15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Im Jahr 2015 unterzeichnete die AVG Köln die "Charta der Vielfalt". Damit hat sie sich verpflichtet, die Ziele der Initiative zu fördern. Sie will Anerkennung, Wertschätzung und Vielfalt in der Unternehmenskultur voranbringen. Dabei gilt es ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung erfahren, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Vielfalt und Toleranz prägen die Unternehmenskultur der AVG Köln. Die Unterschiedlichkeit der Beschäftigten und die daraus erwachsenen Potenziale werden als Stärke angesehen. 

Die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und Schutzrechte ist ebenso wie die Beachtung der tarifvertraglichen Regelungen selbstverständliche Basis für ein benachteiligungsfreies Arbeitsumfeld.

Die AVG Köln berücksichtigt die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach flexiblen Arbeitsmöglichkeiten. Das Angebot an Teilzeitarbeit für alle ist ausgeweitet worden. Auch kommt ein Jobsharing-Modell zum Einsatz. Und durch die Abschaffung der Kernzeit ist eine kurzfristige flexible Arbeitszeitgestaltung möglich. Daneben praktiziert die AVG Köln zwei Altersteilzeitmodelle, um den älteren Beschäftigten einen stufenweisen Ausstieg aus dem Erwerbsleben zu ermöglichen bzw. durch ein Blockmodell einen früheren Ausstieg aus dem aktiven Arbeitsleben mit einer „Ruhephase“ danach. Anspruch auf Elternzeit haben generell alle Beschäftigten. Die Elternzeit kann bis zu drei Jahre den individuellen Erfordernissen angepasst werden, flexible Arbeitszeiten nach der Rückkehr inklusive. So wird es den Eltern leicht gemacht, nach der Elternzeit einen schrittweisen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu finden. Die verankerten Regelungen zum Homeoffice ergänzen das Angebot sinnvoll.  

Auch für Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Einschränkungen werden adäquate Arbeitsplätze geschaffen und damit eine gleichberechtigte Teilhabe an der Unternehmensentwicklung ermöglicht. Die Beschäftigungsquote von behinderten oder diesen gleichgestellten Menschen erreichte bei der AVG Köln 2020 6,64 Prozent, womit die gesetzliche Pflichtquote deutlich überschritten wurde.

Zur Gesundheitsförderung dient die arbeitsmedizinische Betreuung durch den betriebsärztlichen Dienst der Stadtwerke Köln GmbH. Gesundheitsaktionen, gesunde Mitarbeiterverpflegung, begleitende physiotherapeutische Behandlungen sowie Sportangebote in Betriebssportvereinen tragen zur Fitness und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei.   

Eine ausgewogene Personalstruktur ist im Leitbild der AVG Köln verankert.

Weitere Ausführungen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz sowie zur Mitbestimmung finden sich in Kriterium 14.

Ziele und Risiken

Aus der Geschäftstätigkeit resultierende weitergehende Risiken auf die Chancengerechtigkeit wurden im Risikomanagementsystem im Berichtsjahr nicht identifiziert. Daher wurden auch keine weitergehenden Ziele für das kommende Berichtsjahr formuliert. Im Rahmen der Re-Auditierung des INQA-Prozesses zur zukunftsfähigen Unternehmenskultur (vgl. die Kriterien 3 und 14) werden ggf. Ziele formuliert und entsprechende Maßnahmen umgesetzt.

UN-Nachhaltigkeitsziele

Gesundheit und Wohlergehen (3)
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (8)