16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Wir entwickeln und fördern unsere Mitarbeitenden mit vielfältigen Weiterbildungsangeboten für fachliche und überfachliche Kompetenzen. Die Planung der Weiterbildung liegt dabei zunächst bei den Führungskräften. Das wichtigste Instrument in diesem Kontext ist das jährliche Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräch (MVG), in dem Aufgaben und Ziele besprochen werden und die Qualifizierungs- und Karriereplanung stattfindet. Bei den Promovierenden findet die Planung und strategische Begleitung der Karriere-Entwicklung im Thesis Advisory Committee statt, mit dem sich Promovierende alle sechs Monate treffen. Für Postdocs werden die MVGs ergänzt durch Career Planning Reviews durch das Postdoc Office PROCEED.

Darüber hinaus tragen Coaching- und Teamentwicklungsangebote wesentlich dazu bei, Ziele in den jeweiligen Teams zu vereinbaren und Aufgaben festzulegen. Qualifizierungsbedarfe können in der Folge leichter definiert und zielgerichteter umgesetzt werden.

Die Personalentwicklung, die Graduiertenschule POLMAR und PROCEED unterstützen Führungskräfte und Mitarbeitende bei der Umsetzung der Bedarfe, beraten zu passenden Maßnahmen und Instrumenten und bieten proaktive, häufig zielgruppenorientierte Angebote.

Auch die berufliche Ausbildung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung: Wir bilden an drei Standorten in acht Ausbildungsberufen aus und beschäftigen aktuell 36 Auszubildende.

Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft liegt bei 42,3 Jahren.  Viele unserer Arbeitsplätze stellen weniger ausgeprägte körperliche Anforderungen, so dass Mitarbeitende (v.a. auf wissenschaftlichen Stellen) teils ihre Tätigkeit für das AWI auf freiwilliger Basis über die Renten-Regelaltersgrenze hinaus fortsetzen (als „Senior Advisor“), wenn dies fürs AWI einen Gewinn darstellt und jüngere Mitarbeitende nicht in ihrer Entwicklung behindert.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement stellt aufgrund der diversen, teils ungewöhnlichen Arbeitsorte (u.a. im Expeditionsbetrieb) eine besondere Herausforderung dar. Die Bereiche Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Prävention werden durch die Stabsstelle HSE (Health, Safety and Environment) auf Basis aktueller Vorgaben und gesetzlicher Bestimmungen systematisch geplant, organisiert und auf dem aktuellen Stand gehalten. Im Arbeitskreis „Gesundheitszirkel“ werden mögliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung identifiziert, abgestimmt und zugänglich gemacht. Das AWI bietet seinen Mitarbeitenden u.a. eine individuelle medizinische Beratung durch den Betriebsarzt, eine psychosoziale Beratung, ein Firmenfitness-Programm, eine „Aktive Pause“ sowie Autogenes Training. Regelmäßig aktualisierte Informationen stehen für allen Mitarbeitenden auf der HSE-Intranetseite jederzeit zur Verfügung.

Risiken, die sich aus unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen o.ä. ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Qualifizierung haben könnten, sind uns nicht bekannt. Konkrete Zielsetzungen wurden für diesen Bereich bisher nicht definiert.