14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Ziel ist die Einhaltung aller gesetzlichen, tariflichen und einzelvertraglich vereinbarten Regelungen. Hierzu findet ein dreistufiges Konzept Anwendung:  

1. Kontinuierliche Kontrolle durch das Vier-Augen-Prinzip durch den Bereich Personal und Unternehmensentwicklung.
2. Jährliche Überwachungshandlungen durch den Bereich Compliance.
3. Risikoorientierte Prüfung durch den Bereich Revision in Drei-Jahres-Abständen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Darüber hinaus wird die Kreissparkasse Heilbronn durch die Sozialversicherungsträger alle fünf Jahre auf Einhaltung der oben genannten Regelungen und Vereinbarungen geprüft.  

Die Ergebnisse der Prüfungs- und Überwachungshandlungen werden der Unternehmensleitung zur Kenntnis gebracht. Sofern Feststellungen getroffen werden, werden die festgestellten Themen bearbeitet und die Prozesse verbessert. Somit ist ein kontinuierliches „Lernen aus Fehlern“ ebenso gewährleistet, wie die Umsetzung neuer Standards bei Arbeitnehmerrechten. Ein gesondertes Managementkonzept zur Beachtung der Arbeitnehmerrechte existiert bei der Kreissparkasse Heilbronn aus folgenden Gründen nicht:
Als öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber unterliegt die Kreissparkasse Heilbronn dem TVöD-S, in dem Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind. Die Tarifverträge werden zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sowie der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ausgehandelt. Auf betrieblicher Ebene besteht bei der Kreissparkasse Heilbronn ein Personalrat, bestehend aus 15 Mitgliedern, von denen vier Mitglieder für die Ausübung ihres Ehrenamts als Personalrat von der Arbeitsverpflichtung freigestellt sind. Der Personalrat als Beschäftigtenvertretung ist entsprechend den Regelungen des LPVG BW in alle wichtigen personenbezogenen und organisatorischen Maßnahmen eingebunden. Das Stimmungsbild der Belegschaft wird aktiv abgefragt.
Es wurde beispielsweise bereits eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, im Rahmen derer die Beschäftigten Rückmeldungen zu ihrer Zufriedenheit (Arbeitsbedingungen, Führung, Team, Arbeitsbelastung etc.) geben konnten. Daraufhin erarbeiteten verschiedene Teams Verbesserungsmaßnahmen. Die erarbeiteten Maßnahmen wurden umgesetzt. Die Überprüfung der Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen erfolgt jährlich im Rahmen eines Bereichschecks, bei dem sich Vertreter des Bereichs Personal und Unternehmensentwicklung sowie Führungskräfte der einzelnen Bereiche und Regionaldirektionen über den Qualifizierungsstand der Beschäftigten unterhalten und bei Bedarf Maßnahmen zur Qualifizierung initiieren. Hierbei werden auch die Auswirkungen (zum Beispiel Zeitsalden, vermehrtes Auftreten von Mehrarbeit bei einzelnen Beschäftigten oder bei Gruppen von Beschäftigten) diskutiert und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen (zum Beispiel Schaffung weiterer Mitarbeiterkapazitäten) initiiert. Durch die jährliche Durchführung ist ein Kontrollzyklus implementiert. Die gesundheitliche Situation wird im Ausschuss für Arbeitssicherheit regelmäßig thematisiert. Grundlage der Evaluierung bilden die Gesundheitsberichte der Krankenkassen unserer Beschäftigten sowie die Aussagen unseres betriebsärztlichen Dienstes, der Fachkraft für Arbeitssicherheit und weiterer Beteiligter. Die Unternehmensführung verantwortet die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte einschließlich der Vergütung. Die Umsetzung wurde an den Bereich Personal und Unternehmensentwicklung delegiert (entsprechend den internen Regeln). Die Prüfung der Einhaltung der tariflichen, gesetzlichen und betrieblichen Regelungen erfolgt durch die interne Revision sowie bei den Vergütungssystemen zusätzlich durch den Bereich Compliance.
Eine Risikoanalyse in Bezug auf die Nichteinhaltung einzelner Vorschriften bezüglich der Belange der Arbeitnehmer wurde nicht durchgeführt.  
Die Kreissparkasse Heilbronn befähigt ihre Beschäftigten in fachlicher und persönlicher Hinsicht, und fördert eine Kultur des gesellschaftlichen Miteinanders, zum Beispiel durch die Gewährung eines bezahlten Tages für ehrenamtliches Engagement. Auch die Regelung zur Gewährung von Bildungszeit geht hinsichtlich der zugelassenen Bildungsträger über das gesetzlich geforderte Maß hinaus. Die Attraktivität als Arbeitgeber gewinnt aufgrund des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung. Dafür werden die persönlichen Motivatoren des Einzelnen (beispielsweise Arbeitszeitflexibilität) genutzt.
Einzelne Mitarbeiter werden im Rahmen der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts eingebunden. Ein institutionalisiertes beziehungsweise standardisiertes Nachhaltigkeitsmanagement existiert nicht.
Im Rahmen der intensiveren Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit wurden im Jahr 2020 auch die Mitarbeiter miteinbezogen. Bei einer Nachhaltigkeits-Challenge hatten diese die Möglichkeit Verbesserungsvorschläge und Ideen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz einzureichen. Die Einschätzungen der Fachabteilungen zu den 62 eingereichten Ideen sowie deren Umsetzungsstand wurden über unser hauseigenes Intranet kommuniziert. Darüber hinaus wurde ein Nachhaltigkeits-Blog ins Leben gerufen, um die Mitarbeiter kontinuierlich über die Entwicklungen in diesem Bereich zu informieren.
Die Kreissparkasse Heilbronn ist nur regional in der Stadt und im Landkreis Heilbronn tätig. Die Risiken sind beschränkt auf die korrekte Anwendung der arbeitsrechtlichen Vorgaben und insofern überschaubar.