15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit bei der INTER manifestiert sich in der zuverlässigen und fairen Bezahlung unserer Mitarbeiter ebenso wie in vielfältigen Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Wir sprechen uns gegen Diskriminierung aus und fördern die Vielfalt und Integration innerhalb der Belegschaft.  

Bezahlung
Das Vergütungssystem der INTER entspricht dem Tarifvertrag der privaten Versicherungswirtschaft und zielt auf die Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation ab, gleichzeitig ist es transparent sowie fair. 
Als Mitglied im Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland richten wir uns bei der Bezahlung unserer Mitarbeiter nach den hiesigen Tarifverträgen für die private Versicherungswirtschaft. Nur wenige Mitarbeiter werden zu sehr geringen Teilen variabel vergütet. Durch dieses auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit angelegte Vergütungssystem können unsere Mitarbeiter zuverlässig mit angemessenen Fixgehältern kalkulieren. Die Gefahr, dass jemand kurzfristige Risiken zulasten des Unternehmens eingeht, wird so minimiert.   
Gemäß dem Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern beschreiben wir unser Vergütungssystem ausführlich im Entgelttransparenzbericht, der als Anlage zum Geschäftsbericht verfügbar ist. Neben den genannten Kriterien ist unser Vergütungssystem geschlechtsneutral ausgerichtet und marktgerecht. Eine marktgerechte Vergütung stellen wir durch einen jährliche Vergütungsbenchmark in der Versicherungswirtschaft sichern. Damit unsere Mitarbeiter auch im Alter sorgenarm leben können, beinhaltet unser Versorgungsplan eine betriebliche Altersvorsorge, die die Mitarbeiter in unterschiedlichen Ausgestaltungen abschließen können. 

Antidiskriminierungsprozesse
Die INTER spricht sich gegen jede Form von Diskriminierung aus. Um diesen Anspruch zu erfüllen, haben wir einen Mitarbeiter aus dem Bereich Compliance zum AGG-Beauftragten bestellt. Er stellt die Einhaltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sicher. Im Falle des Verdachts von diskriminierenden Sachverhalten können sich Betroffene direkt an den AGG-Beauftragten wenden.
Es gab im Jahr 2019 keine Beschwerde bezüglich eines Verstoßes gegen das AGG. Dies schreiben wir der ausführlichen Information unserer Mitarbeiter zur Antidiskriminierung zu. Ein Merkblatt bei der Einstellung erweist sich als erfolgreiches Informationsmittel in diesem Bereich.  

Integration und Vielfalt
Während unsere Antidiskriminierungsvorkehrungen Fälle der Diskriminierung verhindern sollen, streben wir gleichzeitig im positiven Sinne danach, Integration und Vielfalt bei den INTER-Mitarbeitern zu unterstützen. Unser Engagement in diesem Bereich manifestiert sich unter anderem in einer Schwerbehindertenquote deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Durchschnitt.  

Altersstruktur
Gesellschaftliche Tendenzen wie der demografische Wandel wirken sich auch auf die Belegschaft der INTER aus. So stieg 2019 der Anteil der über 50-Jährigen unter den Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr leicht an, während die Zahl der 30- bis 50-Jährigen leicht zurückging. Gleichzeitig ist es uns gelungen, den Anteil der jungen Kolleginnen und Kollegen unter 30 Jahren stabil zu halten. Insgesamt waren 2019 69 junge Frauen und Männer bei der INTER in Ausbildung. 100 Prozent der Auszubildenden, die 2019 ihren Abschluss gemacht haben, wurden übernommen.
Unser für 2019 gesetztes Ziel, die Azubiübernahmequote bei über 85 Prozent zu halten, haben wir damit erreicht.

Schwerbehinderte

Es ist uns ein besonderes Anliegen auch unsere Mitarbeiter mit Einschränkungen – z. B. aufgrund längerer Arbeitsunfähigkeit, einer schweren Erkrankung oder Schwerbehinderung – bestmöglich zu unterstützen. Bei der INTER arbeiteten 2019 86 schwerbehinderte Personen. (2018: 76 Schwerbehinderte). Das entspricht 7,56 Prozent bezogen auf die Gesamtzahl der Mitarbeiter. Damit liegen wir deutlich über der gesetzlich vorgeschriebenen Quote von fünf Prozent. Um die Belange unserer schwerbehinderten Kollegen kümmert sich die Schwerbehindertenbeauftragte der INTER. Die Aufgabe der Schwerbehindertenvertretung (§178 SGB IX) besteht in der Förderung der Eingliederung schwerbehinderter Menschen in den Betrieb und in deren Interessenvertretung. Unsere hohe Schwerbehindertenquote und die sehr gute Integration unserer schwerbehinderten Mitarbeiter im Unternehmen bestätigen uns in dieser Herangehensweise. Unsere Zielsetzung für 2019 haben wir in diesem Bereich erreicht.

Frauen in Führungspositionen
Im Jahr 2019 betrug der Anteil der weiblichen Mitarbeiter im Innendienst der INTER 62,7 Prozent.  Führungspositionen waren 2019 auf der ersten Ebene zu 11,4 Prozent und auf der zweiten Führungsebene zu 21,8 Prozent von Frauen besetzt. Die Frauenquote in der Führung ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Grundsätzlich gelten bei der INTER für alle Bewerberinnen und Bewerber dieselben Voraussetzungen unabhängig vom Geschlecht. Wir beobachten jedoch, dass wir bei der Besetzung von Führungspositionen deutlich weniger Bewerbungen von Frauen erhalten als von Männern.  

Soziodemografische Aufteilung der INTER-Belegschaft
Die nachfolgenden Tabellen illustrieren die soziodemografische Aufteilung der Belegschaft und die Art der Beschäftigung über die vergangenen beiden Jahre:      

INTER Gesellschaften, Deutschland 


INTER_Mitarbeiterzahlen
 FAMK_Mitarbeiterzahlen
BKM_Mitarbeiterzahlen

 
INTER Gesellschaften, Polen 

Polen_Mitarbeiterzahlen
  

Vereinbarkeit von Beruf und Familie/ Work-Life-Balance
Es ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeiter ihre Berufstätigkeit und ihre private Lebenssituation gut miteinander in Einklang bringen können. Für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie bieten wir daher zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen an.

Ende 2019 haben wir wie geplant unser Eltern-Kind-Arbeitszimmer eröffnet. Bei kurzfristigen Betreuungsengpässen – etwa geschlossener Kindertagesstätte oder Unterrichtsausfall – können Mütter und Väter auf den Raum zugreifen, der bestens ausgestattet ist für einen Arbeitstag mit Nachwuchs. Zur Verfügung steht im Eltern-Kind-Büro derzeit ein Arbeitsplatz. Bei entsprechender Nachfrage ist die Einrichtung eines weiteren Arbeitsplatzes denkbar.

Weitere Angebote der INTER im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie:
Im Jahr 2019 haben insgesamt 15 Männer und 21 Frauen ihre Elternzeit begonnen. Für eine möglichst ausgewogene Work-Life-Balance stehen den INTER-Mitarbeitern vielfältige Angebote und Services zur Verfügung. Dazu gehören: Flexible Arbeitsmodelle
Entsprechend unserer Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeitflexibilisierung für die Direktion in Mannheim bieten wir unseren Mitarbeitern neben der Einrichtung eines individuellen Arbeitszeitkontos und darüber hinaus die Option zu Home-Office-Tagen an. Im Laufe des Jahres 2020 werden wir die Voraussetzungen für das Arbeiten von zu Hause weiter ausbauen.

Die Mitarbeiterfluktuation im Jahr 2019 liegt erneut unter dem Branchendruchschnitt, wie wir es uns zum Ziel gesetzt hatten. Die Maßnahmen im Bereich Chancengerechtigkeit dürften auch hierzu beigetragen haben.