16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Als mittelständisches Unternehmen der Abfallbranche legt die AVG Köln großen Wert auf gut ausgebildetes und verantwortungsbewusstes Personal. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Mangels an Fachkräften einerseits und der ständig wachsenden Herausforderungen infolge rechtlicher Veränderungen und Novellierungen sowie der zunehmenden Bedürfnisse der Kunden andererseits haben Ausbildung und Weiterbildung für den Dienstleister einen besonderen Stellenwert.

Auf der Basis der jeweiligen Arbeitsbereiche bzw. Berufe der Mitarbeiter wird eine Erst-Qualifizierung im Rahmen der Ausbildungsangebote ermöglicht. Weiter- und Fortqualifizierungen werden bedarfsgerecht angeboten. Darüber hinaus finden Schulungen und Unterweisungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge statt.

Berufliche Weiterbildung dient nicht nur der Sicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch der beruflichen Handlungsfähigkeit der Belegschaft. Die Förderung der Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist deshalb besonders wichtig; neben der Stärkung der Fachkompetenz wird auch ausdrücklich Wert auf die Führungs-, Methoden- und Sozialkompetenz gelegt. Eine langfristige Personalplanung, kontinuierliche Nachwuchsgewinnung und zukunftsorientierte Weiterentwicklung sind die Basis dafür, Herausforderungen zu bewältigen und neue Möglichkeiten zu eröffnen. Die Personalentwicklung geht daher einher mit der Selbstverständlichkeit eines lebenslangen Lernens, das einen sehr hohen Stellenwert innerhalb des Unternehmens hat. Als eine Maßnahme der INQA (vgl. Kriterium 14) wurden die Grundsätze und Rahmenbedingungen von Personalentwicklungsmaßnahmen in der AVG Köln in einem neuen Konzept zusammengefasst und erweitert. Für eine noch bessere und zielgerichtete Erhebung des Qualifizierungsbedarfs entwickelte die Arbeitsgruppe einen Leitfaden für die Initiierung von jährlichen Personalentwicklungsgruppengesprächen.
 
Ausbildung und Ausbildungsförderung
 
Die AVG Köln beschäftigte 2020 im Durchschnitt insgesamt acht Auszubildende als Kauffrau/-mann für Büromanagement, Servicekraft sowie Fachkraft für Schutz und Sicherheit und Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Zusätzlich ermöglicht das Unternehmen jedes Jahr jungen Menschen mit Praktika oder auch der Teilnahme am Girls’Day (coronabedingt im Jahr 2020 ausgefallen) einen ersten Einblick in die Berufswelt.
 
Das Ausbildungsangebot weitet die AVG-Gruppe weiter aus. Neben der Fachkraft für Lagerlogistik haben 2018 die ersten Industriemechaniker ihre Lehre begonnen. Ende 2019 wurde als weiteres Berufsbild eine Ausbildung zum/zur Elektriker/-in für Automatisierungstechnik angeboten.
 
Die AVG Köln engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der Nachwuchsförderung durch verschiedene Kooperationen mit Schulen und Hochschulen. Nachwuchsförderung im schulischen Bereich wird durch Unterstützung der Gesamtgrundschule Nesselrodestraße in Nippes und der Max-Ernst-Gesamtschule in Bocklemünd betrieben. Seit 2017 wird die finanzielle Förderung von Nachwuchs nun auf den universitären Bereich ausgedehnt. Im Rahmen einer Vereinbarung mit der Technischen Hochschule Köln werden zwei Studierende im Rahmen des Deutschlandstipendiums gefördert. Die Studenten werden zu gleichen Teilen von der AVG Köln und dem Bundesbildungsministerium finanziell unterstützt. Begleitend werden den Stipendiaten aktive Einblicke in das Tätigkeitsfeld der AVG-Gruppe und der Entsorgungsbranche ermöglicht.
 
Ziele und Risiken

Dem allgemeinen Fachkräftemangel begegnet die AVG Köln mit einer deutlichen Ausweitung des Ausbildungsangebotes (vor allem Industriemechaniker und Elektroniker in der Automatisierungstechnik).
Aus der Geschäftstätigkeit resultierende weitergehende Risiken auf die Qualifizierung wurden im Risikomanagementsystem im Berichtsjahr nicht identifiziert. Daher wurden auch keine Ziele für das kommende Berichtsjahr formuliert. Im Rahmen der Re-Auditierung des INQA Prozesses (vgl. die Kriterien 3 und 14) werden ggf. Ziele formuliert und entsprechende Maßnahmen umgesetzt.

UN-Nachhaltigkeitsziele

Gesundheit und Wohlergehen (3)
Hochwertige Bildung (4)