14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Sparkasse am Niederrhein konzentriert ihre Tätigkeit auf ihr Geschäftsgebiet, das aus den Städten Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg und Xanten sowie den Gemeinden Alpen und Sonsbeck besteht. Sie ist nicht international tätig.  

Der weit überwiegende Teil der Beschäftigten der Sparkasse am Niederrhein lebt in der Region, in der die Sparkasse tätig ist.  

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource der Sparkasse am Niederrhein. Sie tragen durch ihre qualifizierte und engagierte Leistung zum Erfolg der Sparkasse bei.

Die Sparkassenbeschäftigten kennen die Kunden persönlich und betreuen sie mit einer langfristigen Perspektive. Die Sparkasse am Niederrhein legt Wert auf die persönliche und berufliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn dies ist die Basis für eine lange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kunden in der Region.

Der Sparkasse am Niederrhein ist es wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut ausgebildet sind. Sie gibt jedes Jahr jungen Menschen die Möglichkeit, eine Ausbildung zu erhalten. Nach Betrachtung des Gesamtpersonalbedarfs und bei persönlicher Eignung bietet die Sparkasse die Übernahme in ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis an. Deshalb ist es möglich, Fach- und Führungspositionen überwiegend aus dem vorhanden Personalbestand zu besetzen. Erklärtes Ziel ist es, Fach- und Führungspositionen auch weiterhin überwiegend intern zu besetzen.

Ziel der Sparkasse ist es, ein auf Dauer angelegtes Beschäftigungsverhältnis mit ihren Angestellten zu erreichen. Deshalb ist ihre Personalpolitik langfristig orientiert. Die Stärkung der Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gehört zu den wesentlichen Aufgaben einer nachhaltigen Personalarbeit. Aus diesem Grund legt die Sparkasse Wert auf eine kooperative Führungskultur. Ihre Erwartungen an die Führungskräfte hat die Sparkasse am Niederrhein in einer Führungsmatrix zusammengefasst. Nachwuchsführungskräfte werden im Rahmen eines hauseigenen Führungskräfteprogramms geschult. Die Personalarbeit erfolgt in enger Abstimmung mit der Unternehmensleitung.  

Zur Förderung der Gemeinschaft der Beschäftigten veranstaltet die Sparkasse am Niederrhein jährlich ein Betriebsfest und gibt einen Zuschuss zu gemeinschaftlichen Aktivitäten der Teams / Abteilungen.

Viele Beschäftigte sehen in der Sparkasse am Niederrhein einen verlässlichen und verantwortungsbewussten Arbeitgeber. Rund 99 Prozent der Arbeitsverträge sind unbefristet. Die Sparkasse bietet ihren 625 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – davon waren zum Jahresende 2019 599 aktiv im Dienst – auf Dauer angelegte Beschäftigungsperspektiven mit guten Entwicklungschancen. Die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit liegt bei über 20 Jahren. Allein im Jahr 2019 haben 33 ihrer Angestellten ihr 25. oder 40. Dienstjubiläum bei der Sparkasse am Niederrhein gefeiert. Beweggründe für eine langjährige Verbundenheit sind auch das umfangreiche Angebot an Weiterbildungen für alle Mitarbeiter, vielseitige berufliche Einsatzmöglichkeiten, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie gute Sozialleistungen.  

Im Rahmen der Personalplanung werden erwartete oder bekannte Auswirkungen aus der demografischen Entwicklung, Prozessoptimierungen etc. angemessen berücksichtigt, um den geordneten Geschäftsbetrieb auch bei einer Reduzierung der Mitarbeiterkapazitäten jederzeit zu gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine enge Kommunikation des Vorstands und der Abteilung Personal mit den Abteilungen und Marktbereichen erforderlich.    

Die Sparkasse am Niederrhein ist ein regionales Kreditinstitut und nur in ihrem Geschäftsgebiet innerhalb Deutschlands tätig. Daher gelten für alle Beschäftigten das deutsche Recht und deutsche Standards. Die konsequente Einhaltung der geltenden Arbeitnehmerrechte ist selbstverständlich Richtschnur und Maßstab für die Personalpolitik der Sparkasse.

Die Beteiligung und Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist nach den Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen geregelt. Die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch den Personalrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung aktiv vertreten. Unterstützung leisten auch die Schwerbehindertenvertretung sowie die Gleichstellungsbeauftragte. In regelmäßigen Gesprächen zwischen Vorstand und Personalrat wird die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte validiert.  

Sollte es zu einem Überfall kommen, steht den betroffenen Kolleginnen und Kollegen das M.U.T.-Team zur Verfügung. Das M.U.T-Team besteht aus besonders ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nach einem Überfall vor Ort sind, den Betroffenen Unterstützung zur Verarbeitung des traumatischen Ereignisses anbieten und sie auf Wunsch weiterhin begleiten.

Über die betriebliche Mitbestimmung hinaus kann jeder Beschäftigte im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens seine Verbesserungsvorschläge einreichen und sich aktiv beteiligen. Gerne werden hier auch Vorschläge entgegengenommen, die nachhaltiges Handeln betreffen.

Die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse am Niederrhein ist weit überwiegend tarifgebunden. Auf die Arbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten findet der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst - Sparte Sparkassen - Anwendung. Hierin sind auch die Arbeitszeiten, Urlaubstage sowie die allgemeinen Arbeitsbedingungen geregelt.

Die Vergütungsstrategie ist Bestandteil der vom Vorstand beschlossenen Geschäfts- und Risikostrategie, die jährlich überprüft wird.

Über ihren Auskunftsanspruch gemäß § 10 Entgelttransparenzgesetz wurde die Mitarbeiterschaft informiert.

Für alle Beschäftigten der Sparkasse am Niederrhein werden die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten. Damit die Sicherheit am Arbeitsplatz sichergestellt ist, beachtet die Sparkasse am Niederrhein die Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Durch regelmäßige Begehungen der Arbeitsplätze durch einen Sicherheitsexperten werden ggfs. bestehende Sicherheitsmängel festgestellt und nach Lösungen zur Abhilfe gesucht. Unfallverhütung, Arbeits- und Gesundheitsschutz haben für die Sparkasse am Niederrhein – unabhängig von den gesetzlichen Anforderungen – eine hohe Bedeutung.

Für alle Arbeitsplätze wurden Gefährdungsbeurteilungen erstellt. Wesentliche Risiken in Bezug auf die Arbeitnehmerbelange, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, hat die Sparkasse am Niederrhein aufgrund ihres Tätigkeitsfeldes nicht ermittelt. Fluktuation und Krankenquoten weisen nicht auf außergewöhnliche Belastungen der Beschäftigten hin.

Vor diesem Hintergrund sieht die Sparkasse am Niederrhein das Ziel, alle Rechte der Beschäftigten einzuhalten und ihnen ein verantwortungsvoller und zuverlässiger Arbeitgeber zu sein, als erreicht an. Ziel ist es, dies auch zukünftig beizubehalten.