15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

In Kriterium 14 wird die Anwendung des Tarifvertrags für die private Versicherungswirtschaft für den überwiegenden Teil der Mitarbeiter von ROLAND Rechtsschutz beschrieben. Die außertariflichen Mitarbeiter erhalten ein Gehalt, welches das höchste Tarifgehalt übersteigt. Neben einem regelmäßigen Inflationsausgleich wird die Gehaltsentwicklung in Abhängigkeit von den verantworteten Aufgaben ausgerichtet. Bei der ROLAND Assistance orientiert sich das Gehaltsgefüge nicht an einem Tarifvertrag, sondern folgt einem zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat vereinbarten Gehaltssystem, das dem Tarifvertrag sehr ähnlich ist. Die Einordnung erfolgt hier - vergleichbar zu einem Tarifvertrag - nach Tätigkeit und Berufsjahren. Dadurch soll eine angemessene Gehaltseinstufung und -entwicklung für die Mitarbeiter gewährleistet werden.

ROLAND steht für ein Arbeitsumfeld, in dem allen Mitarbeitern unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung dieselbe Wertschätzung und dieselben Chancen zukommen. Der Diversity-Grundsatz ist bei ROLAND durch den Verhaltenskodex strategisch verankert, denn wir sind der Überzeugung, dass ein durch Wertschätzung geprägtes Arbeitsumfeld die Grundlage für ein erfolgreiches Miteinander im Unternehmen ist. Es wurden in 2019 keine Diskriminierungsfälle bei den zuständigen Stellen Compliance oder Personal angezeigt. 

Der Frauenanteil in der ROLAND Gruppe liegt im Berichtsjahr 2019 bei 53,1 Prozent. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt mit 26 Prozent im Durchschnitt des Marktvergleichs. Bezogen auf die im Unternehmen angewendeten Entlohnungsgrundsätze verweisen wir auf den separaten Bericht zur Entgelttransparenz aus dem Jahr 2017. Zur Gleichstellung der Geschlechter ist darüber hinaus dauerhaft ein konkretes Ziel für die erste Managementebene gesetzt worden: es soll ein Frauenanteil von 25 Prozent erreicht werden. Zum 31.12. 2019 lag dieser Anteil bei 33 Prozent.

Die Gesundheit ist nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein betriebliches Thema. Aus diesem Grund ist ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) im Unternehmen installiert. Ziel des BGM ist der Erhalt der Gesundheit und der Arbeitsfähigkeit aller Mitarbeiter mittels eines qualifizierten Gesundheitsmanagements. Das BGM ergänzt somit den klassischen Arbeitsschutz, den eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit verantwortet, um die Begleitung mit gesundheitsfördernden Maßnahmen. Die Angebote umfassen sowohl proaktive, als auch prophylaktische Unterstützungsinstrumente, wie z.B. Grippeschutzimpfungen, Hautkrebsscreening, Massageangebote, Kooperation mit Fitnessstudios, Gesundheitschecks sowie Vorträge und Aktionen zu gesundheitsrelevanten Themen. So stand in 2019 als Schwerpunkt die Bewegung im Fokus.

Die Erkenntnisse aus den vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilungen werden in den regelmäßig stattfinden Arbeitssicherheits-Ausschuss-Sitzungen besprochen und Maßnahmen daraus abgeleitet.