17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Bundesdruckerei-Gruppe bzw. die für sie handelnden Personen halten sich an die geltenden Gesetze und achten insbesondere das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, in dessen Artikel 1 die Wahrung der Menschenrechte als oberstes Gebot verankert ist. Unser Ziel ist es, die Menschenrechte ausnahmslos zu wahren. Im Rahmen unseres Compliance Management Systems, deren Gesamtverantwortung bei der Geschäftsführung liegt, stellen wir in regelmäßigen Prüfungen sicher, dass auch Lieferanten und Dienstleister ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen (s. Kriterium 20). 2020 wurden keinerlei negative Vorkommnisse gemeldet.

Das Bekenntnis zur Wahrung der Menschenrechte und der Ablehnung von Kinder­ und Zwangsarbeit bekräftigen wir bei der Bundesdruckerei GmbH, der Maurer Electronics GmbH und iNCO SpóÅ‚ka z o.o. durch die Leitlinie Verhalten im Unternehmen“. Diese bezieht sich konkret auf Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes und die Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation der Vereinten Nationen. Anlässlich der neuen Organisationsstruktur der Bundesdruckerei-Gruppe seit 1.12.2020 werden wir in den Jahren 2021/2022 einen einheitlichen Verhaltenskodex für die gesamte Gruppe entwickeln, der entsprechende menschenrechtliche Standards übergreifend definiert und festschreibt.

Die Lieferanten und Dienstleister mit denen die Bundesdruckerei-Gruppe zusammenarbeitet sind zu etwa 95% in Deutschland und der EU ansässig. Aufgrund strenger Vorgaben und Gesetze auf nationaler und europäischer Ebene bestehen daher keine wesentlichen Risiken negativer Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit oder Produkte auf Menschenrechte. Auch bezüglich der unwesentlichen Risiken wollen wir unserer Sorgfaltspflicht in vollem Umfang gerecht werden und führen risikoabhängige Compliance-Prüfungen bei Lieferanten und anderen Geschäftspartnern mit einem höheren Risikopotential (z. B. in Bezug auf die Roh- und Hilfsstoff-Beschaffung) durch und berichten über zentrale Erkenntnisse quartalsweise an die Geschäftsführung. Hier werden wir künftig in einem verhältnismäßigen Umfang zusätzliche Menschenrechtsaspekte bewerten. Zudem verpflichten sich unsere Lieferanten durch Zustimmung zu den Allgemeinen Einkaufsbedingungen, gesetzliche und soziale Bestimmungen (z. B. Einhaltung des Mindestlohns) zu befolgen.

2020 hat die Bundesdruckerei-Gruppe auf ihrer Internetseite einen zentralen Beschwerdemechanismus eingeführt. Dabei handelt es sich um ein anonymes und verschlüsseltes Hinweisgebersystem (Whistleblowing-System). Über dieses System kann jeder Angestellter und externer Geschäftspartner Missstände und Verdachte auf Fehlverhalten – auch in Bezug auf Menschenrechtsaspekte – melden. Mit diesem Instrument stellen wir sicher, dass unsere Werte und Unternehmensprinzipien gewahrt sowie das Vertrauen unserer Kunden, Partner und der Öffentlichkeit erhalten bleiben.