14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Aufgrund der neuen Organisationsstruktur der Bundesdruckerei-Gruppe seit 1.12.2020 (s. Allgemeine Informationen“) beziehen sich die hier folgenden Berichtsinhalte ausschließlich auf die Bundesdruckerei GmbH, die Maurer Electronics GmbH (ohne die Maurer Split), die D-Trust GmbH und die Bundesdruckerei Gruppe GmbH. In den folgenden Jahren 2021/2022 sollen vor allem die im Januar 2020 übernommene genua GmbH als auch die iNCO SpóÅ‚ka z o.o. in die Berichterstattung zu „Arbeitnehmerbelangen“ umfassend integriert werden.

Achtung der Arbeitnehmerrechte
Als Arbeitgeber von 2.725 Mitarbeitern (Stichtag 31.12.2020) ist es ein strategisches Ziel der Bundesdruckerei-Gruppe, langfristig sichere und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen (s. Handlungsfeld „Zukunftsfähiger Arbeitgeber“). Daher ist es uns ein zentrales Anliegen, für alle Mitarbeiter gleichberechtigte, soziale und faire Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Bezahlung zu gewährleisten und Arbeitnehmerrechte zu wahren. Dieser strategische Anspruch mündet in der operativen Zielsetzung, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei der Bundesdruckerei-Gruppe zu erhöhen.

An all unseren deutschen Standorten beachten wir ausnahmslos die nationalen und EU-weiten gesetzlichen Regelungen im Sinne des Arbeits- und Kündigungsschutzes und der betrieblichen Mitbestimmung (z. B. das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und das Betriebsverfassungsgesetz). Darüber hinaus verpflichtet sich die gesamte Bundesdruckerei-Gruppe über die deutschen Standorte hinaus, die von den Vereinten Nationen, der Internationalen Arbeitsorganisation und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit definierten Arbeitnehmerrechte einzuhalten. Hierzu gehören u. a. die Achtung der Menschenrechte, das Verbot der Diskriminierung, der Anspruch auf Mindestlohn sowie die Vereinigungsfreiheit.

Die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte im In- und Ausland wird im Rahmen des Compliance Management Systems und durch die Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat geprüft. Zur konkreten Umsetzung wurden zudem interne Betriebsvereinbarungen zwischen den o. g. Gesellschaften der Bundesdruckerei-Gruppe und dem Betriebsrat geschlossen.

Die hohen zu achtenden gesetzlichen Anforderungen innerhalb der EU und Deutschlands sowie die regelmäßige Risikoprüfung in Anlehnung an die ISO 31000 tragen u. a. dazu bei, dass auch in 2020 keine wesentlichen Risiken in Bezug auf die Verletzung von Arbeitnehmerrechten bestanden. Der Ausbruch der Corona-Pandemie in 2020 hat jedoch zahlreiche besondere Maßnahmen für den Gesundheits- und Arbeitsschutz und die Sicherung der Produktivität der Mitarbeiter notwendig gemacht:

Zudem wurde in 2020 ein umfassendes Health Performance Management (HPM) bei o. g. Gesellschaften der Bundesdruckerei-Gruppe eingeführt, das mit seinen Maßnahmen auf das strategische Ziel zur Sicherung der Leistungsfähigkeit und der Arbeitsmotivation einzahlt. Das HPM ist als Querschnittsthema verankert und  umfasst z. B. Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung entlang von sich verändernden Erwerbs- und Gesundheitsbiografien oder Grundsatz- und (Präventiv-)Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Das HPM wird mit dem integrierten Managementsystem (IMS) verknüpft. Bedarfsorientiert fließen zudem Fokusthemen aus der jährlichen Mitarbeiterumfrage ein. Der interdisziplinär besetzte Health Performance Management Circle verantwortet die operativen Ziele des HPM. 

Beteiligung unserer Mitarbeiter
Neben regelmäßigen Umfragen werden zudem weitere wichtige Maßnahmen zur Beteiligung der Mitarbeiter umgesetzt, die in 2020 aufgrund der Corona-Pandemie in eingeschränkter oder digitaler Form stattgefunden haben und durch neue Formate ergänzt wurden:

Diese Formate werden zudem genutzt, um die Mitarbeiter in der Umsetzung unseres Nachhaltigkeitsprogramms aktiv einzubeziehen und zu beteiligen (s. Kriterien 8 und 16). So sind z. B. die Beauftragten für Arbeitssicherheit, Gesundheitsmanagement, Energiemanagement, Umweltschutz und Abfallmanagement Ansprechpartner sowie Multiplikatoren für ihre Themen und werden jährlich in der DNK-Berichterstattung eingebunden. Das betriebliche Vorschlagswesen bzw. Ideenmanagement gibt den Mitarbeitern darüber hinaus die Möglichkeit, Verbesserungen – auch für mehr Nachhaltigkeit – anzustoßen (z. B. eine Idee aus 2020: Altgeräte demontieren und nach Rohstoffen verkaufen, um sie wieder dem Produktionskreislauf zurückzuführen). Für jede eingereichte Idee erhalten die Mitarbeiter Punkte, die gegen eine Prämie oder eine Spende an die Organisation Plant­for­the­Planet eingetauscht werden können.