15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Bei der Kindernothilfe wird nach BAT-KF bezahlt, durch die geltende Entgelttabelle findet eine geschlechtergerechte Bezahlung statt. Es gibt Zuschüsse zum Gehalt für kindergeldbeziehende Eltern. Konkrete Zielsetzungen bzgl. des Tarifwerks gibt es keine, da diese von den Tarifpartnern in Kirche und Diakonie ausgehandelt werden.
Frauen in Führungspositionen (50 % der Referatsleitungen sind Frauen), die Vorstandsvorsitzende (der Vorstand besteht insgesamt aus 3 Personen) ist eine Frau. Insgesamt hatte die Kindernothilfe in 2018 166 Mitarbeitende, davon 120 weibliche und 46 männliche.

Im Jahr 2017 wurde die Organisation durch eine externe Beraterin zum Thema „Gender“ analysiert und ein Aktionsplan erstellt. Konkrete Zielsetzung im Bereich Diversity ist die Entwicklung des Diversity-Konzepts in 2020, das auch das Gender-Thema mit umfasst (vgl. auch Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz – AGG). Bereits 2016 wurde die Kindernothilfe als „familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet, verschiedene Teilzeitmodelle, ein Eltern-Kind-Büro und die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten eröffnen sehr flexible Arbeitszeitmodelle.

Die Kindernothilfe hat 2017/2018 ein großes Projekt zur psychischen Gefährdungsbeurteilungen im gesamten Haus aufgesetzt. Störfaktoren wurden ermittelt und im direkten Umfeld nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Das Thema „Störungen am Arbeitsplatz“ wurde jeweils auf Arbeitsebene von den  Referatsleitungen angesprochen und weitestmöglich gelöst. Das Thema „Führung“ wird kontinuierlich in Führungs- und Managementklausuren zwischen Vorstand und Referatsleitungen angesprochen und weiterentwickelt. Im November 2019 wurden die Ergebnisse einer zweiten Befragung in der Geschäftsstelle vorgestellt und Veränderungen in der Einschätzung der Mitarbeitenden mit den Ergebnissen der ersten Befragung verglichen.
 
Zusätzlich zu den Maßnahmen des betrieblichen Arbeitsschutzes gibt es diverse Angebote zu präventiven Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der persönlichen gesundheitlichen Situation in Zusammenarbeit mit Krankenkassen und dem ASD (Rückentraining, auf sich Acht geben, progressive Muskelentspannung etc.).

Die Kindernothilfe beschäftigt 9 Mitarbeitende mit Schwerbehinderung und hat eine Schwerbehindertenvertretung.