15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die SCHUFA ist eine verlässliche Arbeitgeberin, die sichere Arbeitsplätze bietet: 91 % der Verträge, die wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abschließen, sind unbefristet [2019: 90 %]. Unsere Unternehmenskultur zeichnet sich durch Wertschätzung, Kollegialität und Gleichberechtigung aus. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung und körperlicher Konstitution haben bei uns alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die gleichen Chancen. Im Zuge dessen wurde  gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Prozess implementiert, der sicherstellt, dass schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber besonders berücksichtigt werden.

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber unterstützen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, Beruf und Familie bestmöglich in Einklang zu bringen. Dafür wurden wir 2014 erstmalig im Rahmen des „audit berufundfamilie“ als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert. Die Re-Zertifizierung erfolgte 2020 (nächste geplante Zertifizierung: 2023). Die Zertifizierung durch das „audit berufundfamilie“ ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Hierdurch verpflichten wir uns, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in unserem Unternehmen weiter auszubauen. Dafür werden in verschiedenen Phasen Ziele definiert, deren Erreichung für die Zertifizierung notwendig sind. Die Zielsetzungen werden im Rahmen des audits berufundfamilie für einen Zeitraum von drei Jahren in verschiedenen Handlungsfeldern (Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Führung, Information & Kommunikation, Personalentwicklung, Entgeltbestandteile, Service für Familien) definiert. Mit der Rezertifizierung 2020 haben wir neue Zielvereinbarungen für die kommenden drei Jahre getroffen.

Die Zielvereinbarung, die Ziele, Maßnahmen, Zielgruppe und Umsetzungszeitpunkt benennt, wird vom Vorstand unterzeichnet. Ende 2019 wurde u.a. eine Betriebsvereinbarung zur Mobilarbeit erarbeitet und verabschiedet. Damit eröffnen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit des mobilen Arbeitens, sofern betriebliche Belange nicht entgegenstehen. Flexibles und ortsunabhängiges Arbeiten war eines der Kernthemen, das 2018 im Rahmen der Initiative „ SCHUFA-Arbeitswelt “ identifiziert wurde. Mehr Informationen zur SCHUFA als Arbeitgeberin finden Sie auf unserer Karriere-Seite.

Wir legen Wert auf einen kooperativen Führungsstil. 2014 haben wir einen internen Kulturprozess angestoßen, der diesen Gemeinschaftsgeist und den Austausch miteinander weiter stärkt. Verschiedene Maßnahmen (z.B. Fachvorträge der Bereiche) fördern seitdem die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und den Informationsaustausch. Diese Maßnahmen werden kontinuierlich erweitert. In unserem SCHUFA-Index erheben wir zudem regelmäßig die Mitarbeiterzufriedenheit. Die positiven Ergebnisse bestärken uns darin, den Kulturprozess fortzusetzen. Auch die durchschnittlich mehr als zehn Jahre währende Unternehmenszugehörigkeit sowie die stabil geringe Fluktuation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – 2020 lag die Rate bei  3,0 %, [2019: 4,1 %] – werten wir als positive Signale. Weiterhin erheben wir mittels freiwilligen Austrittsinterviews die Gründe für arbeitnehmerseitige Kündigungen, um uns als Arbeitgeber kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Zum familiären Umfeld zählen für die SCHUFA alle Lebensgemeinschaften, für die man sich sozial verantwortlich fühlt. Dies umfasst Eltern und Kinder, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner, Geschwister, Großeltern, Enkelinnen und Enkel sowie pflege- oder unterstützungsbedürftige Angehörige. Im Juli 2015 hat der Vorstand der SCHUFA die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Hessen unterzeichnet und damit ein wichtiges Signal der Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen gesetzt. Beruf und Pflege miteinander zu vereinbaren, kann eine Herausforderung sein. Zur Unterstützung für unsere pflegenden Beschäftigten haben wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich HR zu betrieblichen Pflegelotsinnen und -lotsen ausbilden lassen, die als interne Ansprechpartnerinnen und -partner für erste allgemeine Fragen rund um das Thema Pflege zur Verfügung stehen. Im Jahr 2020 haben zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter [2019: sechs] insgesamt 36 Arbeitstage [2019: sechs] bezahlte Freistellung mit Lohnfortzahlung für die kurzfristige Pflege eines nahen Angehörigen in Anspruch genommen.

Unsere Vergütungsstruktur
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten eine attraktive Grundvergütung. Diese basiert auf verschiedenen Gehaltsbändern und Ebenen, welche regelmäßig mit unserem Betriebsrat abgestimmt und kontinuierlich angepasst werden. Neben einer attraktiven Grundvergütung, die in zwölf Monatsgehältern ausgezahlt wird, erhält ein Großteil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich eine variable Vergütung auf Basis von Zielvereinbarungen und Unternehmenserfolg. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht am variablen Vergütungssystem teilnehmen, erhalten zusätzlich ein 13. Monatsgehalt. Zu den freiwilligen Zusatz- und Sozialleistungen, die die SCHUFA bietet, gehört beispielsweise eine Gruppenunfallversicherung, die auch private Unfälle abdeckt. In bestimmten Funktionen werden zusätzlich ein Firmenwagen oder eine Funktionszulage gewährt.

Siehe hierzu auch Merkmal 8.

Unsere Arbeitszeiten
Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen wollen wir diesen individuellen Familienbedürfnissen soweit wie möglich Raum geben. So nutzten 26 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2020 [2019: 27 %] die Möglichkeit, ihre Aufgaben in Teilzeit wahrzunehmen. Zudem bieten wir in Wiesbaden 10 Krippenplätze in Kooperation mit einer Kindertagesstätte und an allen Standorten Eltern-Kind-Büros an. Unsere familienbewussten Angebote zeigen Wirkung: 97% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kehrten nach ihrer Elternzeit ins Unternehmen zurück [2019: 92 %].

Die meisten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im Rahmen der Vertrauensarbeitszeit mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 oder 40 Stunden. In Teilbereichen sind Ampel-/Gleitzeitkonten im Einsatz. Falls in einer Position Rufbereitschaft, Schichtdienst oder Wochenenddienst erforderlich ist,
werden diese gesondert vergütet.

Betriebliche Altersversorgung
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können in Form einer Entgeltumwandlung an der betrieblichen Altersversorgung teilnehmen (s. Merkmal 8). Ab einer bestimmten Mitarbeiterebene wird eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung in die SCHUFA Unterstützungskasse gewährt.

SCHUFA Arbeitswelt
Da Rückenprobleme zu einer der häufigsten „Bürokrankheiten“ zählen, wurde im Rahmen der Initiative „SCHUFA Arbeitswelt“ beschlossen, aktiv vorzubeugen und alle Schreibtische durch höhenverstellbare Tische zu ersetzen. Seit Ende 2019 sind die Büros aller SCHUFA-Standorte mit höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet.

Zusammenfassung unserer freiwilligen Leistungen für Arbeitnehmer
1. SCHUFA-Gruppe in einer Kinderkrippe am Standort Wiesbaden (in Kooperation mit der gemeinnützigen Känguru GmbH für Kinder bis zum dritten Lebensjahr)
2. Gruppenunfallversicherung (Absicherung von privaten und dienstlichen Unfällen rund um die Uhr)
3. Berufsunfähigkeitsversicherung (Weitergabe der Gruppenvertragskonditionen an die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter, finanziert durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter)
4. Eltern-Kind-Büros an allen SCHUFA-Standorten
5. Ticket Shopping Card (Zuwendungen für Geburtstage, Hochzeit etc.)
6. Gesundheitstage
7. Betriebssport (Drachenboot, Lauftreff, Fußball etc.)
8. Bezahlte Freistellung zu besonderen Anlässen (z.B. Hochzeit oder Geburt eines Kindes)
9. Jährlich stattfindende Betriebsfeste (Sommerfest oder Weihnachtsfeier)
10. Kostenlose Nutzung einiger SCHUFA-Privatkundenprodukte
11. Rabattaktionen mit ausgewählten Kooperationspartnern

Zurzeit beziehen wir uns aus Wesentlichkeitsgründen nicht explizit auf Nachhaltigkeitsstandards wie den UN Global Compact, ILO Kernarbeitsnormen oder die SDGs der UN, prüfen dies aber für die nahe Zukunft. Siehe hierzu auch Kriterium 1.