16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

In unseren nachhaltigkeitsstrategischen Aussagen in der Geschäftsstrategie und in unseren Leitsätzen der Nachhaltigkeit, die den strategischen Rahmen für unser Nachhaltigkeitsengagement darstellen, haben wir die Qualifizierung verankert.

Unser Ziel einer umfassenden Förderung durch Qualifikations- und individuelle Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten sowie weitere geeignete Rahmenbedingungen sind in Kriterium 15 beschrieben.

Ziel der Personalpolitik der Sparkasse Heidelberg ist es, angesichts des demografischen Wandels, der zunehmenden Digitalisierung und veränderter Berufs- und Lebensgestaltungen des Einzelnen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch mehr digitale Kompetenzen zu vermitteln, um die Zukunftsfähigkeit unserer Sparkasse sicherzustellen. Dies bleibt eine Daueraufgabe. Dafür werden die Potenziale und Kompetenzen der Beschäftigten erkannt, eingebracht und genutzt. Unter anderem zu diesem Zweck wurde im März 2018 ein neues Kompetenzmodell eingeführt. Es umfasst die Dimensionen:
Das Altersteilzeitangebot (60plus), der Kauf von Urlaubstagen sowie die besondere Förderung des ehrenamtlichen Engagements (in Einzelfällen bezahlte Freistellung) stellen die Mitarbeiterzufriedenheit und –gesundheit in der Sparkasse Heidelberg deutlich in den Vordergrund.

Im Bereich der Weiterbildung besteht ein enges Netzwerk mit zahlreichen Bildungspartnern (z. B. Sparkassenakademie Baden-Württemberg, Lehrinstitut und Hochschule der S-FG in Bonn, Fachhochschule Ludwigshafen). Finanziell erfahren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Freistellungstage oder auch durch die Erstattung von Studiengebühren Unterstützung, sofern die Weiterbildung tätigkeitsbezogen ist.

Für das Jahr 2018 wurde die Sparkasse Heidelberg im Jahr 2019 als Ausbildungsbetrieb im Wirtschaftsstandort Heidelberg als einer von sechs „Ausbildungshelden“ ausgezeichnet. Die sechs Preisträgerinnen und Preisträger wurden von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, der Bezirksärztekammer Nordbaden, der Rechtsanwaltskammer Karlsruhe, dem Universitätsklinikum Heidelberg und der Universität Heidelberg bestimmt. Mit der Verleihung des Ausbildungspreises setzt die Stadt Heidelberg als Standort für exzellente und engagierte Köpfe ein Signal für eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung. Mit der Verleihung des Preises soll die Leistung und das besondere Engagement der Ausbildungsbetriebe gewürdigt werden.

Überdies beschäftigen wir uns neuerdings intensiv mit agilen Führungs- und Arbeitsmethoden, um weiterhin als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Flankiert wird dieses Vorhaben mit umfangreichen Schulungsmaßnahmen zur digitalen Fitness.

Als weitere Maßnahme, die der Zielvereinbarung Audit berufundfamilie entstammte, haben wir das Projekt "Mobiles Arbeiten" in Angriff genommen. Das Projekt startete mit einer Vorstudie. Diese wurde im Juli 2019 abgeschlossen und die Ergebnisse am 02.08.2019 dem Gesamtvorstand präsentiert. Das Ergebnis der Vorstudie war, dass grundsätzlich eine Vielzahl von Aufgabenstellungen bereits mobil erledigt werden können und dass auch das Interesse der Mitarbeiter und Führungskräfte mobil arbeiten zu können besteht. Für das Jahr 2020 wurde folgender Prüfauftrag ergänzt: "Es wird geprüft, in welchem Rahmen eine Flexibilisierung des Arbeitsortes durch Mobiles Arbeiten für unsere Mitarbeiter/-innen gestaltet werden kann." Diese Testphase endet am 31.10.2020, so dass dann eine Gesamtbewertung abgegeben werden kann.

Risiken können grundsätzlich durch den gefühlten Stress der Mitarbeitenden aus Veränderungen der Arbeits-, Umwelt- und Lebensbedingungen entstehen. Dieser kann im Beruf vor allem auf der Angst beruhen, nicht mithalten zu können. Dies mit Blick auf Digitalisierung und stetige Veränderungen, sei es durch neue Arbeitsinhalte oder technische Herausforderungen.

Diesen gesundheitsgefährdenden Tendenzen begegnen wir präventiv durch Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Entscheidungen und durch Sensibilisierung für ein gesundheitsförderndes Verhalten durch Resilienzseminare. 

Beispiele für gesundheitsfördernde, resilienzsteigernde Seminare, die von unseren Mitarbeitenden im Jahr 2019 belegt wurden, sind:
Wir fördern zudem seit vielen Jahren gezielt verschiedene Sport- und Entspannungsangebote (in bezahlten Pausen und in der Freizeit) und haben im Bereich der Gesundheitsförderung rund um unser Audit berufundfamilie (s. Kriterium 15), unsere Ausbildung und Personalentwicklung Maßnahmen und Aktivitäten im Angebot, mit denen die Gesundheit und die Potenziale unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt werden.

Vor diesem Hintergrund vermögen wir keine negativen Auswirkungen auf die Qualifizierung unserer Mitarbeitenden zu erkennen. Es ist uns ein großes Anliegen und insofern unser dauerhaftes Ziel, psychische und physische Gesundheitsrisiken für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vermeiden.