15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion, Integration)
Als Kölner Unternehmen handeln wir seit vielen Jahren nach den Vorgaben des Landesgleichstellungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (LGG NRW). Eine Gleichstellungsbeauftragte unterstützt uns bei der Umsetzung dieses Gesetzes und aller Vorschriften und Maßnahmen, die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frau und Mann haben oder haben können. 

Seit Januar 2018 gilt in diesem Kontext der Gleichstellungsplan der StEB Köln. Dieser wird alle drei bis fünf Jahre überprüft und aktualisiert. Mithilfe konkreter Ziele und Maßnahmen sollen vorhandene Strukturen so entwickelt werden, dass in allen Bereichen und Funktionen Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sind.  Eine konkrete Zielsetzung ist die Steigerung der allgemeinen Frauenquote auf 25,3 Prozent bis Ende 2021 (im Vergleich zu 24,6 Prozent in 2016). Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir auf Maßnahmen wie eine frühzeitige Bindung ans Unternehmen z. B. durch mehr Frauen in Praktika (2019: Steigerung des Anteils von Praktikantinnen von 13 auf 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), gezielte Fortbildungsangebote für Frauen oder gezielte Höhergruppierungen für Frauen, um Lohndifferenzen auszugleichen. Hinzu kommen Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie (s. u.).  

Unsere Maßnahmen zeigen bereits Erfolg: Trotz der technischen Ausrichtung der StEB Köln, die traditionell eher männliche Bewerber*innen anziehen, konnten wir in den letzten Jahren den Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft erhöhen und so bereits 2019 mit einer Quote von 25,4 Prozent unser o. g. Ziel erreichen. Unter Führungskräften lag die Frauenquote der StEB Köln im Jahr 2016 bei 16,5 Prozent und sank auf 15,5 Prozent im Jahr 2019. Hier ist es unser Ziel, die Frauenquote unter Führungskräften wieder auf das Level von 2016 zu bringen und dort zu halten.

Bereits 2016 unterzeichneten wir mit der Charta der Vielfalt außerdem eine Selbstverpflichtung, nach der wir unsere Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität schätzen. Zur Vermeidung von Diskriminierung haben die StEB Köln einen Ombudsmann als Ansprechpartner benannt. Betroffene können sich zusätzlich an den Personalrat oder direkt an die Geschäftsführung wenden. In der Behandlung von Diskriminierungsfällen wird großer Wert auf einen zeitnahen und vertraulichen Lösungsweg gelegt, um zusätzlichen Schaden für Betroffene zu vermeiden. Seit 2018 existiert bei den StEB Köln zusätzlich eine Dienstanweisung zum Schutz vor sexueller Belästigung. Zur Einführung schulten wir die betreffenden Ansprechpartner*innen der Personalabteilung. Seit 2019 ist der Umgang mit diesem Thema zudem Teil des Führungskräfteentwicklungsprogramms. 



Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Wir möchten unsere Mitarbeitenden in jeder Phase ihres Lebens optimal unterstützen. Als familienbewusstes Unternehmen haben wir ein breites Angebot an Maßnahmen etabliert, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Das Angebot umfasst u. a. flexible Arbeitszeitmodelle, mobiles Arbeiten und Freistellungen zur Betreuung von Angehörigen. Für 2020 haben wir es uns zum Ziel gesetzt, insbesondere die Arbeitszeitmodelle noch weiter auszubauen, bspw. im Bereich der Schichtarbeit (Zeitfenster zum Ein- und Ausgleiten, Zeitkonten für Freizeitausgleich). Auch die Regelungen zum mobilen Arbeiten haben wir 2019 überprüft und eine neue Dienstvereinbarung dazu 2020 veröffentlicht. Im Jahr 2019 schlossen wir zudem eine Kooperation mit dem pme Familienservice. Er bietet Beratungs- und Vermittlungsleistungen im Bereich Pflege, eine Lebenslagen-/Sozialberatung (Depressionen, Umgang mit Erkrankungen, Trauer, Sucht, Gewalt oder Partnerschaftsprobleme etc.) sowie eine Kinderferienbetreuung. Diese Services stellen wir allen unseren Beschäftigten kostenlos zur Verfügung. 

Ende 2019 fand außerdem erneut das Dialogverfahren zum Audit „berufundfamilie“ statt. Im Rahmen dieses alle drei Jahre stattfindenden Audits erfassen wir seit 2007 den Status quo der bereits angebotenen Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. 

Mit all diesen Maßnahmen tragen wir zur Erreichung unserer Zielsetzung bei, die Mitarbeitendenzufriedenheit und -motivation zu steigern und unsere Mitarbeitenden auch langfristig im Unternehmen zu halten.


Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ist nach der deutschen Gesetzgebung eine Unternehmerpflicht und für uns ein wesentliches Thema (s. Kriterium 2). Unser strategisches Ziel ist es, zu jedem Zeitpunkt gesunde und sichere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden zu gewährleisten. Quantitative Ziele haben wir zu diesem Zeitpunkt hierzu noch nicht formuliert. Der Vorstand der StEB Köln hat sich über eine Grundsatzerklärung zur Förderung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bekannt. In allen Angelegenheiten der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes informiert und berät die bestellte Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi) Vorstand, Führungskräfte und andere Arbeitsschutzverantwortlichen. Sie überprüft regelmäßig die Betriebsanlagen, schlägt Maßnahmen zur Beseitigung von Mängeln vor und beobachtet das Unfallgeschehen im Betrieb.

Umfassende Maßnahmen des präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes sollen darüber hinaus arbeitsbedingte körperliche und seelische Belastungen so weit wie nur möglich vermeiden bzw. verringern. Die Konzepte und Planungen für das Gesundheitsmanagement erfolgen zentral durch geschulte Expert*innen der Personalabteilung. 

Neben den gesetzlichen Unterweisungspflichten zur Arbeitssicherheit und Unfallverhütung bieten die StEB Köln im Rahmen ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements folgende Maßnahmen an: