu stellen und die Mitarbeiter in die Auswahl der zu unterstützenden Projekte einzubeziehen. Insgesamt 40.000 Euro standen für die folgenden Projekte zur Verfügung, die einen Beitrag zu unseren Schwerpunkten der Sustainable Development Goals (SDGs) leisten sollen. Das Projekt mit den meisten Stimmen erhielt 20.000 EUR, Platz 2 konnte sich über 10.000 EUR freuen und an die Plätze 3 und 4 gehen je 5.000 EUR. Keine Einrichtung ging leer aus!
Platz 1 (SDG 1): Hilfe für Obdachlose. Der Verein StreetAngel versorgt Obdachlose, Drogen- und Alkoholabhängige im Frankfurter Bahnhofsviertel mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneprodukten. Für obdachlose Kinder und Jugendliche bietet Schlupfwinkel in Stuttgart eine Beratungs- und Anlaufstelle, damit sie wieder ein normales Leben führen zu können.
Platz 2 (SDG 13): Natur- und Umweltschutz. Trinkwasserwald e.V. pflanzt Bäume, um weg von der Nadelwald-Reinkultur hin zum Laub- und Mischwald zu kommen. Das soll langfristig Trinkwasser als Lebensquelle sichern. Dafür sucht der Verein Baumpaten, errichtet Schulwälder und organisiert Baumpflanzaktionen.
Platz 3 (SDG 8): Berufseinstig. Wirtschaft, Staat und Privatpersonen engagieren sich bundesweit mit Joblinge gemeinsam für junge Menschen mit Startschwierigkeiten. So werden sie z.B. im Rahmen eines sechsmonatigen Programms bei der Wahl des Ausbildungsgangs, der Bewerbung und dem Berufseinstieg unterstützt.
Platz 4 (SDG 3): Lebenskrisen. Die Telefonseelsorge ist eine anonyme 24/7-Hotline für Menschen in psychisch belastenden Situationen und Krisen. Gerade jetzt in der Corona-Pandemie laufen die Drähte heiß. Die Spende geht zu gleichen Teilen an die Telefonseelsorge-Einheiten in Frankfurt und Stuttgart.

Eine weitere institutionalisierte Spendentätigkeit unserer Gesellschaften steht unter dem Motto „Spenden statt Schenken“: Seit vielen Jahren verzichten wir auf Weihnachtsgeschenke für unsere Geschäftspartner und stattdessen spendet unsere Unternehmensgruppe jährlich 12.500 Euro an gemeinnützige Organisationen. Dabei unterstützen wir schwerpunktmäßig Einrichtungen, die sich der Arbeit mit geistig oder körperlich behinderten Menschen oder sozial benachteiligten Kindern widmen.