16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel zur erfolgreichen Realisierung der Unternehmensziele. In der Personalstrategie ist das Ziel der bedarfsgerechten Personalplanung und -entwicklung festgelegt. Über einen strukturierten Planungsprozess, der sowohl quantitative als auch qualitative personelle Kapazitätsanforderungen berücksichtigt, wollen wir dieses Ziel erreichen und haben dazu verschiedene Messgrößen festgelegt. Im Berichtsjahr haben wir die festgelegten Ziele erreichen können.

Als großer Ausbildungsbetrieb übernehmen wir in der Region Verantwortung und bilden konsequent junge Menschen aus (Jahresdurchschnitt 2021: 34 Auszubildende). Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt dies zusätzlich an Bedeutung. Unser Ziel ist es, bis 2025 jährlich mindestens 12 neue Auszubildende einzustellen.

Unser Mitarbeiterstamm soll möglichst mit Fachkräften aus eigener Ausbildung besetzt werden. Wir entwickeln dazu auch das Angebot anderer Ausbildungsberufe und Ausbildungswege. Mittlerweile bieten wir drei Ausbildungsberufe an, und 2022 werden es sogar vier sein. Im Jahr 2021 haben wir ein internes Projekt zur Neuausrichtung unserer Ausbildung gestartet. Deutlich über die vorgesehenen Ausbildungsinhalte hinausgehend wollen wir Inhalte anbieten, mit denen die notwendigen Zukunftskompetenzen erreicht werden. Unter anderem wird ein Englischkurs über die gesamte Ausbildungszeit obligatorisch.

Wir investieren zudem weitblickend in die Weiterbildung unserer erfahreneren Mitarbeiter, um ihnen eine optimale Entwicklung im Unternehmen zu ermöglichen und um unserem eigenen Qualitätsanspruch an die Beratung unserer Kunden gerecht zu werden. Über die individuelle Betrachtung hinausgehend werden dazu konkrete Nachwuchsprogramme, Juniorenprogramme, Entwicklungsprogramme und Karrierepfade erarbeitet und genutzt.

Künftig werden wir zur Abdeckung spezialisierter Arbeitsgebiete außerhalb des klassischen Bankbereichs zunehmend Werkstudenten und Trainees einbeziehen. Unser Ziel ist es, bis 2025 mindestens 5 Trainees jährlich zu gewinnen.

Neben dem demographischen Wandel stellt auch der digitale Wandel eine große Herausforderung dar, denn die Digitalisierung löst grundlegende Veränderungen für Kunden und Mitarbeiter aus. Eine gezielte Entwicklung aller Beschäftigten ist erforderlich, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Die zeitgemäße Fach,- Sozial- und Methodenkompetenz unserer Führungskräfte nimmt dabei eine wichtige Funktion ein.

Im Rahmen der jährlichen Entwicklungs- und Beurteilungsgespräche erhalten alle Mitarbeitenden Feedback und können Qualifikationsmaßnahmen mit den Führungskräften besprechen. Die Personalabteilung begleitet den Prozess und tauscht sich dazu regelmäßig mit den Führungskräften aus. Aus den Rückmeldungen aller Gesprächsbögen werden zentrale Personalentwicklungs- und Schulungsmaßnahmen entwickelt. Alle Mitarbeiter werden hinsichtlich bestehender Qualifikationen und Kompetenzen bewertet; daraus leiten wir eine Kennziffer für das Qualifikationsniveau der gesamten Mitarbeiterschaft ab. Natürlich besteht ein friktioneller Gap (Einarbeitung nach Einstellungen, bei neuen Aufgaben, Versetzungen usw.) zur Ideallösung von 100 %. Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis 2025 einen Wert von 95 % zu erreichen.

Ziel unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements ist es, den Gesundheitszustand der Mitarbeiter zu stabilisieren und zu verbessern, um die Arbeitsfähigkeit und die Zufriedenheit zu fördern und zu erhalten. Dazu gestalten wir systematisch Maßnahmen zur Prävention und Bewältigung sowie zur Stärkung der Gesundheitskompetenz.

Negative Auswirkungen aus unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen oder unseren Produkten und Dienstleistungen heraus auf die Qualifizierung erkennen wir nicht, so dass wir auf eine formale Risikoanalyse verzichten.