17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Bayerische ist in Deutschland tätig und die Einhaltung der Menschrechte ist hier nicht gefährdet.
Zwangs- und Kinderarbeit sind in Deutschland und der EU gesetzlich verboten.

Die Bayerische sieht den strategischen Hebel für Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage und wendet als Unterzeichnerin seit 2017 die Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (UN-PRI) an. Um die Nachhaltigkeit unseres Portfolios sicherzustellen, wurde MSCI ESG Research mit der laufenden Beobachtung der Kapitalanlagen beauftragt. Die Klassifikation erfolgt in 7 Ratingstufen CCC (schlecht) bis AAA (sehr gut). Die Kapitalanlage der Bayerischen schneidet Ende 2018 insgesamt mit „gut“ ab. Es ergibt sich ein ESG Quality Score von 6,3 bei den Fonds und 6,1 bei den Direktanlagen (Skala von 0 bis 10), Stand 31.12.2018.

Für das Jahr 2021 ist die Überarbeitung der Ausschlusskriterien in der Anlagestrategie der Bayerischen vorgesehen. Es ist geplant die nun noch tolerierten 10% auf 0% zu senken. Zudem sollen zusätzlich zum bisherigen Kriterienkatalog Direktinvestitionen in die Erdölförderung sowie in unkonventionelle Fördermethoden von Erdöl und Erdgas (Fracking, Ölsand) ausgeschlossen werden. Zusätzlich ist geplant, Investitionen der Bayerischen in Unternehmen auszuschließen, die mehr 10 Prozent in folgenden Bereichen erwirtschaften:
- Jegliche Art von Kriegswaffen: Produktion
- Betrieb von Kohlekraftwerken
- Kohleförderung
- Erdölförderung
- Unkonventionelle Fördermethoden von Erdöl und Erdgas (Fracking, Ölsand)
- Betrieb von Atomkraftwerken
- Abbau von Uran
- Tabak (Produktion und Vertrieb von Tabak und Tabakwaren)
- Glücksspiel (Produktion, Betrieb & Vertrieb)
- Pornografie (Produktion und Vertrieb)
- Cannabis & sonstige Drogen (Produktion und Vertrieb)  

Das aktuelle Fachkonzept für nachhaltige Anlagepolitik, sowie die angewandten Ausschlusskriterien findet man auf der Webseite der Bayerischen unter folgendem Link: https://www.diebayerische.de/nachhaltigkeit/oekonomie-und-kapitalanlagen/

Die Bayerische pflegt mit allen Lieferpartnern einen partnerschaftlichen Umgang unter Einhaltung von allen nationalen und internationalen Standards und Gesetzen. Dazu gehören insbesondere Grund- und Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und der Ausschluss von Geldwäsche, Bestechung und Korruption. Das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer direkten Lieferkette bewerten wir als gering. Entsprechende Unternehmensrichtlinien wurden verabschiedet und Prüfungen werden im Verdachtsfall durchgeführt.

Für das Jahr 2021 ist zusätzlich vorgesehen, zu prüfen, ob von Lieferpartnern Nachweise über Nachhaltigkeitsmaßnahmen verlangt werden sollen.
Aus Sicht der Bayerischen ergeben sich durch die eigene Geschäftstätigkeit bisher keine besonderen Risiken für die Menschrechte. Aktuell kann noch nicht über konkrete Ziele im Bereich der Kapitalanlage berichtet werden, da diese unter anderem anhand der Transparenzverordnung, welche am 10.03.2021 in Kraft tritt, geprüft sollen werden bzw. daraus abgeleitet werden. Im Folgejahr können hierzu nähere Informationen zur Verfügung gestellt und über Ziele berichtet werden.