16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Sparkasse am Niederrhein legt Wert auf gut ausgebildete Beschäftigte, denn sie sind die Basis ihres Erfolgs. Sie gibt jedes Jahr jungen Menschen die Möglichkeit, eine Ausbildung zu erhalten. Nach Betrachtung des Gesamtpersonalbedarfs und bei persönlicher Eignung bietet die Sparkasse die Übernahme in ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis an. So wurden 11von 13 Auszubildenden, die in 2021 ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, in ein Angestelltenverhältnis übernommen.

Mit 44 Auszubildenden zum 31.Dezember 2021 gehört die Sparkasse am Niederrhein zu den größten Ausbildungsbetrieben in ihrem Geschäftsgebiet. Über noch nicht besetzte Ausbildungsplätze wird in den Medien berichtet, um möglichst viele junge Menschen auf die Möglichkeit einer qualifizierten Ausbildung aufmerksam zu machen. Gerne will die Sparkasse am Niederrhein auch in den Jahren 2022 und 2023 wieder jeweils 15 Ausbildungsplätze besetzen.  

Durch Fortbildungsangebote ermöglicht die Sparkasse ihren Angestellten langfristige berufliche Perspektiven. Deshalb ist es möglich, Fach- und Führungspositionen überwiegend aus dem vorhandenen Personalbestand zu besetzen. Erklärtes Ziel ist es, Fach- und Führungspositionen auch weiterhin vornehmlich intern zu besetzen. Im Berichtsjahr konnten 12 von 12 Positionen intern besetzt werden.

Der Qualifizierungsbedarf wurde auf Institutsebene festgelegt. Ergänzend hat die Sparkasse die Basisqualifikationen für die Markt-, Marktservice- und Stabsbereiche definiert. Für die Mitarbeitenden, die nach Abschluss ihrer Ausbildung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eintreten, ist vorgesehen, dass sie innerhalb eines Zeitraumes von rund 2,5 Jahren zu 100 % die Weiterbildung als Sparkassenfachwirt/in absolvieren. Dieses Ziel wurde im Berichtsjahr 2021 für die Ausbildungsabsolventen des Prüfungsjahres 2019 zu 100 % erreicht.

Adäquate nebenberuflich absolvierte Qualifizierungsmaßnahmen werden anerkannt und zum Beispiel mit tageweisen Freistellungen gefördert. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Sparkasse die Qualifizierungskosten teilweise oder vollständig.  

Sechs Angestellte besuchten in 2021 auf Veranlassung der Sparkasse Studiengänge und Fachseminare der Sparkassen-Finanzgruppe, um sich im Hinblick auf ihren jeweiligen Einsatzbereich weiterzubilden.

Weiterbildungsverpflichtungen aus (aufsichts-)rechtlichen Vorgaben, zum Beispiel für den Versicherungsvertrieb oder die Beratung in Finanzinstrumenten, werden konstruktiv und konsequent umgesetzt. So haben in 2021 167 Beraterinnen und Berater mit Wertpapier-Beratungskompetenz und 222 mit dem Versicherungsvertrieb befasste Beschäftigte ihre Qualifikationen durch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen aufrechterhalten. Auch für 2022 wurde ein attraktives Weiterbildungsangebot für die relevanten Zielgruppen geplant. Der in 2020 durch die Corona-Pandemie ausgelöste Wandel in den Weiterbildungsaktivitäten hat sich in 2021 fortgesetzt: 76 % der Weiterbildungstage entfielen in diesem Jahr auf Online-basierte Lernformate (E-Learnings und Online-Seminare), während in 2019 noch über 90 Prozent der Weiterbildungsmaßnahmen in Präsenzform durchgeführt wurden. Die Sparkasse am Niederrhein plant, in der Weiterbildung auch in Zukunft überall dort auf Online-Formate zurückzugreifen, wo dies didaktisch sinnvoll ist.  

Wesentliche Risiken aus der Geschäftstätigkeit der Sparkasse die wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Qualifizierung haben, wurden durch die Sparkasse am Niederrhein nicht festgestellt. Bei neuen oder geänderten Produkten und Dienstleistungen werden soweit erforderlich Schulungsmaßnahmen angeboten. Der Austausch der Mitarbeitenden in Teamrunden zur Qualifizierung, auch mit Beteiligung von Kolleginnen oder Kollegen aus angrenzenden Fachbereichen, ist erwünscht. Der Wissenstransfer wird hierbei durch die Führungskräfte moderiert.