18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Eine spezifische Strategie, die das Thema Sozialbelange adressiert, wurde seitens der apoBank nicht ausgearbeitet. Die apoBank verfolgt in Bezug auf die Nachhaltigkeitsstrategie ein integriertes Managementkonzept (siehe Ausführungen zu Kriterium 1). Seitens des Vorstands beschlossene Maßnahmen und vorgegebene Prozesse zu Sozialbelangen sind Teilergebnisse der Gesamtbankstrategie. Die Gesamtbankstrategie der apoBank wird im Rahmen eines jährlichen Überprüfungsprozesses fortlaufend überarbeitet und weiterentwickelt. Die apoBank beabsichtigt das Thema Nachhaltigkeitsmanagement weiter in die Gesamtbankstrategie zu integrieren. Mit der Entscheidung des Vorstands zur Umsetzung der Anforderungen der nichtfinanziellen Berichterstattung anhand des Rahmenwerkes des Deutschen Nachhaltigkeitskodex wurden bereits im Vorjahr konkrete Maßnahmen umgesetzt.

Über die den einzelnen DNK-Kriterien zugeordneten Leistungsindikatoren der GRI in der Form der SRS werden die gemachten Angaben vergleichbar. Sie bilden die Grundlage für zukünftige quantifizierbare Zielgrößen und die für die Zielerfüllung erforderlichen konkreten Maßnahmen (vgl. Ausführungen zu Kriterium 3).

Zur Identifizierung der für die apoBank wesentlichen Risiken führt die Bank Risikoanalysen durch. Weder die Geschäftstätigkeit noch die Geschäftsbeziehungen oder die Produkte und Dienstleistungen der apoBank haben einen wesentlichen Einfluss auf die Sozialbelange in den Regionen, in denen sie ansässig ist. Daher sieht die Bank hierin auch keinerlei wesentliche Risiken für die Sozialbelange (siehe auch Ausführungen unter den „Allgemeinen Informationen“).

Erklärtes jährliches Ziel der apoBank ist es, mit Hilfe von konkreten Maßnahmen seitens der Bank, seitens ihrer Stiftung sowie über das Engagement der Mitarbeiter das Gemeinwesen zu fördern. Die nachfolgend gemachten Ausführungen zeigen, wie dieses Ziel im Jahr 2018 erreicht wurde.

Das Konzept der Corporate Responsibility (CR) der apoBank fußt auf zwei Säulen: auf der ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung im Rahmen unternehmerischer Tätigkeit und auf dem gesellschaftlichen Engagement als Corporate Citizen. Auch dieses Engagement versteht die apoBank als integrierten und wesentlichen Bestandteil nachhaltiger Unternehmensführung. Sie subsumiert darunter die Aktivitäten ihrer apoBank-Stiftung, ihre Spendentätigkeit und die Förderung des Engagements ihrer Mitarbeiter.

Neben dem praktischen Mehrwert ihres sozialen Engagements verbindet die Bank damit auch das Ziel, ihre Wahrnehmung als verantwortungsbewusster Corporate Citizen bei ihren Kunden zu stärken und Heilberufe auch außerhalb des Finanzwesens zu unterstützen. Die Ergebnisse des Marken- und Werbetrackings 2018 haben gezeigt, dass dies im Fall der apoBank-Stiftung in hohem Maße gelungen ist: Etwa ein Drittel der angestellten und selbständigen Kunden kennt die Stiftung der apoBank. Aus Sicht fast aller Stiftungskenner passt sie zum apoBank-Engagement, unterstützt Heilberufler auch außerhalb des Finanzwesens und zeigt, dass die apoBank die Welt der Heilberufler versteht.

Entsprechende Werte werden einmal jährlich erhoben, eventueller Anpassungsbedarf an das Stiftungskonzept wird hierüber sichtbar.

Engagement der apoBank-Stiftung
Im Zentrum des gemeinnützigen Engagements steht die apoBank-Stiftung. Mit ihr will die Bank das Selbstverständnis und die Berufsausübung der akademischen Heilberufe in Deutschland fördern, beispielsweise indem sie Pilotprojekte unterstützt, die wegweisend für die Lösung der Versorgungsprobleme in den Regionen sein können. Nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt die Stiftung darüber hinaus Projekte in Ländern, in denen die Entwicklung guter Arbeitsbedingungen für Heilberufler und eine breite medizinische Versorgung noch am Anfang stehen.

Der ehrenamtliche Projektbeirat der Stiftung prüft die eingehenden Anträge und empfiehlt Projekte anhand bestimmter Kriterien zur Förderung.
62 Projektanträge haben die apoBank-Stiftung im Jahr 2018 erreicht, 33 davon wurden bewilligt.

Der apoBank-Stiftung ist es ein besonderes Anliegen, dass ihre Hilfe dort ankommt, wo sie tatsächlich benötigt wird. Daher unterstützt sie Organisationen, die auf dem direkten Weg Hilfe leisten und ihre Projekte vor Ort – nah am Menschen – umsetzen.

Zu den Förderprojekten der apoBank-Stiftung im Jahr 2018 gehörten z. B. (sozial-)medizinische Aktivitäten im Inland - etwa zugunsten von organtransplantierten Kindern, lokalen Nachsorgeprojekten oder dem Gesundheitsprogramm im Rahmen der nationalen Sommerspiele Special Olympics in Kiel. Ebenfalls unterstützte die Stiftung unter anderem (zahn-)medizinische Hilfsprojekte im Ausland, z. B. in Asien, Afrika und Südamerika mit Zuwendungen.

Die Stiftung engagierte sich außerdem mit ihrem Förderprogramm "gemeinsam wachsen" in der Nachwuchsförderung für das deutsche Gesundheitswesen, zum Beispiel in Form von Stipendien, der Förderung des jährlichen Teddybärkrankenhauskongresses oder mit der Unterstützung des Akademischen Integrationsprojekts der Universität Rostock. Daneben gewährte die apoBank-Stiftung angehenden Heilberuflern finanzielle Unterstützung für ihre sozialmedizinischen Auslandseinsätze, wie z. B. den Studenten des zahnmedizinischen Myanmar-Projekts der Universität Witten-Herdecke.

Die Satzung der Stiftung gibt deren Konzeption, Struktur und Ziele vor. Eine interne Arbeitsrichtlinie dokumentiert die zugrunde liegenden Prozesse inklusive der Einbindung der Unternehmensführung über die Mitgliedschaft im Stiftungsvorstand.

Engagement der apoBank
Unabhängig vom Engagement ihrer Stiftung ist für die in Düsseldorf ansässige apoBank die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung auch jenseits ihres Kerngeschäfts selbstverständlich. Sie spendet daher in der Region ihrer Filialstandorte an gemeinnützige Organisationen und Projekte aus verschiedenen Bereichen.

An ihrem Zentralstandort engagiert sich die apoBank etwa als Mitglied der Bankenvereinigung Düsseldorf. Diese fördert diverse soziale und gemeinnützige Organisationen der Region.
Daneben fokussiert sich die apoBank in Düsseldorf auf die Unterstützung von Obdachlosen und ihren Tieren. So unterstützt sie beispielsweise den Aufbau einer für Obdachlose und andere nicht versicherte EU-Bürger kostenlosen medizinischen Sprechstunde. Gleichzeitig leistet sie mit der Förderung einer mobilen Tierarztpraxis des Projektes „Underdog“ einen Beitrag zur medizinischen Grundversorgung der Tiere obdachloser Menschen in Düsseldorf.
Darüber hinaus engagiert sich die Bank an ihrem Hauptstandort im kulturellen Bereich - so erhalten die Deutsche Oper am Rhein und die Kunstakademie (Übernahme eines Jahresstipendiums) direkte Zuwendungen. Um den geförderten Stipendiaten der Kunstakademie eine Vernetzung zu ermöglichen, hat die Bank ein Alumninetzwerk ins Leben gerufen.

Die Unternehmensführung wird im Rahmen einer jährlichen Stiftungsvorstandssitzung über die wichtigsten CR-Aktivitäten der Bank am Standort Düsseldorf informiert, Anregungen werden aufgegriffen. Eine Arbeitsrichtlinie regelt die internen Prozesse zum Spendenwesen der Bank.
Die apoBank hat in den vergangenen Geschäftsjahren die apoBank-Stiftung mit einem Stiftungskapital von 13 Mio. EUR ausgestattet. Zuletzt erfolgte im Jahr 2017 eine Zustiftung von 3 Mio. Euro. Im Jahr 2018 erfolgten keine Zustiftungen in das Stiftungsvermögen.
Die apoBank wendete 2018 für gemeinnützige Zwecke und Einrichtungen 288.000 Euro auf.

Engagement der Mitarbeiter
Auch das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter ist der apoBank ein wichtiges Anliegen. In einer unternehmensweiten Engagementbörse können Mitarbeiter gemeinnützige Projekte zur Förderung vorschlagen, für die sie sich selbst privat engagieren. Einmal im Jahr entscheidet eine Mitarbeiterumfrage, welche drei dieser Projekte tatsächlich eine Unterstützung durch die apoBank erhalten. Zum Weihnachtsfest 2018 hat das Haus zudem eine "Spenden statt schenken"-Aktion für Kunden zugunsten der sozialen Mitarbeiterprojekte durchgeführt.