17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Sparkasse Heidelberg hat das Thema Menschenrechte in ihren nachhaltigkeitsstrategischen Aussagen in der Geschäftsstrategie und in den Leitsätzen der Nachhaltigkeit verankert.

Das Konzept basiert auf folgenden Säulen:
Unser Ziel ist es, unsere Geschäftstätigkeit - unter Einhaltung der internationalen, anerkannten Standards - weiterhin ohne Menschenrechtsverletzungen ausüben zu können. Maßnahmen hierfür sind die Einhaltung der einschlägigen deutschen und EU-Gesetzgebung zu Menschen- und Arbeitnehmerrechten (z. B. der geltenden Grundrechte im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 1 - 19). Dies ist auch implizit in unserem Wertekodex verankert: „Wir respektieren in unserem Gegenüber den Menschen. Verschiedenartigkeit sehen wir als Stärke. Unser Umgang miteinander ist geprägt von Respekt für die Leistungen und Meinungen anderer sowie Verständnis und Anerkennung unterschiedlicher Kulturen.“ So haben wir im Jahr 2019 die Charta der Vielfalt unterzeichnet.

Unsere internen Bereiche Innenrevision, Compliance prüfen bzw. berichten über die Einhaltung der Gesetze und Normen in mindestens jährlichen Berichten. Sie werden dem Vorstand und dem Verwaltungsrat vorgelegt und erörtert. Die Aussprache mit dem Personalrat findet in Quartalsgesprächen mit dem Vorstand statt. Der Vorstand ist auf diese Weise angemessen eingebunden.

Aufgrund der Wirksamkeit dieses Konzepts haben wir bislang keine Verstöße gegen Menschenrechte feststellen können.

Durch den Einsatz der Lieferantenrichtlinie beabsichtigen wir, das Risiko beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen gering zu halten. Wobei uns hier der Grundsatz unterstützt, Dienstleister und Handwerker aus unserer Region zu bevorzugen. Insbesondere bei großen Ausschreibungen wie etwa im Baugewerbe achten wir auf die Vergabe an ortsansässige, renommierte Dienstleister. Falls Subunternehmer beauftragt werden, gelten für diese dieselben Maßstäbe der Ortsansässigkeit und Vertrauenswürdigkeit. Darüber hinaus haben wir zum 01.01.2018 eine Lieferantenrichtlinie verabschiedet, die unsere Lieferanten und Dienstleister verpflichtet, die Kernarbeitsnormen der ILO zu beachten und damit u. a. auf Kinder- und Zwangsarbeit zu verzichten. Diese Vereinbarung lassen wir sukzessive von unseren aktuellen Lieferanten und Dienstleistern unterzeichnen lassen.

Ein Risiko aus der Nichteinhaltung von Menschenrechten im Eigenbetrieb ist aufgrund der grundlegenden Prinzipien der Sparkasse Heidelberg, der politischen Rahmenbedingungen und geltendem Recht nicht identifizierbar.

Die Risiken im Bereich der Eigenanlagen können aus Investitionen in Unternehmen auftreten, welche Menschenrechte nicht einhalten. Diese Thematik wird mit Hilfe des Filtersystems der Ratingagentur imug geprüft und überwacht. Durch eine breite Streuung der Eigenanlagen werden Risiken gegenüber einzelnen Unternehmen minimiert. Durch die Kombination von Überwachung und der grundsätzlich niedrigen Investmenthöhe sind die Risiken aus Menschenrechtsverletzungen in den Eigenanlagen als unwesentlich einzustufen.

Im Kundengeschäft ist das Risiko aus Verletzung von Menschenrechten durch das grundsätzlich konservative Geschäftsmodell und das regionale Kundenportfolio als unwesentlich einzustufen. Die Umsetzung des regionalen Förderauftrags bei der Kreditvergabepraxis spielen hierbei auch eine Rolle.