17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Wir orientieren uns bei unserem Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit an unserem Mutterkonzern Coop, der im Allgemeinen und bzgl. Menschenrechte bereits vielfältige Vorgaben, Prozesse und Maßnahmen umsetzt. Das Thema Menschenrechte findet innerhalb unserer Nachhaltigkeitsstrategie starke Berücksichtigung - etwa mit unseren Richtlinien, die u. a. in Kriterium 4 behandelt werden -, aber nicht in Form eines eigenen Ziels.

Für Transgourmet Deutschland als Unternehmen ohne Standorte im Ausland ist die Einhaltung der Menschenrechte aufgrund sehr geringer Risiken im Inland ausschließlich für vorgelagerte Stufen der Wertschöpfungskette ein kritisches Thema. Im Rahmen der regelmäßigen risikoorientierten Prüfungsplanung ergaben sich wiederholt keine Risiken im Hinblick auf eine Verletzung der Menschenrechte für Transgourmet. Davon abgesehen gibt unser Code of Conduct verbindliche Verhaltensregeln vor, die Verstöße gegen das Gesetz klar verurteilen und entsprechende Sanktionen vorsehen.

Wir nehmen an der Lieferantenbewertung auf Basis der Nachhaltigkeits-Rating-Plattform Ecovadis teil. In diesem umfangreichen Fragebogen sind auch Fragen zu Menschenrechten enthalten. Dies bezieht sich auf unsere direkten Geschäftspartner. Ein erstes Pilotprojekt erfolgte hierzu bereits mit einer kleinen Auswahl an Lieferanten in 2019. Auf freiwilliger Basis haben wir zudem 2019 am Monitoring des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) teilgenommen, mit dem die deutsche Bundesregierung die Menschenrechtslage entlang globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten verbessern will.

Unsere Richtlinie für nachhaltige Beschaffung stellt neben der Einhaltung der Menschenrechte auch weitere soziale Anforderungen wie die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen an unsere Lieferanten. Zudem finden im Rahmen unserer IFS-Zertifizierung Lieferantenaudits statt. Daneben gehen wir in unseren Richtlinien für Kritische Rohstoffe, die sukzessive eingeführt werden, gesondert auf soziale und ökologische Themen ein, die jeweils bestimmte Rohstoffe betreffen. Damit erhöhen wir gezielt die Anforderungen an Produktionsstandards. Zusätzlich fördern wir innerhalb unseres Sortiments fair gehandelte Produkte, die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Ländern des globalen Südens beitragen.