16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Unter der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter versteht die Sparda-Bank München eG die Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Erhaltung und Förderung der Gesundheit.  

Die Sparda-Bank München eG bietet eine außerordentliche Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten und Unterstützungsformen an, sowohl im fachlichen als auch im persönlichen Bereich. Die umfangreichen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Mitarbeiter in ihrem Aufgabengebiet kompetent und motiviert agieren und sich darin entwickeln können. Im Rahmen der fachlichen Entwicklung kann aus einem Katalog an Standardseminaren für Mitarbeiter und Führungskräfte ausgewählt werden, welche jeder über die Plattform „Sparda360“ eigenständig buchen kann. Durch die Covid19-Pandemie im Jahr 2020 wurden viele Präsenzseminare auf Onlineformate (Webinar, Live-Online-Training) umgestellt, sodass die Qualifizierung auch online und ohne Infektionsrisiko stattfinden konnte.  

Die Mitarbeiter haben zudem mit der Plattform „VR-Bildung“ Zugriff auf diverse digitale Lerninhalte, überwiegend mit fachlichem bzw. produktspezifischem Fokus. Diese Weiterbildungsplattform wird von der Akademie Bayerischer Genossenschaften (ABG) verwaltet. Weiterhin ist es der Sparda-Bank München eG ein Anliegen, die digitale Kompetenz der Mitarbeiter zu stärken. Dafür wurden im Jahr 2020 u.a. im Rahmen einer sechswöchigen „Digi-Challenge“ täglich Tipps und Umsetzungsaufgaben zum Umgang mit digitalen Anwendungen (z. B. Browser, MS Office, Social Media, Intranet etc.) verschickt sowie die Teilnehmer über die Kommentarfunktion im Intranet eingeladen, themenbezogen ihre Best Practices zu teilen. Darüber hinaus gab es ein Reverse Mentoring Angebot, bei dem Auszubildende Mitarbeitern bei digitalen Fragen geholfen haben (z. B. Apps, Social Media) sowie ein, ebenfalls von Auszubildenden betreutes, Glossar zu digitalen Fachbegriffen mit Bezug zur Sparda-Bank München eG. 

Da das Erkennen und Erfüllen des Kundenbedarfs von strategischer Bedeutung im Bereich Vertrieb ist, lag 2020 ein weiterer Schwerpunkt der Personalentwicklung auf der Entwicklung von Kompetenzen für aktives und lösungsorientiertes Verkaufen. Dafür bot die Lernlandschaft „Achtsames Verkaufen“ allen Filialmitarbeitern umfangreiche und nachhaltige Lernangebote, um im Rahmen vielseitiger Formate zum einen in die Reflexion der eigenen vertrieblichen Glaubenssätze zu gehen und zum anderen vertriebliches Handwerkszeug aufzufrischen. Die acht Prinzipien des „Achtsamen Verkaufens" dienen dabei als Richtschnur, die acht Techniken helfen dabei, diese Prinzipien im Alltag umzusetzen und wurden im Rahmen von Mikrotrainings vor Ort in der Filiale vertieft. Unterstützend dazu spielt weiterhin das Vertriebstraining („Training on the Job“) im Rahmen einer dauerhaften individuellen Weiterentwicklung eine zentrale Rolle. Beim Vertriebstraining liegt der Fokus auf der fachlichen und vertrieblichen Entwicklung in einem bestimmten Produktbereich (z.B. Wertpapiere oder Bausparen/Baufinanzierung).  

Auch die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter wird bei der Sparda-Bank München eG fokussiert. Da die Unternehmenskultur der Achtsamkeit nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur ist, wurde im Jahr 2020 die Vortragsreihe „Achtsamkeitsforen“ fortgesetzt, um das Thema Achtsamkeit aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und praktische Tipps für den Arbeitsalltag zu geben. Des Weiteren wurden in Absprache mit der Führungskraft individuelle Maßnahmen (Training, Coaching, Hospitation) zur persönlichen Weiterentwicklung ergriffen. Im Rahmen von Bedarfsermittlungsgesprächen der Führungskraft mit ihren Mitarbeitern wird auch explizit nach dem Bedarf im Gesundheitsbereich gefragt. Die Sparda-Bank München eG betreibt, wie bereits unter DNK-Kriterium 14 beschrieben, ein ausgeprägtes betriebliches Gesundheitsmanagement, das bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.  

Die stärkenorientierte Personalentwicklungsstrategie der Bank ist darauf aufgebaut, jedem interessierten Mitarbeiter die Möglichkeit zu geben, die eigenen Stärken und Talente auszubauen, zu realisieren und zu konkretisieren, und zwar unabhängig von der Position im Unternehmen. Das Stärkenkonzept knüpft an die ressourcenorientierte Sichtweise der positiven Psychologie an – eine Bewegung innerhalb der Psychologie, die sich auf die positiven Eigenschaften der Menschen konzentriert, anstatt sich mit Schwächen zu beschäftigen. Der NaturTalent-Weg bringt dabei das Potenzial hervor, das in den Menschen liegt und ermöglicht so natürliche, persönliche und unternehmerische Entwicklung. Dafür erhalten alle Mitarbeiter mit dem Einstieg ins Unternehmen Zugang zu ihren Top 5-Stärken mithilfe des GallupStrengthsFinders und lernen diese während eines Workshops kennen. Im Rahmen weiterer Maßnahmen ermöglichen wir unseren Mitarbeitern, sich tiefergehend mit allen 34 Stärken aus dem GallupStrengthsFinder zu beschäftigen und die Erkenntnisse in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren. Neben Stärkenworkshop für Teams werden rollenbezogene Seminare für bestimmte Zielgruppen angeboten.  

Auch für die Sparda-Bank München eG ist es unerlässlich geworden, sich ständig neu zu orientieren, anzupassen und zu verändern und sich den auftretenden Herausforderungen zu stellen. Hinter Produkten und Dienstleistungen stehen Beschäftigte, die durch ihr Wissen, ihr Können und ihre Kreativität entscheidend zur Wertschöpfung und Produktivität beitragen. Durch die vielen langjährig beschäftigten Mitarbeiter verfügt die Sparda-Bank München eG über einen enormen Erfahrungs- und Wissensschatz. Damit geht aber auch gleichzeitig die Herausforderung einher, diese immer älter werdenden Beschäftigten bis zur Rente arbeitsfähig zu halten. Das betriebliche Gesundheitsmanagement der Sparda-Bank München eG verfolgt daher einen besonders ganzheitlichen Ansatz. Es werden zielgruppenorientierte, ineinandergreifende und nachhaltige Maßnahmen auf der Grundlage einer fundierten wissenschaftlichen Bedarfsanalyse angeboten und umgesetzt. Hierbei sind für die Bank nicht nur Gesundheitsförderungsmaßnahmen, wie z. B. Bewegungsangebote, Ernährungsthemen und Vorsorgeuntersuchungen (siehe dazu auch Auflistung unter GRI SRS-403-4), wichtig, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen. Das ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitsmanagement der Sparda-Bank München eG umfasst neben den gesetzlichen Anforderungen die Bausteine Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung/Prävention, betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Fehlzeitenmanagement, Führung und Gesundheit, Konfliktmanagement, Suchtprävention sowie Krisenmanagement.  

Strategisches Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist es, u. a. die seelische, geistige und körperliche Gesundheit aller in der Sparda-Bank München eG tätigen Menschen langfristig zu erhalten. Hierzu ermittelt der Gesundheitssteuerkreis provital auf Basis der Mitarbeiterbefragungen regelmäßig den Bedarf und leitet daraus die erforderlichen gesundheitsfördernden Maßnahmen ab. Für die Jahre 2019 und 2020 wurde das Thema Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) ausgewählt und passende Maßnahmen umgesetzt. Siehe hierzu auch die ausgewählten Einzelmaßnahmen, die unter Leistungsindikator GRI SRS-403-4 aufgeführt sind.  

Konkrete Maßnahmen und Ziele werden von der jeweiligen Fachabteilung jedes Jahr entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Die Sparda-Bank München eG kann keine negativen Auswirkungen und auch keine Risiken für die Qualifizierung der Mitarbeiter erkennen, die sich aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben. Ebenfalls werden keine Risiken aufgrund der Geschäftsbeziehungen oder der Produkte und Dienstleistungen der Bank erwartet.  

Weitere Informationen zu der demografischen Verteilung der Mitarbeiter und beispielsweise der Gesundheitsquote der Sparda-Bank München eG finden sich in der Übersichtstabelle unter Leistungsindikator GRI SRS-405-1.