17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für die Kreissparkasse Ostalb gehört die Achtung der Menschenrechte zu ihrem Selbstverständnis. Potenzielle Risiken analysieren wir regelmäßig unter Nutzung externer Expertise, z. B. bei unseren Eigenanlagen. Zur Minimierung potenzieller Risiken definieren wir entsprechende Nachhaltigkeitsstandards.  

Umgang mit Menschenrechtsaspekten im Kerngeschäft
Bei unseren Eigenanlagen berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsaspekte und führen regelmäßig Nachhaltigkeitsanalysen unserer Bestände durch. Dafür nutzen wir die sogenannte Blacklist des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, die die Researchagentur ISS oekom entwickelt hat. Auf dieser Liste sind Unternehmen enthalten, die gegen die Prinzipien des UN Global Compact verstoßen. Dies beinhaltet unter anderem Verstöße gegen Menschrechtsstandards und die Kernarbeitsnormen der ILO (z. B. Kinderarbeit, Zwangsarbeit). Ziel ist es, dass mindestens 95% unserer Direktanlagen die Kriterien des UN Global Compact erfüllen. Die Zielerreichung wird regelmäßig geprüft. Zusätzlich wurde unser Wertpapierspezialfonds nach den MSCI-ESG-Kriterien untersucht. Es ergab sich per 31.12.2019 ein MSCI-ESG-Durchschnittsrating der Anlagen im Wertpapierspezialfonds von „A“.

Umgang mit Menschenrechtsaspekten in unserem Geschäftsbetrieb
Wir unterhalten ausschließlich Geschäftsstandorte im Ostalbkreis. Insofern ist die Einhaltung der Menschenrechte in unserer eigenen Geschäftstätigkeit gewährleistet bzw. das Risiko durch die Einhaltung der gesetzlichen Standards in Deutschland minimal. Beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen bevorzugen wir Dienstleister und Handwerker aus unserer Region. Bei ansonsten vergleichbaren Angeboten beauftragen wir bevorzugt Dienstleister, die oder deren Produkte durch Nachhaltigkeitssiegel zertifiziert sind.  Um darüber hinaus Nachhaltigkeitsrisiken in unserer Wertschöpfungskette zu minimieren und einen positiven Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung zu nehmen, verpflichten wir unsere Lieferanten und Dienstleister zukünftig uns zu bestätigen, dass sie sich an die wesentlichen nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsstandards halten. Dies beinhaltet eine Selbstverpflichtung zu folgenden Themen: Menschen- und Arbeitsrechte (ILO-Kernarbeitsnormen), Einhaltung von Gesetzen, Vermeidung von Bestechung und Korruption, Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Arbeitsschutz und faire Entlohnung.  

Aufgrund der mit den beschriebenen Maßnahmen einhergehenden geringen Risikolage sehen wir keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln.