15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Wir leben eine Kultur der Chancengerechtigkeit zwischen Geschlechtern, Religionszugehörigkeiten, Nationalitäten und Menschen mit und ohne körperliche/n Einschränkungen. Chancengerechtigkeit ist bei uns ausdrücklich festgeschrieben. Eine geschlechterunabhängige Förderung der Mitarbeitenden ist uns gleichermaßen ein Anliegen wie die Beschäftigung von Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft.  

Es wird bewusst auf die Festlegung konkreter Quoten in Bezug auf Chancengerechtigkeit verzichtet. Vielmehr ist es das Ziel, ein Klima für Chancengerechtigkeit bei den Mitarbeitenden zu fördern, beispielsweise über Qualifikationsmaßnahmen und Mentoring.
 

Unsere Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, Verdacht oder Anzeichen auf Verstöße gegen das
allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zu melden. Unsere Führungskräfte sind unter anderem durch den absolvierten „Führungsführerschein“ und ihre Ausbildung zu Vertriebscoaches (inkludiert: Themen Achtsamkeit und Sucht) entsprechend für Sondersituationen sensibilisiert. Mitarbeitende, unabhängig von Führungsaufgaben, erleben das Thema auch in der Seminarreihe „Bewusstes Selbstmanagement“.
Ansprechpartner bei Verstößen gegen das AGG sind weiterhin der Personalrat, das Gesundheitsmanagement, die Gleichstellungsbeauftragten sowie der Personalbereich. Externer Ansprechpartner ist das Gesundheitszentrum Köln.
Um ungünstigen Klimata in den Teams vorzubeugen oder entgegenzuwirken können außerdem Instrumente wie das Orientierungs- oder Personalentwicklungsgespräch, die Gesprächsbegleitung, z.B. im Sinne einer Mediation, oder einer Team entwickelnden Maßnahme genutzt werden.

60% unserer Beschäftigten sind Frauen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen beträgt 32%. Unter Einbezug personalwirtschaftlicher Prognosen und dem Potenzial an freiwerdenden Stellen in Fach- und Führungspositionen ergibt sich in den nächsten Jahren ein geringer Handlungsspielraum. Umso mehr setzen wir auf systematische Personalentwicklung und individuelle Förderung. Unser Ziel ist es, den Frauenanteil im Bereich Karriere stabil zu halten und in realistischem Maße kontinuierlich zu erhöhen.  

Dabei soll Frauenförderung sichtbar sein, Erfolgsmodelle vollzeitnaher exponierter Arbeitsplätze kommuniziert und ein deutlicher Focus auf "Vereinbarkeit von Familie und Karriere", nicht nur "Familie und Beruf", gelegt werden. Dazu wurde gemäß dem „Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land NRW (LGG)“ ein Gleichstellungsplan entwickelt, der mit seinen operativen Umsetzungsdetails über die Anforderungen hinausgeht: Einige Beispiele:

Über Netzwerk-Aktivitäten Diversität/Chancengleichheit entwickeln wir das Thema sukzessive weiter:

Für alle Mitarbeitenden gelten flexible Voll- und Teilzeitmöglichkeiten sowie eine tarifvertragsorientierte Vergütung unabhängig vom Geschlecht. Wir sind an das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gebunden. Alle Führungskräfte nehmen verpflichtend an einem Lernprogramm „Gleichbehandlung im Berufsalltag“ teil. Die Beauftragten für Chancengleichheit kümmern sich um die Gleichberechtigung unter allen Beschäftigten, nicht nur zwischen Frauen und Männern.
Speziell zur Förderung der geschlechtsunabhängigen Chancengerechtigkeit besteht eine verbindliche „Vereinbarung zur Verwirklichung der beruflichen Chancengleichheit von Frauen und Männern“. Aufgrund des insgesamt hohen Frauenanteils in der Kreissparkasse Köln setzt diese (von Kolleginnen erarbeitete) Vereinbarung nicht auf eine vorgegebene Quote, sondern auf eine systematische Personalentwicklung (inkl. Coaching, Seminare und Workshops).

Weitere beispielhafte Aktivitäten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind:


Gesundheitsförderung
Darüber hinaus sichert ein professionelles Gesundheitsmanagement mit umfänglichen Angeboten zur Gesunderhaltung auch die Integration von Menschen mit Einschränkungen sowie ein optimales betriebliches Eingliederungsmanagement nach Langzeiterkrankungen. Seit 2007 verfügt die Kreissparkasse Köln über ein institutionalisiertes Gesundheitsmanagement inkl. Schwerbehindertenvertretung. Das Angebot gilt für alle Beschäftigten und fördert aktiv den Gedanken der Inklusion. Es umfasst

Auch besteht ein kostenloses Angebot eines psychologischen Gesundheitscoachings bei persönlichen wie beruflichen Grenzsituationen. Hinzu kommt ein breites Angebot an Betriebssportmöglichkeiten.  

Die Weiterentwicklung des Gesundheitsmanagements wird u.a. über diverse Netzwerkaktivitäten und Kooperationen sichergestellt, z.B. mit dem ASV Köln, Diplomwissenschaftlern, Verbänden, Instituten und (Sport-)Therapeuten.  

Für unser umfangreiches Gesundheitsmanagement wurden wir bereits mehrfach ausgezeichnet, z.B. mit dem Excellence-Siegel des Corporate Health Awards oder durch die Unfallkasse.  

Für das betriebliche Eingliederungsmanagement nach langer (krankheitsbedingter) Abwesenheit besteht eine enge Verzahnung zwischen Gesundheitsmanagement, Personalbereich und Personalrat. Hierüber werden für die Mitarbeitenden individuelle Lösungen zur Wiedereingliederung geschaffen und eine intensive persönliche Begleitung ermöglicht.

Für unsere Mitarbeitenden gilt der Tarifvertrag TVöD für Sparkassen. Die Vergütung erfolgt unabhängig von Geschlecht oder Teilzeitvertrag.

Seit 2008 bekennen wir uns als offizieller Unterzeichner zur Charta der Vielfalt. Zudem unterstützen wir die Normen und Werte der International Labour Organisation im Sinne der Vereinten Nationen.