15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Für die Sparkasse am Niederrhein ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität sehr wichtig.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse am Niederrhein gilt Chancengleichheit. Die tarifliche Bezahlung erfolgt unabhängig vom Geschlecht. Der Personalrat wird im gesetzlich vorgesehenen Rahmen in die Festlegung der Vergütung eingebunden. Es gibt keine unmittelbaren Diskriminierungen.

Als ein Entwicklungsfeld im Bereich der Gleichstellung sieht die Sparkasse die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Rund 64 Prozent der Beschäftigten sind Frauen, ihr Anteil in Führungspositionen liegt aktuell bei knapp 27 Prozent. Die kontinuierliche Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte in Richtung des Anteils von Frauen an der Gesamtbelegschaft wird angestrebt. Konkrete Ziele haben wir zur Verbesserung des Anteils von weiblichen Führungskräften nicht vereinbart. Stellenausschreibungen auch für Führungspositionen werden geschlechtsneutral formuliert; bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen wird regelmäßig geprüft, inwiefern auch eine Besetzung in Teilzeit oder mit zwei Teilzeitkräften infrage kommt. Stellenbesetzungsverfahren erfolgen in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Landesgleichstellungsgesetzes Nordrhein-Westfalen. Die Gleichstellungsbeauftragte ist in alle Auswahlverfahren eingebunden.

Die Beratung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wird angeboten.  

Die Abteilung Personal erstellt zurzeit einen Gleichstellungsplan, um die aktuelle Situation von Frauen in der Sparkasse konkret zu analysieren, eventuelle Handlungsbedarfe zu identifizieren und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung abzuleiten. Ziel ist es, den Gleichstellungsplan nach Fertigstellung in 2020 innerbetrieblich zu veröffentlichen.

Die Sparkasse bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Personalentwicklungsgespräche an und zeigt ihnen Möglichkeiten zur Erreichung von Karrierewünschen auf.

Zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet die Sparkasse am Niederrhein verschiedene Möglichkeiten an. Die variable Arbeitszeit ist eine Komponente. Außerdem zählen die Möglichkeit zur befristeten Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit zur Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen und Unterstützung für den Wiedereinstieg nach Mutterschutz, Elternzeit oder Krankheit hierzu. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können während der Elternzeit im Rahmen von Teilzeitmodellen beruflich aktiv bleiben. Mütter und Väter in Elternzeit werden regelmäßig per E-Mail über aktuelle Entwicklungen in der Sparkasse, zum Beispiel interne Stellenausschreibungen oder Fortbildungsangebote, informiert. Zielsetzung ist es, dass möglichst alle Eltern nach der Elternzeit zur Sparkasse am Niederrhein zurückkehren. Dieses Ziel wird in der Regel erreicht; so hat sich in 2019 nur eine Kollegin aus persönlichen Gründen entschieden, aus der Elternzeit heraus ihr Arbeitsverhältnis mit der Sparkasse zu kündigen und den Dienst nicht wiederaufzunehmen. Gesonderte bzw. darüber hinaus reichende Ziele hat die Sparkasse hierzu nicht definiert.  

Im Jahr 2019 arbeiteten 227 (36%) unserer Beschäftigten in Teilzeit, 34 nahmen familienfreundliche Angebote wie beispielsweise Elternzeit in Anspruch. Darüber hinaus bietet die Sparkasse ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis zu zehn zusätzliche unbezahlte freie Tage an. Davon haben 209 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gebrauch gemacht und in 2019 insgesamt 1.059 Tage unbezahlten Urlaub genommen.

Die Sparkasse am Niederrhein fördert aktiv die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Angebote zur Gesundheitsförderung und -prävention richten sich an alle Zielgruppen der Belegschaft. Neben einer großen Betriebssportgemeinschaft mit einer breiten Palette an Sportangeboten unterhält die Sparkasse ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Im Rahmen dieses Gesundheitsmanagements bietet die Sparkasse präventive Maßnahmen wie Impfungen, Sehtests, die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen durch besonders ausgestattete Arbeitsplätze und individuelle psychologische Beratung an. Betriebsärztliche Untersuchungen können auf Wunsch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen werden. Es finden regelmäßige Begehungen der Arbeitsplätze durch den Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit statt. Allgemeine und individuelle Gefährdungsbeurteilungen bilden die Grundlage für einen wirksamen betrieblichen Arbeitsschutz. Die Sparkasse am Niederrhein hat eine Vertretung der Schwerbehinderten, zu deren Aufgaben u. a. die Beratung der betroffenen Personen gehört.