15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Gleichbehandlung und Diversität stehen für ein faires, respektvolles und gerechtes Miteinander aller Menschen.

Die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) hat Vielfalt bereits im Jahr 2008 als Leitziel festgelegt. Diversität und Chancengleichheit sind bei der HMC als Querschnittsthemen zu allen Personalfunktionen positioniert. Prioritäre Handlungsfelder sind dabei die berufliche Chancengleichheit von Frauen und Männern, sowie die Inklusion von Menschen mit Behinderung. Ein weiteres Thema ist u. a. die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Die HMC ist der „Charta der Vielfalt“ beigetreten und hat sich damit verpflichtet, Arbeitsplätze frei von Vorurteilen und Ausgrenzung aufgrund von Geschlecht, Religion, sexueller Identität, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft oder Weltanschauung zu schaffen. Im Unternehmen sind Beschäftigte aus mehr als zehn Nationen und verschiedenen Altersstufen vertreten. Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung jedes Einzelnen prägen den Umgang im Unternehmen. Dies soll sich künftig auch sprachlich abzeichnen: für eine geschlechtergerechte Sprache werden durch die Unternehmenskommunikation nach und nach Schritte eingeleitet, um auch auf dieser Ebene die Bewusstseinschaffung und Inklusion zu fördern. So befindet sich bisher ein „Gender-Hinweis“ auf der Unternehmenswebseite.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt die HMC außerdem eine Gleichstellungsbeauftragte.
Zusätzlich durchlaufen alle Beschäftigten regelmäßig eine Schulung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie eine Schulung zum Code of Conduct.

Die HMC wurde bereits 2015 mit dem „Helga-Stödter-Preis“ im Bereich „Mixed Leadership“ durch die Handelskammer Hamburg ausgezeichnet. Gewürdigt wurde u. a. der hohe Anteil weiblicher Führungskräfte. Die Besetzung des Aufsichtsrates besteht aus fünf Frauen und sieben Männern und entspricht damit dem Hamburgischen Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst (Gleichstellungsgesetz-HmbGleiG). Dieses setzt einen Anteil von mindestens 40 % Frauen/Männern zum Ziel. Des Weiteren schafft die HMC ständig zusätzliche Angebote, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern – beispielsweise durch Regelungen zum mobilen Arbeiten, ein flexibles Gleitzeitsystem und Teilzeitmodelle –, um Eltern gleichermaßen ein geregeltes Arbeitsleben zu ermöglichen. Dafür ist der HMC mehrfach das Hamburger Familiensiegel verliehen worden.

Bei der Revitalisierung des neuen Congress Center Hamburg (CCH) wurde gemeinsam mit der Vertretung der Verbände zur Inklusion ein Konzept zur Barrierefreiheit nach aktuellen Standards (DIN 18040) festgelegt. Dabei wird das Mehr-Sinne-Prinzip im gesamten Gebäude angewendet, um ein von Barrieren befreites Kongressgebäude zu schaffen. So gibt es u. a. einen stufenfreien Zugang, reduzierte Tresen- und Handlaufhöhen, ein Bodenleitsystem und automatische Treppen und Hebebühnen. Des Weiteren wird für sehbehinderte und blinde Menschen taktile Braille- und Pyramidenschrift angebracht.

Eine faire Bezahlung ist für die HMC selbstverständlich. Dementsprechend hält sich die HMC entschlossen an das Mindestlohngesetz (MiLoG) für alle Beschäftigten und kooperierenden Unternehmen (siehe Kriterium 14).

Die Zufriedenheit der Beschäftigten, die aus der Mitarbeiterbefragung hervorgeht, sowie die Resonanz durch Auszeichnungen bedeuten für die HMC, dass die Zielsetzungen erfolgreich umgesetzt werden.

Siehe auch: „Unser Beitrag zu den 17 UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung
SDG 5 GeschlechtergerechtigkeitSDG 10 Weniger Ungleichheiten