17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Menschenrechte

Als Menschenrechte gelten von Geburt an erworbene Rechte eines Individuums, die weder durch den Staat noch durch andere Individuen eingeschränkt werden dürfen. Wir fühlen uns zur Wahrung dieser Rechte im Unternehmen und auch in den Wertschöpfungsketten, an denen wir beteiligt sind, verpflichtet. Wir schließen daher sowohl bei den Eigenanlagen als auch bei der Kreditvergabe Investments bzw. Finanzierungen von Unternehmen aus, die in Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen gebracht werden. Wir ziehen hierzu Daten heran, die u.a. Auskunft über Verstöße gegen den UN Global Compact ausweisen.
Für das Investment in Länder haben wir uns ebenfalls strenge Vorgaben gesetzt. Grundsätzlich investiert die Edekabank bspw. nicht in Wertpapiere von Ländern, die die Todesstrafe vollziehen, oder in undemokratische Regime und Länder mit eingeschränkter Glaubensfreiheit. Unser Ziel ist es, über keinerlei Investment mehr zu verfügen, das diese Kriterien nicht erfüllt. 

Da wir überwiegend mit Partnern kooperieren, die ihren Unternehmenssitz in Deutschland haben, schätzen wir Menschenrechtsbezogene Risiken in unserer Lieferkette als gering ein. Dennoch lassen wir uns seit dem letzten Jahr im Rahmen der Nachhaltigkeitsabfrage vor Vertragsschluss die Einhaltung von Sozialstandards bestätigen. Dazu zählen ebenfalls Menschenrechte. Im Jahr 2021 wurden auf diese Weise bereits 9 % neu abgeschlossener Verträge auf diese Weise bewertet. Eine Überprüfung sozialer Auswirkungen, wie bspw. Menschenrechtsverletzungen, von Lieferanten hat aus Kapazitätsgründen nicht stattgefunden und ist auch nicht in Planung. Sofern möglich, ziehen wir zudem bei der Beschaffung von Produkten (z. B. Büromaterial) nachhaltige Gütesiegel heran, die neben ökologische auch arbeits- und sozialrechtliche Kriterien beachten. Rechtlich verbindliche Menschenrechtsklauseln sind in Investitionsvereinbarungen bisher nicht enthalten.