17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Im Zuge des weiteren Ausbaus der Nachhaltigkeitsstrategie erstellt SÜLZLE aktuell eine Beschaffungsrichtlinie und wird diese mit der SÜLZLE Compliance Richtlinie gemeinsam für Lieferanten als verbindlich setzen. Die Beschaffungsrichtlinie soll bis Ende 2022 fertiggestellt und in 2023 umgesetzt werden.

SÜLZLE bewertet und analysiert Menschenrechte innerhalb der Lieferkette ausschließlich bei unmittelbaren Lieferanten. Der SÜLZLE Beschaffungsmarkt befindet sich weitgehend innerhalb der EU. Lieferanten aus Drittstaaten wurden über CSR-Risikochecks zu den jeweiligen Staaten bewertet. Einzig die Volksrepublik China sowie die Türkei wurden hier als Länder mit CSR-Risiken ermittelt. Beide Länder nehmen jedoch innerhalb der SÜLZLE Gruppe eine untergeordnete Rolle im Beschaffungsmarkt ein. Sofern möglich, verschafft sich SÜLZLE einen Einblick zum Lieferanten in Besuchen. Dieser findet z. B. bei einem Lieferanten in der Türkei regelmäßig statt. Auffälligkeiten konnten hierbei nicht festgestellt werden. Hinsichtlich der Volksrepublik China ist sich SÜLZLE des Risikos bewusst, verfügt aber einerseits nicht über die Marktmacht, Änderungen herbeizuführen und unterliegt andererseits auch wirtschaftlichen Zwängen.

Potenzielle Risiken sieht SÜLZLE im Bereich Nachunternehmen im Bauhauptgewerbe sowie in Werkverträgen in den Biegebetrieben. Daher hat sich SÜLZLE in der Vergangenheit das Ziel gesetzt mit einem professionellen Nachunternehmermanagement diesen Risiken vorzubeugen. Der Prozess ist im Unternehmen erfolgreich implementiert. SÜLZLE bewertet und wählt Lieferanten in diesem Bereich prozessgesteuert aus und dokumentiert relevante Unterlagen in entsprechenden Datenbanken. Aufgrund der Einstufung als potenziell risikobehafteter Bereich werden diese Lieferanten ständig auf Vorliegen der relevanten Nachweise überwacht. Auffälligkeiten werden eingestuft und je nach Auswirkung sanktioniert. Dies kann bis zur Sperrung des Lieferanten führen.