16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Lebenslanges Lernen ist heute notwendige Voraussetzung, um bis zum Pensionsalter beschäftigungsfähig zu sein. Stete Weiterbildung liegt deshalb sowohl im Interesse des Arbeitgebers wie des Arbeitnehmers. Daher steht die Kreissparkasse zur Strategie des lebenslangen Lernens vom Auszubildenden bis zur Führungsebene - nicht nur in wirtschaftlich guten, sondern auch in schwierigen Zeiten.

Die Ausbildung Jugendlicher hat hohe Priorität. Im vergangenen Jahr starteten 18 junge Menschen, jeweils neun Frauen und Männer, mit einer Ausbildung bei der Kreissparkasse Tübingen in ihr Berufsleben. Die Quote der Auszubildenden betrug im Jahr 2020 sechs Prozent, gemessen an den bankspezifisch Beschäftigten. Allen Auszubildenden wird - bei entsprechenden Leistungen - nach dem Ende der Ausbildung eine Übernahme angeboten. Im Schnitt der letzten fünf Jahre lag die Quote über 96 Prozent.

Insbesondere in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe besteht ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten, die sich an Tätigkeitsfeldern ausrichten und eine Laufbahnplanung ermöglichen. Hierdurch eröffnen wir unseren Mitarbeitenden langfristige berufliche Perspektiven sowohl in den Fach- als auch in den Führungsebenen unseres Hauses. Nach der Ausbildung bieten wir die Weiterbildung zum Sparkassenfachwirt/Bankfachwirt und anschließend weitere tätigkeitsbezogene Weiterbildungen an der Sparkassenakademie Baden-Württemberg an. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte sowie technischer Neuerungen bildeten auch im Jahr 2020 die gezielte Förderung, Weiterbildung und Höherqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schwerpunkte der Personalentwicklung. Ohne dies zeitlich zu fixieren und zu quantifizieren verfolgen wir das grundsätzliche Ziel, alle Beschäftigten so gut zu qualifizieren, dass sie vor dem Hintergrund ständiger Weiterentwicklungen bis zum Renteneintritt bei uns arbeiten können. Diese Zielsetzung haben wir bisher vollständig erreicht und das ist auch unser zukünftiges Bestreben.

Von den Beschäftigten selbst organisierte Weiterbildungen fördern wir durch eine bezahlte Freistellung von bis zu 10 Tagen pro Jahr sowie durch die Zahlung einer Prämie bei einem erfolgreichen Abschluss.

Insgesamt hat die Kreissparkasse Tübingen rund 1,1 Mio. Euro für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet.

Erklärtes dauerhaftes Ziel der Arbeitsschutzpolitik der Kreissparkasse ist es, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und nach Möglichkeit auch zu fördern. Die Maßnahmen im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements wurden beim Kriterium 15 - Chancengerechtigkeit - beschrieben.

Älteren Beschäftigten bieten wir im Rahmen eines flexibleren Übergangs in den Ruhestand attraktive Möglichkeiten der Altersteilzeit.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung im Finanzsektor geht das Risiko einher, dass die Qualifikation der Mitarbeitenden mit der zunehmenden Dynamik nicht Schritt hält. Deshalb sehen wir insbesondere den Ausbau von Kompetenzen im Zusammenhang mit der Digitalisierung als erfolgsentscheidend an. Dieser Grundsatz ist in unserer Geschäftsstrategie verankert. Vor diesem Hintergrund haben wir bedarfsgerechte Qualifizierungsmaßnahmen im Themenbereich Digitalisierung konzipiert und durchgeführt.

Als Ergebnis unserer Risikoanalyse, die auch hier ein Teilbereich unserer strategischen Analyse darstellt, betrachten wir keine Risiken, die sich aus unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen und aus unseren Produkten und Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Qualifizierung haben, als wesentlich.