17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften ist für die Bundesdruckerei-Gruppe eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehört auch, dass sie bzw. die für sie handelnden Personen, die Menschenrechte achten. Ihren Standpunkt zur Wahrung der Menschenrechte und der Ablehnung von Kinder- und Zwangsarbeit macht die Bundesdruckerei-Gruppe in der Leitlinie „Verhalten im Unternehmen“ klar. Sie orientiert sich an den Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation der Vereinten Nationen (ILO). Darüber hinaus ist es für die Bundesdruckerei-Gruppe selbstverständlich, für ihre Mitarbeiter für Gleichbehandlung, faire Arbeitsbedingungen, angemessene Bezahlung (Tarifvertrag) sowie für die Vereinigungsfreiheit, Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Altersvorsorge zu sorgen.

Der Großteil der Lieferanten der Bundesdruckerei-Gruppe ist in Deutschland ansässig, so dass strenge nationale Vorgaben und Gesetze in Bezug auf Menschenrechte eingehalten werden und keine Risiken hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen bestehen. Aus diesem Grund ergeben sich für die Bundesdruckerei-Gruppe keine strategischen Konsequenzen und Ziele. Um dennoch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, führt die Bundesdruckerei-Gruppe risikoabhängig Compliance-Checks für Geschäftspartner durch. Dabei werden Berater, Agenten und Handelsvertreter grundsätzlich überprüft. Zudem verpflichten sich die Lieferanten den gültigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zuzustimmen, womit sie der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen über den Mindestlohn zustimmen.

Seit 2015 müssen Geschäftspartner auch eine Compliance-Erklärung ausfüllen, mit der sie sich zur Einhaltung der Menschenrechte und Menschenwürde und zum Verbot der Zwangsarbeit und Kinderarbeit verpflichten. Die Vorlage der geforderten Selbstverpflichtungen ist Voraussetzung für die Geschäftsbeziehung.