15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Allen Maßnahmen liegt folgende Überzeugung zugrunde: Die Sparda-Bank München eG geht davon aus, dass sie als Unternehmen im Gesamten bzw. dass die Teams als Teil des Ganzen umso leistungsfähiger sind, je unterschiedlicher diese Teams in ihren Stärken und Talenten zusammengesetzt sind. Dieser Grundsatz gilt allerdings nur, wenn die Menschen aufeinander zugehen, d. h., nicht die eine Stärke ist per se besser als die andere oder die eine Herkunft ist besser als die andere. Vielmehr geht es darum, den anderen in seiner Andersartigkeit zu respektieren und wertzuschätzen und die eigene Einzigartigkeit einzubringen. Dann entstehen bessere Lösungen. Die Vision der Bank geht dabei über die bloße Toleranz individueller Verschiedenheit hinaus. Es ist Bestandteil ihrer Strategie, Verschiedenheit im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervorzuheben, um sie für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen.

Dem Thema Gleichstellung wird in der Sparda-Bank München eG daher besondere Beachtung geschenkt. Es gilt nicht nur, ungleiche Behandlung zu vermeiden, sondern auch, das Einbringen der individuellen Einzigartigkeit aktiv zu fördern. So ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass Frauen und Männer in Bezug auf Entwicklungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie die gleichen Chancen haben.

Den Vorsitz im Aufsichtsrat führte bis Mitte 2018 acht Jahre lang eine Frau, die sich auf eigenen Wunsch nicht zur Wiederwahl aufstellen ließ. Dennoch sind im Aufsichtsrat weiterhin drei von neun Mitgliedern weiblich. Bereits seit Januar 2014 ist zudem auch im Vorstandsgremium ein weibliches Mitglied vertreten. Derzeit ist die gezielte Förderung von Frauen jedoch keine Größe, welche die Sparda-Bank München eG anhand von Zielen und Maßnahmen erhebt und messbar macht. Die Unternehmenskultur, in der das Thema „Werte“ eine herausragende Bedeutung hat, setzt bewusst auf traditionell „weibliche“ Werte wie Kooperation, Mitbestimmung und Nachhaltigkeit anstelle von Konkurrenz und Gewinnmaximierung. Die Bank legt daher großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bietet ein breites Spektrum familienfreundlicher Leistungen an. Dazu zählen beispielsweise über 130 Arbeitszeitmodelle. Das Engagement der Bank wird auch bestätigt durch die Zertifizierung zum „familienfreundlichen Unternehmen“ der Hertie-Stiftung (audit berufundfamilie), welche dem Unternehmen seit 2006 durchgehend attestiert, dass es neben familienfreundlichen Arbeitsbedingungen auch hervorragende Teilzeitbedingungen anbietet.

Zur Chancengerechtigkeit zählt auch eine gleichberechtigte Vergütung. Wie unter Kriterium 8 und 14 beschrieben, hat die Sparda-Bank München eG zur Gewährleistung der Gleichbehandlung aller Mitarbeiter eine klare tariflich wie betrieblich verankerte Grundlage geschaffen.

Hinzu kommen die unter Kriterium 14 beschriebenen Mitarbeiterinitiativen zu den Themen Beruf und Familie sowie Gesundheit, durch deren Arbeit ebenfalls Chancengleichheit im Unternehmen gefördert wird.

Die Bank beschäftigte per Stichtag 31.12.2018 40 Menschen mit Behinderung; das entspricht einer Quote von 5,56 Prozent (analog der Meldung der Schwerbehindertenabgabe an die Agentur für Arbeit).

Der Betriebsrat der Sparda-Bank München eG setzt sich im Falle von Unklarheiten stets für die Belange der Mitarbeiter ein und berät sie bei Fragen. Selbstverständlich gilt dies auch für alle den Bereich der Chancengerechtigkeit betreffenden Themen.

Darüberhinausgehende Ziele, beziehungsweise deren Setzung existiert für die Gesamtbank nicht und ist auch nicht geplant. Konkrete Maßnahmen und Ziele werden von den jeweiligen Fachabteilungen jedes Jahr entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Jede Führungskraft trifft gemeinsam mit den einzelnen Mitarbeitern individuelle Vereinbarungen und Ziele zu Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Diese berücksichtigen das Individuum mit seinen Stärken, Wünschen und Bedürfnissen. Niemals spielt dabei Geschlecht, Religion, Hautfarbe, Herkunft, Sexualität oder dergleichen eine Rolle. Dies ist eine dauerhafte Managementaufgabe und hat somit keine zeitliche Begrenzung.