17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die WERTGARANTIE Group ist ausschließlich auf dem europäischen Markt tätig. Dies gilt sowohl für den Vertrieb der eigenen Produkte als auch für den Einkauf externer Dienstleistungen und Produkte. Alle Aktivitäten entsprechen den hiesigen Gesetzgebungen, in Deutschland entsprechend dem AGG, JAG, BetrVG usw. Die WERTGARANTIE Group verstößt im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten weder selbst gegen Menschenrechte noch werden Missstände in der (gesamten) Lieferkette toleriert. Aus der Geschäftsstätigkeit als Versicherungsdienstleister resultieren bei den direkten Zulieferern innerhalb der EU hinsichtlich von Menschenrechtsverletzungen geringe Risiken. Aus Gründen der Wesentlichkeit ist in diesem Bereich kein umfassendes Konzept vorhanden, da die Tätigkeit in Europa keine großen Risiken birgt. Der Passus Menschen- und Persönlichkeitsrechte befindet sich in der Leitlinie zur Auswahl der Lieferanten und Dienstleister. Das Kapitel Menschenrechte berücksichtigt die UN Bill of Human Rights, die ILO-Kernarbeitsnormen, die OECD-Grundsätze sowie geltendes nationales Gesetz.   

Die WERTGARANTIE Group nimmt diesbezüglich ihre Sorgfaltspflicht dennoch wahr und gibt ihren Mitarbeitern mit der „Leitlinie zur Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern“ eine Orientierungshilfe an die Hand. Entlang definierter sozialer und ökologischer Kriterien kann so eine Bewertung und Einstufung der direkten Geschäftspartner in der Lieferkette erfolgen. In den anhängigen Prüfplänen wird abgefragt, ob die Lieferanten und Dienstleister die Menschenrechte und Persönlichkeitsrechte wahren sowie Kinder-/Zwangs- und Schwarzarbeit bzw. Diskriminierung ausschließen können. Darüber hinaus wird die Einhaltung weiterer nationaler Regelwerke in den jeweiligen europäischen Ländern zu Themen wie strafrechtliche Regelungen zu Korruption und Bestechung und datenschutzrechtliche Regelungen abgefragt. Die Leitlinie wurde 2020 aktualisiert und ist auf alle Unternehmen der WERTGARANTIE Group anwendbar. Mit Fragebögen stellt die WERTGARANTIE Group auch gegenüber Lieferanten sicher, dass innerhalb der Lieferkette der Wahrung von Menschenrechten und Arbeitnehmerbelangen entsprochen wird. 

Die Unternehmensgruppe erwartet, dass auch die Vorlieferanten außerhalb der EU menschenrechtskonform agieren. Eine Überprüfung der Vorlieferkette erfolgt bisher indirekt durch die „Leitlinie zur Auswahl der direkten Lieferanten und Dienstleister“.  

Mit der Unterzeichnung des B.A.U.M.-Kodex für nachhaltiges Wirtschaften bekennt sich die WERTGARANTIE Group auch nach außen zur Einhaltung der Menschenrechte und zum Einsatz für gerechte Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern. Unterzeichner des Kodex wenden sich zudem gegen Kinderarbeit und sonstige Ausbeutung sowie gegen Korruption (https://www.baumev.de/Kodex.html).