14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Veolia gehört zu den Unterzeichnern des UN Global Compact, von dessen zehn Prinzipien sechs den verantwortungsvollen Umgang mit Beschäftigten betreffen. Veolia bekennt sich darüber hinaus weltweit zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Grundsätzlich respektiert Veolia alle arbeits- und mitbestimmungsrechtlichen Gesetze und Vorgaben und setzt auf einen respektvollen Dialog mit den entsprechenden Gremien. Veolia in Deutschland erbringt seine Dienstleistungen in Deutschland - maßgeblich ist deshalb die hiesige Gesetzgebung, die Arbeitnehmerrechten einen hohen Stellenwert einräumt.

Jede Geschäftseinheit der Veolia Gruppe ist verpflichtet, die in der Ethik-Richtlinie verankerten Werte und Verhaltensregeln aktiv auf ihre Interessensgruppen anzuwenden. Das gilt gegenüber allen Stakeholdern, seien es Beschäftigte, Kund*innen, Anwohner*innen, Kommunen, NGOs oder Verbraucherschutz- und Umweltschutzorganisationen. 

Für die Personalpolitik bei Veolia gelten vier Schlüsselprinzipien: Gerechtigkeit, Solidarität, Weiterentwicklung der Beschäftigungsfähigkeit sowie Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge. Die Geschäftsbereiche und Gesellschaften der Unternehmensgruppen untersetzen diese entsprechend ihren konkreten Anforderungen mit Maßnahmen, die entweder übergreifend für die gesamte Gruppe in Deutschland oder spezifisch für einzelne Unternehmen oder Geschäftsbereiche wirken. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Gruppe zu Personalthemen werden gute Praxis verbreitet und neue gemeinsame Projekte initiiert.

Veolia fördert die berufliche und persönliche Entwicklung seiner Beschäftigten, damit sie mit ihren Kompetenzen auch künftig die Herausforderungen unserer Geschäftsfelder für Kommunen und Industrie meistern. Gelegenheit für einen Austausch über die Arbeitssituation und die Vereinbarung von Zielen bietet das jährliche Mitarbeitendengespräch mit der jeweiligen Führungskraft. Dieses findet für alle Beschäftigten aller Unternehmen der Veolia Gruppe verbindlich statt. Veolia hat die Weiterbildung seiner Mitarbeitenden zudem im Strategieprogramm Impact 2023 festgeschrieben und einen Indikator zur Schulung und Erweiterung der Fähigkeiten der Beschäftigten festgelegt. 

In einem jährlichen Rhythmus findet außerdem die Mitarbeitendenbefragungen “Voice of Resourcers” statt, in der u.a. die Einschätzungen zu Arbeitsbedingungen, Mitarbeiterbindung, und Führung erfragt werden. Die Auswertung der Befragungen erfolgt in den einzelnen Regionen, um den spezifischen Bedingungen entsprechend Verbesserungen anzustoßen. Alle Beschäftigten von Veolia in Deutschland werden hierzu eingeladen. Die Befragung fand im November 2021 zum dritten Mal statt, in Deutschland nahmen rund 54% der Beschäftigten teil. Die Ergebnisse zeigen ein Bild mit klaren Stärken und Schwächen: Die große Mehrheit der Beschäftigten (etwa 90%) bestätigt den hohen Stellenwert von Gesundheit und Sicherheit bei Veolia am Arbeitsplatz, lobt das Betriebsklima und findet, dass sie mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag leistet. Bei den Themen Digitalisierung und Prozesseffizienz ist noch Luft nach oben: Nur etwa 50% der Beschäftigten finden, dass Software-Tools und Prozesse ihre Arbeit erleichtern. Die Werte von Veolia, die Ethik-Richtlinie und die Compliance-Vorgaben werden laut 64% der Beschäftigten in ihrer Einheit gelebt. Die Ergebnisse der jährlichen Befragung erhalten eine hohe Aufmerksamkeit und fließen in den Maßnahmenplan zur Umsetzung der Veolia Strategie 2023 ein. 

Die Beschäftigten aller Unternehmen von Veolia in Deutschland sind an sozialen Dialogprozessen beteiligt, um die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung im Unternehmen weiter zu entwickeln. Beispiele sind die Nationale Instanz des Sozialen Dialogs (eingebunden in den seit 2005 bestehenden Europäischen Konzernbetriebsrat von Veolia Environnement) sowie die Auszubildenden- und Schwerbehindertenvertretungen. Darüber hinaus sind die Beschäftigten regelmäßig zur Beteiligung an der Wesentlichkeitsanalyse eingeladen und werden ausführlich über die Ergebnisse informiert. Beschäftigte haben zudem regelmäßig die Möglichkeit zum vergünstigten Erwerb von Mitarbeiteraktien über das Programm Sequoia der Muttergesellschaft Veolia Environnement.

Die Innovationsprozesse sowie sämtliche Prozesse zur kontinuierlichen Verbesserung im Rahmen der verschiedenen Managementsysteme bieten die Möglichkeit, konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements einzubringen. Die Einbindung der Beschäftigten in die Strategiedefinition wurde insbesondere von der Veolia Unternehmenszentrale in Paris in den zurückliegenden zwei Jahre verstärkt. So waren alle Beschäftigten eingeladen, sich in der Google Currents-Community Impact 2023 anzumelden und sich aus erster Hand über strategische Überlegungen zu informieren und in die Diskussion einzubringen. Auch die oben genannte umfangreiche Mitarbeitendenbefragung “Voice of Resourcers” dient der Identifikation der Mitarbeitenden mit Veolia und misst das interne Engagement in der Gruppe.  

Veolia setzt sich in Deutschland auch im Bereich Arbeitnehmerrechte spezifische, landeseigene Ziele, die aus einer Analyse der relevanten Risiken für Arbeitnehmerrechte sowie aus den den strategischen Vorgaben der Unternehmensgruppe abgeleitet werden.
Zu den wesentlichen identifizierten Risiken gehören: Entsprechend befassen sich die vereinbarten Ziele im Bereich der Beschäftigten mit den Themen Arbeitssicherheit, Diversity, Weiterbildung, Engagement-Quote. Diese Ziele sind im Kapitel Strategie/Ziele unter "HR-Performance" aufgeführt.