15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Wir leben Vielfalt
Diversität ist in der GIZ gelebte Realität. Die Vielfalt von Ideen, Wissen, Perspektiven und Lebensentwürfen ist ein Erfolgsfaktor für unsere Arbeit weltweit.  

Die GIZ hat im Oktober 2019 die Charta der Vielfalt unterschrieben, eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Mit der Unterzeichnung bekräftigt die GIZ ihre Überzeugung, dass Menschen mit verschiedenen Talenten, Fähigkeiten und persönlichen Lebenserfahrungen die gemeinsame Arbeit bereichern und befördern.  

2021 haben wir unser Diversitätsverständnis veröffentlicht. Es dokumentiert unsere Haltung: Wir bekennen uns zu Vielfalt und stellen uns gegen jede Form von Diskriminierung. Unser Verständnis beinhaltet neben der Null-Toleranz gegenüber jeder Form der Diskriminierung und der Förderung von Chancengleichheit, die vorhandene Vielfalt für den unternehmerischen Erfolg zu nutzen. In unserem im Diversitätsverständnis enthaltenen Kodex definieren wir konkret, was wir unter einer respektvollen und wertschätzenden Unternehmenskultur verstehen und welches Verhalten wir von unseren Mitarbeitenden erwarten.  

Ein einheitliches Verständnis ist die Grundlage für ein diskriminierungsfreies Miteinander. Um es unternehmensweit zu verankern, haben wir 2021 die Stelle eine Diversitäts-Managerin geschaffen. Darüber hinaus haben wir unsere Stabsstelle Compliance & Integrität weiter gestärkt. Sie ist nun die zentrale Ansprechstelle für Beschwerden im Zusammenhang mit Diskriminierung und unseren Ethik- und Verhaltenskodex. Für Verdachtsfälle von sexuellem Fehlverhalten haben wir ein geschütztes Meldeverfahren auf dem GIZ-Hinweisgeberportal geschaffen. Die GIZ kommt damit ihren Verpflichtungen aus nationalen und internationalen Diversitäts-Richtlinien und -Gesetzen nach.  

2021 fanden vielfältige Maßnahmen und Aktivitäten statt. - unter anderem im September 2021 erneut die Diversity Week. Die Diversity Week 2021 stand unter dem Motto „Vielfalt verbindet - gelebte Diversität in der GIZ“. Knapp 50 Veranstaltungen mit mehr als 7.000 Teilnahmen wurden initiiert. Es wurde zu allen Dimensionen der Diversität informiert. Unter anderem gab es Events zum Thema Lebensalter, Postkolonialismus, Dekolonialisierung von LGBTIQ*-Rechten, digitaler Barrierefreiheit, Belonging, Religion in der GIZ, Gender Identität sowie Diversität und Nachhaltigkeit. Die Diversity Week wurde von einer Multi-Akteurspartnerschaft bestehend aus dem Personalbereich, dem Büro des GIZ-Vorstands und Arbeitsdirektors Thorsten Schäfer-Gümbel, verschiedenen Mitarbeitendeninitiativen, den Gleichstellungsbeauftragten, der Genderbeauftragten sowie den Schwerbehindertenvertretungen organisiert.  

Weitere Maßnahmen waren unter anderem zahlreiche interne Sensibilisierungsmaßnahmen zum Thema Diversität, die Integration von Diversität in das Führungskräftefeedback sowie das Anbahnen von Schulungen zu Diversität für die gesamte Belegschaft. Diese sollen 2022 erstmalig durchgeführt werden.  

Ein entscheidender Faktor für gelebte Diversität sind engagierte Mitarbeitende. Die GIZ kann sich auf ein breites Engagement stützen. Initiativen von Mitarbeitenden, wie die Cultural Diversity Initiative und das Regenbogennetzwerk, machen auf diskriminierende, historisch gewachsene Strukturen aufmerksam. Gemeinsam mit ihnen veranstaltet die GIZ eine jährliche Diversity-Week.

Der Einsatz wird gewürdigt: Die Cultural Diversity Initiative, ein Netzwerk aus Black, Indigenous und People of Color (BIPoC), hat 2021 den vom Sustainability Office der GIZ ausgerichteten Nachhaltigkeitswettbewerb in der Kategorie „Menschenrechte“ gewonnen.

Gleichberechtigung der Geschlechter
Die gezielte Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter und die Beseitigung bestehender geschlechtsspezifischer Benachteiligungen spielen für die GIZ eine wichtige Rolle. Die GIZ-Genderstrategie umfasst vier zentrale Zielfelder und fünf komplementäre strategische Elementen (Politischer Wille und Rechenschaft, Unternehmenskultur, Genderkompetenz, Anpassung von Prozessen, Innerbetriebliche Gleichstellung). Mit ihren Zielfeldern orientiert sich die GIZ an der Unternehmensvision „Wir arbeiten weltweit für eine lebenswerte Zukunft“ und an den vier Handlungsfeldern der Unternehmensstrategie: Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit, Geschäftsentwicklung sowie Kompetenzen und Allianzen.