16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Auch in einem von Covid-19 geprägten Jahr waren wir bestrebt, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein breit gefächertes Lernangebot zur Verfügung zu stellen, denn Qualifizierung und Weiterbildung sind entscheidende Voraussetzungen für die berufliche Entwicklung. Die Bildungsmaßnahmen wurden im Jahr 2020 rund 4.400 Mal genutzt (Vorjahr: 9.000). Ab Ende März 2020 konnten pandemiebedingt nur noch Veranstaltungen durchgeführt werden, die eine dringende betriebliche Notwendigkeit aufwiesen oder als digitale Formate umsetzbar waren. Hierunter fallen auch zahlreiche Lernangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte zu modernen, flexiblen Arbeits- und Führungsmethoden, u. a. zur Zusammenarbeit in virtuellen Teams.

Webbasierte Trainings mit vielfältigen Videos und Übungsaufgaben sind fest im HR.lerncampus rund
ums Bankwissen und in den fachbereichsspezifischen Lernprogrammen integriert. Auch für Methoden-
und Sozialkompetenz bieten wir digitale Formate an, z. B. die E-Learning-Programme »Erfolgreiche
Konfliktlösung« oder »Selbstorganisation optimieren«. Bei diesen Selbstlernprogrammen können
Lerninhalte wie auch das Tempo individuell gesteuert werden. Sie tragen zu einem effizienten Wissenserwerb und einer nachhaltigen Kompetenzentwicklung bei.

Ziel in 2021 ist u. a., dass alle Mitarbeitenden ein Web Based Training "Nachhaltigkeit in der LBBW" als Pflichtschulung durchführen müssen. Ein spezielles Schulungskonzept für den Vertrieb ist ergänzend zu erstellen.
2020 war als Ziel die Durchführung einer Präsenzschulung für das Senior Management zum Code of Conduct (enthält Nachhaltigkeitsaspekte) und weiteren Compliance-Themen statt. 
Durch die Durchführung von Pflicht-Schulungen zur Nachhaltigkeit wird sicher gestellt, dass die Mitarbeitenden in der Lage sind, wesentliche Nachhaltigkeitsrisiken zu erkennen und zu managen.

Der Bedarf für Schulungen und Weiterbildungen in der LBBW wird im Rahmen der jährlichen Personalplanungsrunde gemeinsam mit den Fachbereichen ermittelt. Der individuelle Bildungsbedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird im Dialog mit der Führungskraft erhoben. Pflichtschulungen,
die aus gesetzlichen Vorgaben resultieren, werden von den zuständigen Fachbereichen organisiert und nachgehalten (z. B. zu den Themen Geldwäsche, Betrugsprävention, Datenschutz etc.), in der Regel
handelt es sich um Selbstlernprogramme. Das Lernprogramm zu Betrugsprävention und Nachhaltigkeit
müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Drei-Jahres-Rhythmus absolvieren. Dabei wird im Nachhaltigkeitsteil z. B. zu den Themen Nachhaltigkeitspolitik, nachhaltige Geldanlagen, 
Kreditprozess und zu Menschenrechtsaspekten geschult. Die internen und externen Weiterbildungsmöglichkeiten können auch von Beschäftigten an internationalen Standorten genutzt werden. Zudem unterstützen wir die Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Förderung nebenberuflicher Studiengänge.

Wer die Arbeitsweisen und Strukturen in einer anderen Organisationseinheit kennenlernen möchte,
um für den eigenen Job neue Impulse zu gewinnen oder andere Perspektiven besser zu verstehen,
dem bieten wir die Möglichkeit einer temporären Job-Hospitation. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
wie auch Führungskräfte können so bis zu einer Woche den Arbeitsalltag in einer anderen Abteilung
miterleben und sich mit dem dortigen Team vernetzen.