16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Demografischer Wandel

Bei Personalentwicklung und -gewinnung kommen wegen des demografischen Wandels Herausforderungen auf uns zu. Unsere Belegschaft altert, zudem fehlt qualifizierter Nachwuchs. Resultierenden Risiken begegnen wir wie folgt: Wir wollen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit unserer Mitarbeiter*innen bis ins Alter mittels individuellen Weiterbildungsangeboten und umfassendem Gesundheitsmanagement erhalten. Außerdem wollen wir kontinuierlich junge Menschen über eine Berufsausbildung für uns gewinnen und halten. Und wir achten bei der Einstellung neuer Mitarbeiter*innen darauf, dass Abteilungen und Teams altersgemischt sind.

Gesundheitsmanagement

Die Sicherheit unserer Beschäftigten in ihrem Arbeitsalltag, ob im Büro oder unterwegs in den Quartieren, hat für uns höchste Priorität. Unser Ziel ist es, dass Unfälle und gesundheitliche Beeinträchtigung gar nicht erst entstehen. Ein Arbeitsschutzausschuss koordiniert die dafür notwendigen Maßnahmen. Unser Arbeitsschutzausschuss (ASA) tagt vierteljährlich und bewertet die eingeführten Schutzmaßnahmen einerseits durch Begehungen der Arbeitsplätze, andererseits mittels Gesprächen mit betroffenen Mitarbeitern*innen. In Zusammenarbeit mit dem ASA und dem Betriebsrat wurde ebenfalls eine Betriebsvereinbarung zur Gefährdungsbeurteilung an den Arbeitsplätzen geschlossen. Diese Betriebsvereinbarung wurde im Oktober 2018 abgeschlossen. Sie versteht sich als präventive Maßnahme, um die Bedingungen am Arbeitsplatz gesundheitsgerecht zu gestalten und unsere Mitarbeiter vor etwaigen Gefahren zu schützen.


Es kommt vor, dass Mitarbeiter*innen innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen am Stück oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Dann findet unser BEM-Team („Betriebliches Eingliederungsmanagement“-Team, bestehend aus der Betriebsratsvorsitzenden, den Personalreferent*innen sowie bei Bedarf der Schwerbehindertenvertretung) mit den Betroffenen Lösungen für die Arbeitsplatzrückkehr – etwa individuelle Maßnahmen, die wir als Unternehmen unterstützen oder anstoßen können. Erneuter Arbeitsunfähigkeit möchten wir vorbeugen.

Die betriebliche Gesundheitsförderung wird durch die Arbeitsgruppe „GESOvital“ betreut, die aus Mitarbeiter*innen der Personalabteilung, der internen Kommunikation sowie einer Vertreterin des Betriebsrates und der Frauenvertretung besteht. Darüber hinaus soll das Team „GESOVital“ vergrößert werden, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen aber auch der unterschiedlichen Bereiche bei der Entwicklung von Maßnahmen besser berücksichtigen zu können und um bestmöglich alle Interessengruppen vertreten zu können. Das Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es dabei vor allem, das Gesundheitsbewusstsein aller Mitarbeiter*innen durch ein vielfältiges und spannendes Angebot zu stärken. Besonders der Mangel an Bewegung durch Bürotätigkeiten und psychische Belastungen sind Herausforderungen, die durch ein Angebot für alle Arbeitnehmergruppen angegangen wird. Über den Status der Maßnahmen, die hier entwickelt und durchgeführt werden, und über Gesundheitsthemen generell berichtet die Arbeitsgruppe regelmäßig im Intranet. Über die Mitarbeiterjahresgespräche und -befragungen werden die Maßnahmen evaluiert.

Auch kooperieren wir mit einem externen Betriebsarzt. Er bietet den Mitarbeiter*innen neben gesetzlichen Pflichtleistungen (z. B. Vorsorgeuntersuchung für Bildschirmarbeitsplätze) kostenfreie Zusatzangebote an.

(Weiter-)Bildung

Bei regelmäßigen internen Diskussionsrunden stellen Beschäftigte Themen und Projekte vor – etwa das betriebliche Mobilitätskonzept oder Partizipation im Wohnungsbau. Interessierte können bereichsübergreifend teilnehmen. Pandemiebedingt findet das Format aktuell online statt.



Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Unternehmenskultur, S. 51ff.
Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Nachhaltigkeit in Zahlen, S. 110ff.