15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Sparkasse Leverkusen setzt für ihre Beschäftigten den Schutz vor Diskriminierung konsequent um. Wir leben eine Kultur der Chancengleichheit zwischen Geschlechtern, Altersgruppen, Religionszugehörigkeiten, Nationalitäten und Menschen mit und ohne körperliche Einschränkungen.

Die Sparkasse Leverkusen, als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut, unterliegt dem TVöD-Sparkassen. Dieser Tarifvertrag regelt für unsere Beschäftigten Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen.

Der Anteil weiblicher Vollbeschäftigtenäquivalente (VZÄ) an der Gesamtzahl unserer Beschäftigten beträgt rund 55 Prozent. Der Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen liegt bei rund 34 Prozent. Ein Schwerpunkt der Personalarbeit liegt in der Weiterentwicklung eines spezifischen Personalentwicklungskonzeptes sowie der Förderung von weiblichen Beschäftigten für die Führungslaufbahn.

Im nächsten Jahr wird es zur Implementierung neuer Unternehmens- und Führungsleitsätzen kommen, bevor ein auf diese Leitsätze aufbauendes Personalbeurteilungs- und Entwicklungssystem (PROGRESS) das derzeitige System ablösen wird. Ziel der Maßnahmen ist es, dass Betriebsklima in Zeiten stärkerer Arbeitsverdichtung weiter zu verbessern, die Führung auf die neuen Leitsätze auszurichten und die Krankheitsquote mittel- bis langfristig zu senken. Konkrete Zielwerte sind noch zu erarbeiten.

In 2020 waren die Beschäftigten der Sparkasse insgesamt 7.683 Tage krank. Der Anteil der Krankheitstage an den Arbeitstagen betrug 6,9 %. Arbeitsunfälle mit Arbeitsunfähigkeit gab es im abgelaufenen Jahr keine; ebenso gab es keine arbeitsbedingten Verletzungen mit schweren Folgen oder arbeitsbedingte Todesfälle. Die Anzahl der Langzeiterkrankten in 2020 betrug per 31.12.2020 sechszehn.

Die Sparkasse Leverkusen fördert die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Neben einer Betriebssportgemeinschaft mit vielfältigen Sportangeboten bietet sie ein institutionalisiertes Gesundheitsmanagement an. Zu dessen Angebot zählen präventive Maßnahmen (Massagen am Arbeitsplatz, Sehtests, Unterstützung der Beschäftigten mit gesundheitlichen Einschränkungen durch besonders ausgestattete Arbeitsplätze sowie Seminare und Vortragsveranstaltungen). Im Rahmen des Gesundheitsmanagements werden Kurse wie z. B. Raucherentwöhnung und Gewichtsreduzierung durch Hypnose angeboten. Zusätzlich besitzt die Sparkasse Leverkusen einen eigenen Schwerbehindertenvertreter, der sich für die Rechte der Beschäftigten mit Beeinträchtigung stark macht.

Zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet die Sparkasse eine große Auswahl an Arbeitszeitmodellen an. Seit 2015 können die Beschäftigten zusätzliche Urlaubstage im Jahr durch Entgeltverzicht beanspruchen. Mit 36 Auszubildenden ist die Sparkasse Leverkusen einer der größten Ausbilder in der Stadt. Angeboten werden sowohl die klassische Ausbildung zur Bankkauffrau / zum Bankkaufmann als auch ein duales Studium (Bachelor of Science und Ausbildung Bankkauffrau / -mann). Weiterhin bieten wir die Ausbildung zur Kauffrau bzw. zum –mann für Versicherungen und Finanzen sowie zur Kauffrau / zum Kaufmann für Dialogmarketing an. Bereits 2019 wurde den Beschäftigten mobiles Arbeiten angeboten um sowohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern als auch den Umweltschutz. Dieses Konzept wurde – sicher begünstig durch die Anforderungen der Corona-Pandemie – zahlenmäßig deutlich ausgeweitet. Auch hier sind keine Zielwerte vorgesehen, zumal allen Mitarbeitenden, bei denen die Tätigkeit ein mobiles Arbeiten ermöglicht, auch die Technik hierfür zur Verfügung gestellt wird.

Weiteres Ziel ist es, dass alle Beschäftigten entsprechend ihrer Aufgaben angemessen vergütet werden. Dies wird durch die regelmäßige Überprüfung und Anpassung von Stellenbeschreibungen und –bewertungen gewährleistet. Eine Dienstvereinbarung regelt die leistungsorientierte Vergütung für die Vertriebsmitarbeitenden. Eine geschlechts- und / oder herkunftsspezifische Schlechterstellung der Vergütung ist durch den TVöD ausgeschlossen.