15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Als verantwortungsvolle Arbeitgeberin möchte die VHH diskriminierungsfrei und chancengleich agieren. Bei der VHH soll niemand aufgrund von Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter, Behinderung, Religion, Weltanschauung oder sexueller Identität benachteiligt werden.  

Diversity
Aktuell sind Mitarbeiter*innen aus mehr als sechzig Nationen bei der VHH beschäftigt – das Thema Vielfalt/Diversity wird im Unternehmen bereits seit vielen Jahren gelebt. Die VHH hat es sich zum Ziel gesetzt, im Unternehmen Weltoffenheit, verbunden mit Akzeptanz und gegenseitiger Wertschätzung, zu fördern. Deshalb unterschrieb die VHH bereits 2010 die „Charta der Vielfalt“. Seit 2014 beteiligt sich die VHH zudem jedes Jahr am „Deutschen Diversity-Tag“.  

Gleichstellung
Die VHH unterliegt als städtisches Unternehmen dem Hamburgischen Gleichstellungsgesetz (HmbGleiG) und hat nach Maßgabe dieses Gesetzes einen Gleichstellungsplan entwickelt. Der VHH ist es als Dienstleisterin im ÖPNV wichtig, ihren Fahrgästen mit Wertschätzung zu begegnen. Dazu gehört auch ein Arbeitsumfeld, das frei ist von Vorurteilen und geprägt von Wertschätzung, Chancengleichheit und Vielfalt. Dazu gehört außerdem ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Das Ziel des VHH-Gleichstellungsplanes ist es, Unter- beziehungsweise Überrepräsentanzen von Frauen oder Männern zu reduzieren. Um zielführende Maßnahmen zur Erreichung der Ziele zu entwickeln, wurden zunächst die Zahlen weiblicher und männlicher Beschäftigter innerhalb der Unternehmensbereiche Fahrdienst, Technik und Verwaltung sowie hinsichtlich der Hierarchien analysiert. Hier ergab sich in bestimmten Bereichen eine Unterrepräsentanz von Frauen. Das ist darauf zurückzuführen, dass sich in der Vergangenheit vorwiegend Männer für ein technisch geprägtes Arbeitsumfeld interessiert und beworben haben. Daher wurden Maßnahmen entwickelt, um den Anteil von Bewerberinnen bei zu besetzenden Stellen zu erhöhen und die Chancen im Beruf für Frauen zu verbessern.  

Es wurden zum Beispiel folgende Maßnahmen festgelegt:
Im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten sollen auch Führungspositionen in Teilzeit geschaffen werden. Das dient insbesondere zur Förderung der derzeit unterrepräsentierten weiblichen Beschäftigten.

Im ersten Gleichstellungsplan geht es zunächst um eine Bestandsaufnahme und das Ausprobieren verschiedener Maßnahmen. Die Wirksamkeit der vorliegenden Maßnahmen wird bis Ende 2021 evaluiert, um darauf aufbauend Anpassungen und entsprechende (Teil-)Zielsetzungen ableiten zu können. Konkrete Ziele wurden bislang nicht getroffen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll gefördert werden. Dafür wird beispielsweise die Möglichkeit, Führungspositionen auf Teamleiterebene in Teilzeit auszuführen, angeboten. Weiter soll zukünftig die Betreuung von Kindern angeboten, Lebensarbeitszeitkonten aufgebaut und verstärkt Telearbeit ermöglicht werden. Der Gleichstellungsplan wurde für den Zeitraum Januar 2018 bis Dezember 2021 festgelegt. Als erste Ergebnisse konnten erstmalig Frauen für die Teams der Verkehrsmeister*innen und der Leitstelle gewonnen werden. Die Geschäftsführung besteht seit November 2019 ebenfalls aus einem gemischten Team, nämlich einer kaufmännischen Geschäftsführerin und einem betrieblich-technischen Geschäftsführer. Damit alle Beschäftigten sich über die entsprechenden Angebote und Maßnahmen hinsichtlich der Gleichstellung von Frauen und Männern informieren können, sind im Gleichstellungsplan die Gleichstellungsbeauftragten benannt.