16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Im Feuerbestattungswesen gibt es bislang keinen (technisch-gewerblichen) Ausbildungsberuf und kaum Weiterbildungsmöglichkeiten. Als Einstellungsvoraussetzung für diesen Bereich haben wir eine handwerkliche oder technische Ausbildung und bestenfalls eine entsprechende Berufserfahrung festgelegt. Die Einarbeitung in die Kremationstechnik erfolgt durch den technischen Leiter und erfahrene Mitarbeiter. Die Ausbildung und Berufserfahrung der Mitarbeiter soll aber genutzt werden, soweit sie für unser Unternehmen, insbesondere für den Erhalt unserer technischen Anlagen förderlich ist. So nehmen Mitarbeiter im Auftrag und auf Kosten des Unternehmens an Weiterbildungsmaßnahmen z.B. mit umwelttechnischem und -rechtlichen Bezug teil. Diese Weiterbildungen und ggf. erforderliche Wiederholungen werden mit Hilfe eines Schulungsplans dokumentiert.

Eine Zielsetzung ist, im neuen Verwaltungsgebäude in Osmünde unter Federführung der FUNUS Stiftung eine Akademie einzurichten, in der Seminare und Workshops mit bestattungskulturellem Bezug – gerade auch für das Feuerbestattungswesen – durchgeführt werden sollen. Hiervon sollen natürlich auch unsere eigenen Mitarbeiter profitieren. Über ein entsprechendes Netzwerk an Referenten verfügt die FUNUS Stiftung bereits, gleichwohl ist mit einer Umsetzung dieses Ziels nicht vor 2021 zu rechnen.

(Kaufmännische) Ausbildungsplätze existieren bisher nicht, was aber hauptsächlich der räumlichen Situation geschuldet ist. Sobald wir in das neue Verwaltungsgebäude in Osmünde umgezogen sind, werden wir auch ausbilden. 

Ein großes Risiko besteht in einer gewissen "Betriebsblindheit". Mangels externer Qualifizierungsmaßnahmen schulen wir unsere Mitarbeiter zu 99% intern, d.h. Fehler, die sich möglicherweise seit Jahren eingeschlichen haben, werden weitergegeben. Ein Weiterbildungskonzept mit externen Fachleuten ist in Planung.