15. Chancengerechtigkeit

Die Hochschule legt dar, welche Ziele sie hat, um die Chancengerechtigkeit in Bezug auf Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit, Vielfalt (Diversity), Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, Inklusion von Menschen mit Behinderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Studium und die angemessene Bezahlung der Hochschulangehörigen (insbesondere bei Outsourcing) zu fördern.

Im Leitbild der NORDAKADEMIE ist verankert, dass sich die Hochschule zur Förderung von Chancengleichheit sowie Gleichstellung für Studierende und Mitarbeitende einsetzt, um individuelle Besonderheiten zu fördern und rechtliche Gleichheit zu sichern.

Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt im Jahr 2016 unterstreicht die NORDAKADEMIE, dass die sie für ein wertschätzendes und vorurteilfreies Arbeits- und Lernumfeld eintritt, das Talente aufgrund ihrer Leistung schätzt – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Orientierung. Mit der Teilnahme am Deutschen Diversity Tag zeigt die NORDAKADEMIE seit 2017 in öffentlichen Veranstaltungen „Flagge für Vielfalt“. In der Hochschule werden die Aufgabengebiete Gleichstellung und Diversity durch die Gleichstellungsbeauftragte wahrgenommen. Dazu gehören u. a. auch die Teilnahme an den Senatssitzungen mit beratender Stimme sowie an Berufungsausschüssen.

Die NORDAKADEMIE hat für die verschiedenen Berufsgruppen/Positionen ein internes, am Markt orientiertes Vergütungsrahmenwerk erarbeitet, das an die Aufgaben der jeweiligen Stelle sowie die für die Position erforderlichen Qualifikationen geknüpft ist. Im Rahmen von turnusmäßig durchgeführten Mitarbeitergesprächen steht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offen, mit dem Vorgesetzen über Gehaltanpassungen zu sprechen. Darüber hinaus gibt es jährliche Zielvereinbarungen, deren Erfüllung mit zusätzlichen Prämien vergütet wird. 

Im aktuellen Gleichstellungskonzept 2017 – 2022 sind Ziele und Maßnahmen der Hochschule  wie unter Kriterium 3 definiert. Das AGG räumt Beschäftigten eines Unternehmens ein umfassendes Beschwerderecht in Bezug auf Diskriminierungen ein. Eine entsprechende Beschwerdestelle hat die NORDAKADEMIE eingerichtet. Über den Umsetzungsstand der im Gleichstellungskonzept aufgelisteten Ziele und Maßnahmen wird einmal jährlich im internen Gleichstellungsbericht sowie im Jahresbericht der NORDAKADEMIE berichtet.

Für Personen mit Migrationshintergrund oder Gaststudierenden gibt es an der NORDAKADEMIE Anlaufstellen. Beratend und unterstützend stehen hier sowohl die Gleichstellungsbeauftragte als auch das akademisches Auslandsamt zu Verfügung. Zudem wurde das internationale Angebot durch den englischsprachigen Bachelorstudiengang International Business erweitert. Um das englischsprachige Angebot der anderen Studiengänge zu erweitern wird jährlich ein Gastdozent eingeladen. Für Personen, die ihr Deutsch verbessern wollen, werden DAF-Kurse angeboten.

Anlaufstelle für benachteiligte Studierende ist die Beauftragte für Studierende in besonderen Lebenslagen der NORDAKADEMIE. Sie kümmert sich um Hilfseinrichtungen und Unterstützung jeglicher Art. Insbesondere gibt sie Auskunft zum gesetzlich verankerten Nachteilsausgleich bei der Erbringung von Prüfungsleistungen. Als Erstinformation haben die Studierenden im CIS Zugriff auf ein Merkblatt (Merkblatt Nachteilsausgleich) zu diesem Thema. Wird ein Nachteilsausgleich beantragt, gibt die Beauftragte dem Prüfungsausschussvorsitzenden gemäß § 12 PVO eine Empfehlung über die konkrete Gestaltung des Nachteilsausgleichs.

Die NORDAKADEMIE fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So haben alle Angehörigen der Hochschule die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten (im Jahr 2016 lag der Anteil der Teilzeitstellen bei 52%) und bei Krankheit der Kinder die Arbeitszeiten zu tauschen. An beiden Standorten der NORDAKADEMIE gibt es einen Still- und Wickelraum. Darüber hinaus werden Mitarbeitenden unter bestimmten Bedingungen Kinderbetreuungszuschüsse gewährt. Studierende mit Kind können zum Beispiel während der Schwangerschaft, des Mutterschutzes oder der Betreuung des Kindes in Zeiten, in denen bei Bestehen eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf Elternzeit bestünde, vom Studium beurlaubt werden (Einschreibordnung §13). Während dieser Zeit ist – anders als sonst während eines Urlaubssemesters – das Ablegen von Prüfungen uneingeschränkt zulässig.