15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Der EAD ist ein attraktiver und zukunftsorientierter Arbeitgeber. Über 730 Beschäftigte verschiedener Nationalitäten und Kulturen sind in vielseitigen und anspruchsvollen Bereichen tätig und tragen zum Erfolg als bürgerorientiertes Dienstleistungsunternehmen bei.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Als Arbeitgeber ist der EAD stets bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen Leben und Arbeit in einem modernen Arbeitsumfeld zu schaffen.

Im Folgenden werden erreichte Ziele, Strategien und konkrete Maßnahmen des EAD im Kontext Chancengerechtigkeit am Beispiel der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, der arbeitsplatzorientierten Grundbildung sowie weiterer Aspekte integriert dargestellt:

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Ziel der familienfreundlichen Personalpolitik des EAD ist die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Erwerbs- und Familienarbeit und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Maßnahmen zur Arbeitszeit- und Arbeitsortflexibilisierung, beruflichem Wiedereinstieg, Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch für Väter, Führungspositionen in (vollzeitnaher) Teilzeit, kostenfreie Notfallkinderbetreuung, Telearbeit, Möglichkeit zur befristeten Arbeitszeitreduzierung und sonstige Personalentwicklungsmaßnahmen unter Berücksichtigung vereinbarkeitsfördernder Aspekte tragen zur Umsetzung der Ziele bei.

Der EAD ist seit 2012 Mitglied beim „Erfolgsfaktor Familie“. Mit diesem Unternehmensprogramm setzt sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (BDA, DIHK, ZDH) und dem DGB dafür ein, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. (Agenda 2030: Nachhaltigkeitsziel 5)

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Für das Betriebliche Eingliederungsmanagement wurde eine eigene Dienstvereinbarung abgeschlossen. Im Sinne der Prävention werden jährlich individuelle Projekte in jeder Abteilung in Zusammenarbeit mit der AOK durchgeführt. In diesen Arbeitssituationsanalysen nennen die Beschäftigten ihre Belastungen am Arbeitsplatz, die bei der Vielschichtigkeit des EAD völlig heterogen sind. In einem gemeinsamen Gesundheitszirkel mit den Beschäftigten wird versucht, diese Belastungen abzubauen. Ergänzend werden Seminare zum Thema „Gesund und stimmig führen“ sowie Resilienz-Trainings angeboten. Darüber hinaus erhalten die Beschäftigten vergünstigte Konditionen in 16 Fitnessstudios der Region (Agenda 2030: Nachhaltigkeitsziel 3)

Der Arbeitskreis Gesundheit des EAD wird gemeinsam mit der 1. Betriebsleiterin, den Abteilungen und dem Personalrat sowie dem Betriebsärztlichen Dienst und der Sozialberatung der Stadtverwaltung regelmäßig durchgeführt. Jede Abteilung hat die Möglichkeit, ihre Themen einzubringen.
In der Mitarbeiterzeitung wird regelmäßig zu aktuellen Gesundheitsthemen berichtet.

Arbeitsplatzorientierte Grundbildung

Der EAD bietet in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der hessischen Wirtschaft seit Anfang 2017 die sogenannte arbeitsplatzorientierte Grundbildung für Menschen an, denen es nicht leichtfällt, sich zu Hause oder im betrieblichen Umfeld auf Deutsch zu verständigen. In zwei Kursen lernen die jeweils zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und praktisch anzuwenden. (Agenda 2030: Nachhaltigkeitsziel 4)

Weitere wesentliche Aspekte

- Dienstvereinbarung über Regelungen für den Umgang mit Beschäftigten bei Alkohol- und anderem Suchtmittelmissbrauch, bei Alkoholgefährdung am Arbeitsplatz und über Maßnahmen der Hilfe

- Dienstvereinbarung über „Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor sexuellem Belästigung am Arbeitsplatz“

- günstiges Jobticket und gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr

- gesunde Ernährung in der eigenen Betriebskantine (der Speiseplan orientiert sich an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung)

- Altersteilzeit-Option

- Praktika-Angebote (von zweiwöchigen Schülerpraktika bis zum Jahrespraktikum)

- FSJ-Angebote im Zoo Vivarium und in der Abfallwirtschaft (auch FÖJ)

- Teilnahme am Girls-Day


Ausgewählte Ziele

Der aktuelle Frauenförder- und Gleichstellungsplan (2018 – 2023) hat das Ziel, das im Grundgesetz verankerte und im Hessischen Gleichberechtigungsgesetz konkretisierte Gleichstellungsgebot von Frauen und Männern zu verwirklichen. Dort, wo Benachteiligungen und/oder Unterrepräsentanzen bestehen, werden diese beseitigt. (Agenda 2030: Nachhaltigkeitsziel 5)

Die Evaluation des betrieblichen Gesundheitsmanagements soll im kommenden Berichtszeitraum noch ausgebaut werden.